Zahlen im Rahmen der Erwartungen.
https://www.ariva.de/news/...ng-ag-vorlaeufiges-ergebnis-fuer-7420084Hatte sich auch schon nach den 9 Monatszahlen angedeutet. Soweit also o.k. ,wenn man damit zufrieden ist. Aber das große Thema ist ja die Zukunft und da steht eben die sehr kostenintensive 5G Technik vor der Tür. Umsatz (bereinigt um regulatorische Dinge) ist in 2018 nur minimal gewachsen. Und davon auch der größte Teil nur durch Hardware ( Smartphones), die man mit Verlusten subventioniert hat bzw. ohne Gewinn weiterreicht. Der reine Umsatzzuwachs ohne diese Dinge ist dann nurnoch 0,4% gegenüber dem Vorjahr. Somit nichtmals ansatzweise in der Nähe der deutschen Inflationsrate und damit real deflationiert ist der Umsatz gefallen. Was am Ende hier wieder geholfen hat, sind die Synergieeffekte aus der Zusammenlegeung von O2&E+. Allerdings ist man da jetzt langsam in der Nähe dessen angekommen was zu machen ist und was man damals ausgab als Dinge die bis 2019 zu heben sind. Man spricht in der Meldung von heute davon, daß 90% der Synergien bereits gehoben wurden. Von daher ist der Punkt auch nurnoch bedingt in Zukunft der große Ausgleich/Anschieber zur ansonsten zu sehenden ständigen Stagnation bei den Umsätzen. Und das Festnetzgeschäft ist auch weiter sinkend (Umsatzerlöse aus dem Festnetzgeschäft gingen gegenüber dem Vorjahr um -11,0% auf 185 Mio. EUR zurück). Problembereiche gibt es somit weiter. Was natürlich am Ende auch in 2018 geholfen hat, sind die klar geringeren Investitionen. ( Der Investitionsaufwand (CapEx) betrug 226 Mio. EUR (-13,7% im Jahresvergleich) ). Wenn man in 5G ausbauen wird, dann wird sich das aber wieder schnell ändern beim CapEx. Dann hat man zum einen nicht mehr großen weiteren Kostenersparnisse, weil Synergien dann weitestgehend alle gehoben sind, Umsätze die nicht real wachsen und große Investionsausgaben für 5G vor der Tür stehen. Ein 5G Netz zu bauen, kostest bekanntlich mindestens 10 Mrd. Euro pro Netzbetreiber. Und wenn Drillisch wirklich sein eigenes Netz baut, dann könnten dadurch 500 Mio. an jährlichen Einnahmen wegfallen, die Drillisch bisher an Tef.D. jährlich noch zahlt. Dürfte also interessant werden, ob sich mit diesen anderen Rahmenbedingungen in Zukunft die Divi in der Höhe noch weiter in der Dimension halten läßt. Zumal man auch noch hohe Schulden an der Backe hat ( konsolidierten Nettofinanzschulden beliefen sich per 31. Dezember 2018 auf 1.129 Mio. EUR) , die man aber nicht wirklich abgebaut bekommt, weil man lieber riesige Ausschüttungsquoten hat, weil die spanische Mutter die Divis so gut gebrauchen kann.
Muß man jetzt mal abwarten wie die Märkte sich verhalten bis zur HV. Viel ist ja schon die letzten Quartale an negativen Erwartungen eingepreist worden und die 5G Problematik sollte jetzt auch inzwischen jedem bekannt sein. Von daher sehe ich das Abwärtsrisiko momentan als recht überschaubar an bis zur HV. Allerdings fehlen eben gute Argumente, um den Kurs von dort aus wieder in die obere Regionen des Bereichs 3,80/4,00 zu heben, zumal ja exDiv der Kurs immer wieder durch diese Entnahme ein gutes Stück zurückgeworfen wird. Es wird ja nochmal die Divi um 1 Cent erhöht. Von daher ist der Wert wohl in erster Linie jetzt für DiviJäger interessent, die sich nicht für mögliche Belastungen interessieren, die in den kommenden Jahren anstehen dürften.