Aus der FTD vom 8.2.2002
Liberty Media verweigert Zugeständnisse
Von Thomas Clark, Hamburg und Andreas Krosta, Berlin
Liberty Media wird aller Voraussicht nach keine Zugeständnisse an das Bundeskartellamt machen, um den Kauf des Fernsehkabels der Deutschen Telekom doch noch zu ermöglichen. Dies erfuhr die Financial Times Deutschland aus Kreisen des US-Konzerns.
"Im Augenblick sind keine Konzessionen geplant", sagte ein mit der Strategie vertrauter Mitarbeiter bei Liberty. Damit ist das Veto der Wettbewerbshüter aus Bonn zum 5,5 Mrd. Euro schweren Kabel-Deal weitgehend besiegelt. Es ist noch nie vorgekommen, dass das Kartellamt ohne Konzessionen der Beteiligten von seiner ursprünglich geäußerten Meinung abweicht. Und diese steht seit acht Tagen auf einer Abmahnung schriftlich fest: In der derzeit geplanten Form wird der Deal untersagt.
Für die Deutsche Telekom sind das schlechte Nachrichten. Der Konzern hat die Finanzspritze von Liberty nötig, um Schulden von rund 65 Mrd. Euro abzubauen. Telekom-Vorstand Gerd Tenzer zeigte sich gestern zuversichtlich, dass das Geschäft abgesegnet wird: "Ich gehe davon aus, dass Liberty die Freigabe vom Kartellamt erhalten wird." Es ist allerdings unklar, inwieweit Tenzer über die Linie von Liberty Media informiert ist.
ftd.de, Do, 7.2.2002, 12:03
Deutsche Telekom: Kabelnetz in jedem Fall verkaufen
Die Deutsche Telekom will sich von ihren Kabelnetzen trennen, auch wenn Liberty Media als Käufer ausscheiden würde. Bisher hieß es, das Unternehmen sehe sich nicht mehr intensiv nach neuen Käufern um.
"Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir uns aus diesem Geschäftsfeld zurückziehen und uns auf unsere Kerngeschäftsfelder konzentrieren", sagte Telekom-Technikvorstand Gerd Tenzer am Donnerstag in Berlin. Daran werde sich "nichts ändern". Tenzer zeigte sich zuversichtlich, dass Liberty Media die Bedenken der Wettbewerbshüter bis zum Ablauf der Frist für eine Stellungsnahme am 15. Februar noch ausräumen könne. Liberty soll für die letzten Telekom-Netze mit zehn Millionen Anschlüssen 5,5 Mrd. Euro zahlen. Der Betrag ist bereits fest für den Abbau der Telekom-Schulden eingeplant.
Nach Informationen der FTD erarbeitet Telekom-Strategievorstand Max Hirschberger derzeit mit Hilfe von Fachleuten der Holding-Firma Kabel Deutschland GmbH (KDG) sowie mit Konzerncontrollern Strategien für die Kabel-Zukunft. Im Zentrum der Überlegungen steht ein Minimalisierungs-Szenario: Danach würde die Telekom ihre Suche nach einem Käufer nicht mehr sonderlich intensiv betreiben und das Breitbandkabelnetz zunächst in eigener Regie weiterführen - allerdings mit geringen Ansprüchen. Das Kabelnetz soll nicht technisch aufgerüstet, sondern die sechs Regionalfirmen sollen lediglich als Verteilstationen für diverse Rundfunkprogramme dienen, die den rund zehn Millionen Kundenhaushalten zugeleitet werden.
© 2002 Financial Times Deutschland
ftd.de, Sa, 2.2.2002, 17:30
Telekom und Liberty wollen Kabeldeal retten
Die Deutsche Telekom und der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media wollen einem Magazinbericht zufolge Anfang kommender Woche gemeinsam überlegen, wie sie den Verkauf des Telekom-Kabelnetzes an Liberty retten können. Dabei dürfte auch über den Verkaufspreis diskutiert werden.
