Bis auf die Aussage, dass Volkswagen Autos angekündigt habe, ankündigen kann man viel, die halb so viel kosten sollen, ist der Artikel tatsächlich recht lesbar:
www.handelsblatt.com/unternehmen/...-pHHQttnhbtxK5eOGVqtD-ap6
Allerdings wird ein Punkt auch darin falsch dargestellt, bzw. die halbe Aussage nicht erwähnt:
Die Dinos haben exakt einen Vorteil: sie können ihre Autos mit den Gewinnen von Diesel/Benzin Autos quersubventionieren. Dass sie hingegen BEVs günstiger produzieren können, das ist bisher doch nur ein Märchen, das gerne kolporiert, aber nie bewiesen wird.
Der Audi e-tron ist ein gutes Beispiel: mit einem 'Basispreis' von knapp unter 80.000 knacken halbwegs ausgestattete e-trons dann bereits die 100.000€ Marke - und sind damit in Model X Regionen.
Nur, dass das Model X eben von den technischen Specs eben größtenteils besser ist.
Na, und ob Audi mit dem e-tron Gewinn macht, oder ob sie den mit Verbrenner-Gewinnen intern aufhübschen, das weiß wohl nur Volkswagen.
PS: Bisher gab es m.E. nur eine solide Aussage eines Dinos über dessen BEV Rentabilität, und das war von Peugeot nach der Opel Übernahme, als gesagt wurde, dass man beim Ampera-e je Auto 10.000€ draufzahlen würde.
Kann man natürlich machen um das Auto für den markt preislich aufzuhübschen, aber spätestens wenn die Nachfrage nach BEVs größer wird, und die für Verbrenner geringer, läuft man in Probleme: dann geht das mit der Quersubventionierung nicht mehr.
Und dann wird sich zeigen, ob die Dinos tatsächlich mehr als nur ankündigen, oder ob sie ernsthaft bereit sind auf BEVs umzusteigen - oder ob sie doch nur wieder Alibi-BEVs in kleiner Stückzahl verkaufen, um den Flottenverbrauch maximal zu senken.
Man wird es an den Produktionszahlen erkennen, also wieviele überhaupt verkauft werden sollen. Und ob eben die Zahl der maximal für den Flottenverbrauch berücksichtigten BEVs deutlich überschritten wird.
Wenn nicht, wäre das ein starkes Indiz, dass nur angekündigt, aber weiter auf Verbrenner gesetzt wird.