Mich äegert nun dieses jämmerliche Winseln um politische Unterstützung, und diese künstliche Überraschtheit: jeder, wirklich jeder wusste, wie die Strategie der chinesischen regierung aussieht.
Umarmen, kopieren, loswerden.
Spätestens, als die ersten Daimler Klone auftauschten, hätten das Daimler und Co merken können. Sie haben es ignoriert.
Einfach, wirksam - und kein Geheimnis. Die deutschen Spitzenmanager sind in strategischen Fragen jedem mittelständischen Firmenlenker in China unterlegen - strategisch und verhandlugstechnisch.
Die haben gedacht "Wir wuppen das schon, unsere Technik kann keiner."
Tja, so funktioniert Kapitalismus. China hat nicht nur eine über 3.000-jährige Geschichte in Strategie und Diplomatie, sondern mittlerweile auch den effektivsten Kapitalismus hevorgebracht.
Der einzige Schutz wäre gewesen das Innovationstempo anzuziehen - um immer vorne weg sein zu können. Das Gegenteil war der Fall. Aussitzen, abwarten, weiterschlafen.
Und nun kann die chinesische Regierung eben die Regeln definieren. Und die deutschen Konzerne, die eben noch vor Selbstgefälligkeit dösten, haben ein böses Erwachen.
Da wird nun auch kein Gabriel helfen. Und auch kein weiterer Diesel. Da hilft nur Entwicklung und Tempo - vorneweg.
Tesla hat das begriffen, als die anderen noch laut vor sich hin schnarchten.
Dann wachten sie auf, bekämpfen nun Tesla, und dann - oops - tritt ihnen China in die Kronjuwelen.
2018 - da wird kein deutscher Unternehmer ohne Strafzahlungen auskommen. Die Wettbewerber in China freut das. Sie kriegen nun beides: mehr Subventionen und Know-how.
Da hilft auch kein Gabriel. Den stecken schon die unteren Beamtenränge dimplomatisch in die Tasche. ;-)
So schnell kann ein Milliarden Kunden Markt wegbrechen, wenn man zu selbstgefällig ist. Und zu kurzfristig denkt.