"Die butterweichen Verträge, die das Telekom-Management mit Liberty-Chef John Malone abgeschlossen hat, ermöglichen eine solche Nachverhandlung, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern", schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Erste Signale in diese Richtung soll es dem Magazin zufolge bereits gegeben haben.
Dagegen berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus", Liberty prüfe nun einen Alternativplan zum Einstieg in den deutschen Kabel-TV-Markt. Malone erwäge nun, die Kabelfirma Tele Columbus von der Deutschen Bank zu übernehmen, schreibt "Focus" unter Berufung auf Liberty-Kreise.
Fristverlängerung möglich
Das Bundeskartellamt hatte sich am Donnerstag dem geplanten Zugriff von Liberty Media auf das deutsche Kabelnetz in den Weg gestellt. Mit einer Abmahnung teilte das Bundeskartellamt Liberty mit, dass der Kauf eines Großteils des Netzes der Deutschen Telekom nach dem jetzigen Stand der Bewertung untersagt werde. Bis 28. Februar will die Behörde dann ihre endgültige Entscheidung treffen. Allerdings ist auch eine Verlängerung dieser Frist denkbar, wie Kartellamtschef Ulf Böge der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte.
Liberty will rund 60 Prozent des Telekom-Breitbandkabelnetzes kaufen. Die Telekom müsste sich bei einem Verbot des Geschäfts in Höhe von rund 5,5 Mrd. Euro neue Käufer für das Netz mit rund zehn Millionen Haushalten suchen.
© dpa
Also ich sehe das so : Die Telekom hat das Kabelnetz und ist auch nicht bereit dort irgendwelchen Wettbewerb reinzubringen. Scheitert der Deal bleibt alles so wie es ist und die Regulierungsbehörde hat auch keinen Wettbewerb. Liberty und DTAG haben bestimmt ein Gentleman-Agreement getroffen : Deswegen weigert sich Liberty zu Investieren um der Telekom den Markt streitig zu machen.
Aber Liberty will den Deal, da sonst der Markteintritt im großen Stil scheitert.
Ich denke mal wir bekommen eine Ministererlaubnis. Scheitert der Deal gibt es keinen Wettbewerb ! Und unter Auflagen will Liberty nicht !
Und Liberty wäre auf jeden Fall eine Wettbewerbsbelebung im Kabelbereich. Den was da Primacom und Konsorten machen ist ja auch kein wirklicher Wettbewerb.
Und was man da wegen dem Rating rumlabbert ist mir auch unverständlich. T-Mobil wird schon klappen. Und wenn man nur max. 20% an die Börse bringen will und damit ca. 10 Mrd € erzielen will, dann hat man immer noch 80% der Aktien. Das ist dann frisches Eigenkapital in Höhe von 40 Mrd € (zum Ausgabekurs)!!!
Und das T-Mobile erfolgreich läßt sich ja wohl nicht bezweifeln.
T-Mobile: UMTS schon bei 50 Euro Monatsumsatz profitabel
Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, wird nach eigener Einschätzung bereits bei Monatsumsätzen von 50 Euro pro Kunde beim UMTS-Mobilfunk Gewinne erzielen. Als Grund für die gesunkene Gewinnschwelle gibt das Unternehmen Kosteneinsparungen an.
"Wir werden in der Lage sein, auch mit 50 Euro Umsatz pro Kunde monatlich das UMTS-Geschäft in Deutschland sehr profitabel zu gestalten", sagte T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag in Berlin. An dem Geschäftsziel, 2010 mit UMTS einen Monatsumsatz von 60 Euro pro Kunde zu erzielen, werde festgehalten. In den Monatsumsätzen sind den Angaben zufolge Umsatzerlöse enthalten, die sich T-Mobile mit Inhalte- und Dienstleistungsanbietern teilt.
