www.ra-goldenstein.de/neuigkeiten/...-wegen-falscher-angaben/
Tesla hat weltweit juristische Probleme wegen Fahrzeug-Reichweiten
In Südkorea muss Tesla wegen der falschen Reichweiten-Angaben nun sogar eine Strafzahlung in Höhe von mehr als 2 Millionen US-Dollar aufbringen. Doch diese – für Teslas Verhältnisse vergleichsweise geringe – Summe könnte sogar nur die Spitze des Eisbergs sein. Auf der ganzen Welt wehren sich nämlich Tesla-Fahrer bereits juristisch dagegen, dass ihre Fahrzeuge unter normalen Fahrbedingungen recht schnell wieder zur nächstgelegenen Ladestation manövriert werden müssen.
In den USA gehen bereits seit Jahren mehrere Tesla-Fahrer wegen der falschen Reichweiten-Angaben gegen das Unternehmen vor. Demnach soll Tesla die Reichweite des Model S und des Model X teilweise im Nachhinein mit Hilfe eines Software-Updates drastisch reduziert haben. Tesla bestreitet diesen Vorwurf nicht einmal. Das Unternehmen argumentiert aber, dass durch diese Maßnahme die Batterie langlebiger gemacht wurde. Das sorgt allerdings nicht dafür, dass sich Tesla vor Entschädigungszahlungen drücken kann.
Auch in Deutschland können sich betroffene Fahrzeughalter dagegen wehren, wenn sich die tatsächliche Reichweite ihres Elektroautos erheblich von der vom Händler versprochenen Reichweite unterscheidet. Diesbezüglich kann bereits ein Unterschied in Höhe von 10 bis 15 Prozent entscheidend sein, da dieses Reichweitendefizit sofort spürbar ist. Wer sich über die geringe Reichweite des eigenen Fahrzeugs ärgert, sollte sich daher in jedem Fall einmal juristisch beraten lassen.