Als Tesla-Aktionär wünscht man sich ja fast, dass Trump zurückkommt. Seit der weg ist, hat die halbe Welt Elon Musk zum Staatsfeind Nr. 1 auserkoren. Und egal was der Mann sagt oder macht, egal wie vernünftig es ist (sofern man mal mehr als 10 Sekunden darüber nachdenkt) - Hauptsache man hat eine schnelle, meist gehässige Meinung dazu, selbst wenn man von der Gemengelage nicht den blassesten Schimmer hat. Das heißt Alles nicht, dass man als Tesla-Aktionär immer alles nachplappern muss was EM sagt (ich selbst hab zu vielen Punkten einw ziemlich konträre Meinung), aber genausowenig muss man als Tesla-Bär nicht automatisch gegen Alles sein, was der Typ so macht und sagt.
Bestes Beispiel: die jüngsten Entlassungen bei Twitter. Derzeit entlassen viele Techfirmen in den USA hunderte bis tausende Mitarbeiter (z.B. Meta, Salesforce, Intel, Lyft, u.a.), aber das ist meist noch nichtmal eine Randnotiz in den Zeitungen wert. Und diskutiert wird darüber in deutschen Börsenforen kaum oder gar nicht. Schon seltsam.
Aber hier soll es ja um Elektroautos gehen...Erst heute hat Schaeffler den Abbau von 1300 Stellen bekanntgegeben, obwohl sie noch satte Gewinne machen (im Gegensatz zu Twitter! ...das sind dann erst Kapitalistenschweine, oder!?). Grund: die Tranformation zur Elektromobilität verschlafen. Klassisches Managementversagen also.
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/...stellenabbau-2026-1.5689000
Das ist extrem bedauerlich, und darüber solltet ihr Euch mehr aufregen, als wenn überbezahlte Programmierer im Silicon Valley bald bei einem der zig anderen Softwareschmieden anheuern oder selbst ein Startup gründen müssen.
Oder muss EM erst Schaeffler übernehmen, damit ein Aufschrei folgt? Was da noch in den nächsten Jahren auf die deutsche Autoindustrie und die vielen Zulieferer zukommt...da sind die Jobverluste bei Twitter ein Pappenstiel (so hart es für einzelne Betroffene grad auch sein mag). Und man muss wirklich froh sein, dass sich Tesla in Deutschland angesiedelt hat und manche dieser Jobverluste ausgleichen wird.