Als Grund für die gesunkene Gewinnschwelle nannte Ricke die zuletzt angekündigten Einsparungen. Sie werden durch günstigere Einkaufskonditionen bei den Herstellern von Mobilfunk-Netztechnik und durch den gemeinsamen Netzaufbau in Deutschland mit dem kleinsten Branchenanbieter Viag Interkom erzielt.
Datenverkehr soll Hälfte des Umsatzes machen
Derzeit liegen die Monatsumsätze von T-Mobile bei rund 25 Euro. Die Zuwächse bei den Kundenumsätzen sollen den Planungen von T-Mobile zufolge aus der verstärkten Nutzung von Datendiensten auf Mobiltelefonen kommen. Derzeit liege der Umsatzanteil der Datenanwendungen bei 13 bis 14 Prozent und wird weitgehend aus dem Versand von Kurzmitteilungen (SMS) erzielt.
Durch die gegenüber dem derzeitigen Mobilfunkstandard GSM leistungsfähigere Mobilfunktechnik UMTS soll der Anteil des Datenverkehrs am Umsatz auf 50 Prozent steigen und damit den Anteil der Sprachtelefonie deutlich zurückdrängen. Die größte Nachfrage bei Datendiensten erwartet Ricke zunächst nach Spielen und Musik.
Wie andere Mobilfunkanbieter wird T-Mobile die Inhalte- und Dienstleistungsangebote zumeist nicht in Eigenregie entwickeln, sondern von Medienunternehmen oder sonstigen Partner beziehen. Geplant ist, den Partnern einen Anteil an den Umsätzen zu überlassen (Revenue-Sharing), da erwartet wird, dass die Dienste zusätzlichen Verkehr in die Mobilfunknetze leiten werden. Nach Rickes Worten sollen die Partner mehr als die Hälfte der durch die Dienste generierten Umsätze erhalten. Eine exakte Höhe nannte der T-Mobile-Chef nicht. Dies werde vom Einzelfall abhängen.
© 2002 Reuters Limited. Nutzerbeschränkungen
Und durch die Anfang des Jahres eingeführten kostenpflichtigen Angebote von T-Online dürfte sich dort auch ein positiveres Ergebnis einstellen. D.h. langfristig sind die Töchter auch in der Lage die Mutter zu stützen. Außerdem wurden die Preiserhöhungen und somit zusätzlichen Umsatzerlöse (ohne entsprechende Kostenerhöhungen) auch noch positiv ins Gewicht.
Ich denke mal durch die Säulen-Strategie hat sich die Telekom beit aufgestellt und ist in der Lage die im Moment schwächste Säule (die Holding Telekom) durch die Teilbereiche zu stützen. T-Com erwirtschaftet Gewinn, T-Mobile ebenso, T-Online strebt schwarze 0 an, T-Systems hat sich neu aufgestellt und muß sich noch beweisen, aber weißt durch debis ein enormes Know-How auf.
Also das Hauptproblem ist jetzt die Holding Telekom zu entschulden und die Schulden auf die Säulen zu verteilen. Auch die Diskussion über die UMTS-Abschreibungen sind eigentlich ein Segen für die Telekom. Meiner Meinung nach wird es so schnell keine neuen Lizenzen geben und da ja bei Abschreibungen kein Geld fließt, behält die Telekom Umsatzerlöse als Geld in der Kasse. Die Lizenz will man ja nicht wieder anschaffen wie eine abgenutzte Maschine. D.h. man kann über die Abschreibungen den Netzaufbau finanzieren und hält den Investoren Kapitalausschütten z.B. höhere Dividenden vor.
Mein Fazit jetzt in Telekom einsteigen. Und am Ende des Jahres über Kurse um die 30€ freuen. Langfristig scheint sich die Telekom durch die breite Aufstellung (Säulen und Internationalität) und die Pleiten der Konkurrenz die hohen Bewertungen der Vergangenheit zu rechtfertigen.
