Grundsätzlich finde ich einiges bedenkenswert, was du sagst.
Aber:
"Teslas neues Sensorsystem zeichnet fast Kostenlos (einmalige Fixkosten für Tesla) sämtliche Straßen auf und lernt dabei, wie Fahrer auf die jeweilige Situation reagieren. "
==> Das machen sie doch angeblich schon seit zwei Jahren.
"Nur so kann man wirklich autonomes Fahren realisieren. Ich beschäftige mich im Zuge meines Studiums intensiv mit maschinellem Lernen. Das einzige was man braucht sind sehr viele Daten... nur noch mehr Daten sind besser... "
==> Na ja. Was noch zu beweisen wäre. Neuronale Netze sind natürlich schwer beeindruckend. So richtig intelligent sind sie bislang aber nicht, außer in Mini-Domains (z.B. Go). Straßenverkehr ist leider aber eine Riesen-Domain.
"und genau das bekommt Tesla mit dem neuen Sensorsystem und einer riesigen Flotte an Fahrzeugen."
==> "Riesig?"
"Deshalb sind auch erstmal alle (bisherigen) Assistenzsysteme nicht mehr verfügbar. A) um mit den neuen Sensorinformationen sinnvolle Entscheidungen treffen zu können sind Anpassungen am (vorhandenen) neuronalen Netz nötig - das muss erstmal trainiert werden. B) man könnte wahrscheinlich den bisherigen Autopiloten mit vertretbarem Aufwand an das neue Sensorsystem anpassen, allerdings würde dann das Training mit den ganzen Möglichkeiten bis hin zum autonomen Fahren deutlich länger dauern, da man nur das gelegentliche Eingreifen (wenn der Autopilot Fehler macht) der Fahrer hat und nicht ständig dem Fahrer über die Schulter schauen kann und von ihm lernen kann."
==> Diese Argumentation verstehe ich leider nicht. Warum kann Hardware-2 nicht dasselbe wie Hardware-1 tun und gleichzeitig Daten an Tesla liefern, um dort irgendwelche neuronalen Netze zu trainieren? Das findet ja nicht im Auto, sondern auf Tesla-Servern statt. Wenn überhaupt.
"Allerdings habe ich mein Model 3 Anfang April reserviert und freu mich jetzt noch mehr drauf, wenn ich Mitte 2018 / oder Anfang 2019 vermutlich dann selbst Teslafahrer bin."
==> Echt? Mal abgesehen davon, dass du angeblich ein Student bist, dir aber einen M-3 leisten kannst. Du hast Tesla 1000 gespendet und freust dich seit Anfang April echt auf ein unbekanntes Auto, das du vielleicht in zwei, drei Jahren bekommen kannst? Sowas gab es zuletzt in der alten DDR, wenn man einen Trabbi haben wollte (Ich weiß, damals ging es um 10 und mehr Jahre Wartezeit).