Gruß
Nobody II
Liberty Media verweigert Zugeständnisse
Von Thomas Clark, Hamburg und Andreas Krosta, Berlin
Liberty Media wird aller Voraussicht nach keine Zugeständnisse an das Bundeskartellamt machen, um den Kauf des Fernsehkabels der Deutschen Telekom doch noch zu ermöglichen. Dies erfuhr die Financial Times Deutschland aus Kreisen des US-Konzerns.
"Im Augenblick sind keine Konzessionen geplant", sagte ein mit der Strategie vertrauter Mitarbeiter bei Liberty. Damit ist das Veto der Wettbewerbshüter aus Bonn zum 5,5 Mrd. Euro schweren Kabel-Deal weitgehend besiegelt. Es ist noch nie vorgekommen, dass das Kartellamt ohne Konzessionen der Beteiligten von seiner ursprünglich geäußerten Meinung abweicht. Und diese steht seit acht Tagen auf einer Abmahnung schriftlich fest: In der derzeit geplanten Form wird der Deal untersagt.
Für die Deutsche Telekom sind das schlechte Nachrichten. Der Konzern hat die Finanzspritze von Liberty nötig, um Schulden von rund 65 Mrd. Euro abzubauen. Telekom-Vorstand Gerd Tenzer zeigte sich gestern zuversichtlich, dass das Geschäft abgesegnet wird: "Ich gehe davon aus, dass Liberty die Freigabe vom Kartellamt erhalten wird." Es ist allerdings unklar, inwieweit Tenzer über die Linie von Liberty Media informiert ist.
ftd.de, Do, 7.2.2002, 12:03
Deutsche Telekom: Kabelnetz in jedem Fall verkaufen
Die Deutsche Telekom will sich von ihren Kabelnetzen trennen, auch wenn Liberty Media als Käufer ausscheiden würde. Bisher hieß es, das Unternehmen sehe sich nicht mehr intensiv nach neuen Käufern um.
"Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir uns aus diesem Geschäftsfeld zurückziehen und uns auf unsere Kerngeschäftsfelder konzentrieren", sagte Telekom-Technikvorstand Gerd Tenzer am Donnerstag in Berlin. Daran werde sich "nichts ändern". Tenzer zeigte sich zuversichtlich, dass Liberty Media die Bedenken der Wettbewerbshüter bis zum Ablauf der Frist für eine Stellungsnahme am 15. Februar noch ausräumen könne. Liberty soll für die letzten Telekom-Netze mit zehn Millionen Anschlüssen 5,5 Mrd. Euro zahlen. Der Betrag ist bereits fest für den Abbau der Telekom-Schulden eingeplant.
Nach Informationen der FTD erarbeitet Telekom-Strategievorstand Max Hirschberger derzeit mit Hilfe von Fachleuten der Holding-Firma Kabel Deutschland GmbH (KDG) sowie mit Konzerncontrollern Strategien für die Kabel-Zukunft. Im Zentrum der Überlegungen steht ein Minimalisierungs-Szenario: Danach würde die Telekom ihre Suche nach einem Käufer nicht mehr sonderlich intensiv betreiben und das Breitbandkabelnetz zunächst in eigener Regie weiterführen - allerdings mit geringen Ansprüchen. Das Kabelnetz soll nicht technisch aufgerüstet, sondern die sechs Regionalfirmen sollen lediglich als Verteilstationen für diverse Rundfunkprogramme dienen, die den rund zehn Millionen Kundenhaushalten zugeleitet werden.
© 2002 Financial Times Deutschland
ftd.de, Sa, 2.2.2002, 17:30
Telekom und Liberty wollen Kabeldeal retten
Die Deutsche Telekom und der US-Kabelnetzbetreiber Liberty Media wollen einem Magazinbericht zufolge Anfang kommender Woche gemeinsam überlegen, wie sie den Verkauf des Telekom-Kabelnetzes an Liberty retten können. Dabei dürfte auch über den Verkaufspreis diskutiert werden.
"Die butterweichen Verträge, die das Telekom-Management mit Liberty-Chef John Malone abgeschlossen hat, ermöglichen eine solche Nachverhandlung, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern", schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe. Erste Signale in diese Richtung soll es dem Magazin zufolge bereits gegeben haben.
Dagegen berichtet das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus", Liberty prüfe nun einen Alternativplan zum Einstieg in den deutschen Kabel-TV-Markt. Malone erwäge nun, die Kabelfirma Tele Columbus von der Deutschen Bank zu übernehmen, schreibt "Focus" unter Berufung auf Liberty-Kreise.
Fristverlängerung möglich
Das Bundeskartellamt hatte sich am Donnerstag dem geplanten Zugriff von Liberty Media auf das deutsche Kabelnetz in den Weg gestellt. Mit einer Abmahnung teilte das Bundeskartellamt Liberty mit, dass der Kauf eines Großteils des Netzes der Deutschen Telekom nach dem jetzigen Stand der Bewertung untersagt werde. Bis 28. Februar will die Behörde dann ihre endgültige Entscheidung treffen. Allerdings ist auch eine Verlängerung dieser Frist denkbar, wie Kartellamtschef Ulf Böge der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" sagte.
Liberty will rund 60 Prozent des Telekom-Breitbandkabelnetzes kaufen. Die Telekom müsste sich bei einem Verbot des Geschäfts in Höhe von rund 5,5 Mrd. Euro neue Käufer für das Netz mit rund zehn Millionen Haushalten suchen.
© dpa
Also ich sehe das so : Die Telekom hat das Kabelnetz und ist auch nicht bereit dort irgendwelchen Wettbewerb reinzubringen. Scheitert der Deal bleibt alles so wie es ist und die Regulierungsbehörde hat auch keinen Wettbewerb. Liberty und DTAG haben bestimmt ein Gentleman-Agreement getroffen : Deswegen weigert sich Liberty zu Investieren um der Telekom den Markt streitig zu machen.
Aber Liberty will den Deal, da sonst der Markteintritt im großen Stil scheitert.
Ich denke mal wir bekommen eine Ministererlaubnis. Scheitert der Deal gibt es keinen Wettbewerb ! Und unter Auflagen will Liberty nicht !
Und Liberty wäre auf jeden Fall eine Wettbewerbsbelebung im Kabelbereich. Den was da Primacom und Konsorten machen ist ja auch kein wirklicher Wettbewerb.
Und was man da wegen dem Rating rumlabbert ist mir auch unverständlich. T-Mobil wird schon klappen. Und wenn man nur max. 20% an die Börse bringen will und damit ca. 10 Mrd € erzielen will, dann hat man immer noch 80% der Aktien. Das ist dann frisches Eigenkapital in Höhe von 40 Mrd € (zum Ausgabekurs)!!!
Und das T-Mobile erfolgreich läßt sich ja wohl nicht bezweifeln.
T-Mobile: UMTS schon bei 50 Euro Monatsumsatz profitabel
Die Mobilfunktochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, wird nach eigener Einschätzung bereits bei Monatsumsätzen von 50 Euro pro Kunde beim UMTS-Mobilfunk Gewinne erzielen. Als Grund für die gesunkene Gewinnschwelle gibt das Unternehmen Kosteneinsparungen an.
"Wir werden in der Lage sein, auch mit 50 Euro Umsatz pro Kunde monatlich das UMTS-Geschäft in Deutschland sehr profitabel zu gestalten", sagte T-Mobile-Chef Kai-Uwe Ricke am Donnerstag in Berlin. An dem Geschäftsziel, 2010 mit UMTS einen Monatsumsatz von 60 Euro pro Kunde zu erzielen, werde festgehalten. In den Monatsumsätzen sind den Angaben zufolge Umsatzerlöse enthalten, die sich T-Mobile mit Inhalte- und Dienstleistungsanbietern teilt.
Als Grund für die gesunkene Gewinnschwelle nannte Ricke die zuletzt angekündigten Einsparungen. Sie werden durch günstigere Einkaufskonditionen bei den Herstellern von Mobilfunk-Netztechnik und durch den gemeinsamen Netzaufbau in Deutschland mit dem kleinsten Branchenanbieter Viag Interkom erzielt.
Datenverkehr soll Hälfte des Umsatzes machen
Derzeit liegen die Monatsumsätze von T-Mobile bei rund 25 Euro. Die Zuwächse bei den Kundenumsätzen sollen den Planungen von T-Mobile zufolge aus der verstärkten Nutzung von Datendiensten auf Mobiltelefonen kommen. Derzeit liege der Umsatzanteil der Datenanwendungen bei 13 bis 14 Prozent und wird weitgehend aus dem Versand von Kurzmitteilungen (SMS) erzielt.
Durch die gegenüber dem derzeitigen Mobilfunkstandard GSM leistungsfähigere Mobilfunktechnik UMTS soll der Anteil des Datenverkehrs am Umsatz auf 50 Prozent steigen und damit den Anteil der Sprachtelefonie deutlich zurückdrängen. Die größte Nachfrage bei Datendiensten erwartet Ricke zunächst nach Spielen und Musik.
Wie andere Mobilfunkanbieter wird T-Mobile die Inhalte- und Dienstleistungsangebote zumeist nicht in Eigenregie entwickeln, sondern von Medienunternehmen oder sonstigen Partner beziehen. Geplant ist, den Partnern einen Anteil an den Umsätzen zu überlassen (Revenue-Sharing), da erwartet wird, dass die Dienste zusätzlichen Verkehr in die Mobilfunknetze leiten werden. Nach Rickes Worten sollen die Partner mehr als die Hälfte der durch die Dienste generierten Umsätze erhalten. Eine exakte Höhe nannte der T-Mobile-Chef nicht. Dies werde vom Einzelfall abhängen.
© 2002 Reuters Limited. Nutzerbeschränkungen
Und durch die Anfang des Jahres eingeführten kostenpflichtigen Angebote von T-Online dürfte sich dort auch ein positiveres Ergebnis einstellen. D.h. langfristig sind die Töchter auch in der Lage die Mutter zu stützen. Außerdem wurden die Preiserhöhungen und somit zusätzlichen Umsatzerlöse (ohne entsprechende Kostenerhöhungen) auch noch positiv ins Gewicht.
Ich denke mal durch die Säulen-Strategie hat sich die Telekom beit aufgestellt und ist in der Lage die im Moment schwächste Säule (die Holding Telekom) durch die Teilbereiche zu stützen. T-Com erwirtschaftet Gewinn, T-Mobile ebenso, T-Online strebt schwarze 0 an, T-Systems hat sich neu aufgestellt und muß sich noch beweisen, aber weißt durch debis ein enormes Know-How auf.
Also das Hauptproblem ist jetzt die Holding Telekom zu entschulden und die Schulden auf die Säulen zu verteilen. Auch die Diskussion über die UMTS-Abschreibungen sind eigentlich ein Segen für die Telekom. Meiner Meinung nach wird es so schnell keine neuen Lizenzen geben und da ja bei Abschreibungen kein Geld fließt, behält die Telekom Umsatzerlöse als Geld in der Kasse. Die Lizenz will man ja nicht wieder anschaffen wie eine abgenutzte Maschine. D.h. man kann über die Abschreibungen den Netzaufbau finanzieren und hält den Investoren Kapitalausschütten z.B. höhere Dividenden vor.
Mein Fazit jetzt in Telekom einsteigen. Und am Ende des Jahres über Kurse um die 30€ freuen. Langfristig scheint sich die Telekom durch die breite Aufstellung (Säulen und Internationalität) und die Pleiten der Konkurrenz die hohen Bewertungen der Vergangenheit zu rechtfertigen.
Gruß
Nobody II