Anzeige
Meldung des Tages: 81,8 Mrd. CAD und 70 % „Made in Canada“: Startet jetzt der nächste Drohnen-Gewinner durch?

Technische Indikatoren signalisieren die Trendwend


Thema
abonnieren
Beiträge: 2
Zugriffe: 613 / Heute: 1
Expropriateur:

Technische Indikatoren signalisieren die Trendwend

 
10.04.01 21:43
Technische Indikatoren signalisieren die Trendwende

Die Börse ist ein Indikator künftiger realwirtschaftlicher Trends. Der Börsentrend wird nicht von aktuellen Ereignissen, sondern von den beiden Faktoren Stimmung und Liquidität bestimmt. Die Put/Call-Ratio (PCR) ist ein solch wichtiger Stimmungsfaktor. An der Wall Street signalisiert die PCR derzeit die Trendwende.

UDO RETTBERG
HANDELSBLATT, 10.4.2001

FRANKFURT/M. „Ich habe in meiner langen Karriere noch nie zuvor eine solch extrem negative Stimmung in Wall Street erlebt.“ Ralph Bloch, Senior Vice President von Raymond James & Associates in St. Petersburg/Florida, erkennt klare Signale für eine Trendwende an der US-Börse. Bloch ist einer jener Experten, die die Börse lediglich mit den Augen des Markttechnikers analysieren. Für solche technischen Analysten sind makro- und mikroökonomische Einflussfaktoren wie die Höhe der Zinsen oder die Entwicklung von Umsatz und Gewinn für die Einschätzung des Marktes ohne Bedeutung.

Bloch und seine Kollegen konzentrieren sich in ihrer Analyse-Arbeit auf technische Kennziffern, mit denen das Verhalten der Gesamtheit der Anleger an der Börse konkret gemessen und analysiert werden kann. Bei diesen von Ralph Bloch akribisch unter die Lupe genommenen Details handelt es sich zum Beispiel um Messzahlen wie Börsenumsätze, Dauer und Intensität eines Trends, Advance-Decline-Index, charttechnische Linien, Verhältnis von Optimisten zu Pessimisten und nicht zuletzt auch um die verschiedenen Arten der sogenannten Put/Call-Ratios.

Und eben diese Put/Call-Ratio ist eines von mehreren technischen Signalen, das bei Ralph Bloch den Glauben an die in Wall Street bevorstehende Wende ausgelöst hat. Ende vergangener Woche schlug sich Bloch auf die Seite der Wall-Street- Bullen, nachdem die Put/Call-Ratio in der weltweit liquidesten Aktienindex-Option zeitweise die Marke von 3,3 erreicht hatte. Basiswert dieser Indexoption ist der nebenstehend abgebildete Standard & Poors 100-Aktienindex, auf den an der CBOE (Chicago Board Options Exchange) seit vielen Jahren Derivate gehandelt werden.

Die Put/Call-Ratio reflektiert das Verhältnis von an einem Börsentag gehandelten Puts (Verkaufsoptionen) und Calls (Kaufoptionen). Diese Messziffer zählt nicht zu den Optionskennziffern, sondern wird vielmehr als Prognose-Instrument eingesetzt. Wird für die Option auf den S&P100 eine Put/Call-Ratio von mehr als eins ermittelt, so haben die Akteure wesentlich mehr Puts als Calls ge- und verkauft. Sind die hohen Put-Umsätze vor allem auf Baisse-Spekulanten zurückzuführen – wovon im gegenwärtigen Umfeld ausgegangen werden kann – , so ist eine hohe PCR als Indikator für eine schlechte Börsenstimmung zu werten. Die zuletzt ermittelte PCR von zeitweise über 3 – der Fünftagesdurchschnitt lag immerhin noch über der Marke von 2,5 – würde in diesem Fall für Wall Street also einen extrem hohe Anzahl von Pessimisten abbilden.

Wegen der Vielzahl der an den Märkten verfügbaren Optionsstrategien gilt die PCR für sich allein genommen indes nicht unbedingt als ein hundertprozentig verlässlicher Indikator des künftig zu erwartenden Börsentrends. Die in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen haben jedoch gelehrt, dass eine extrem hohe PCR während der vergangenen Zyklen in der Tat immer dann festzustellen war, wenn die Baisse vor dem Aus stand. Ralph Bloch nennt einen weiteren Grund für seinen Optimismus. „Seit September des Jahres 1998 war die Börse nicht mehr so stark überverkauft wie derzeit.“ Von einem „überverkauften“ Markt spricht man, wenn eine extrem starke Talfahrt der Kurse stattgefunden hat, ohne dass es über einen gewissen Zeitraum hinweg zu einer stärkeren Gegenbewegung der Kurse nach oben gekommen ist.

Zahl der Short-Positionen

wichtiger Indikator

Ein weiterer technischer Indikator, der für die Beurteilung des Marktes wichtig ist, ist die Anzahl der an der Börse bestehenden Short-Positionen. Von einer Short-Spekulation wird dann gesprochen, wenn ein Investor durch die Wahl bestimmter Anlagestrategien (zum Beispiel durch Leerverkäufe) von einer weiteren Talfahrt der Aktienkurse profitieren will. Für technische Analysten ist die Höhe der Short-Positionen zum Beispiel ein Indikator für die Dynamik einer möglichen Trendwende. Wenn sich Leerverkäufer bei einer Trendwende zum Beispiel mit den zuvor leerverkauften Aktien eindecken müssen, erhöhen sie so die Dynamik der Kurserholung. Dies sei z.B. in der vergangenen Woche geschehen, als sowohl der Dow Jones-Index als auch der Nasdaq-Index innerhalb eines Tages kräftig zulegten. Selbst dieser kräftige Kursanstieg habe nichts daran geändert, dass Wall Street noch immer sehr stark „überverkauft“ sei, sagt Ralph Bloch. Der Markttechniker sieht das kurzfristige Kursziel für den Dow-Jones-Index bei rund 10 300 Punkten. Auch für Technologie-Freaks findet er tröstende Worte: „Technologieaktien werden die nächste Rally anführen.“

Antworten
lackilu:

Leute,ohne Technologie,gehen wir zurück in die

 
10.04.01 22:12
Steinzeit,wir stehen erst am Anfang,seit ihr alle geblendet??? wenn es abgeht,dann ist Techno,an erster Stelle.wer es nicht glaubt, der lässt es eben. nur sollte er sich dann nicht ärgern,nicht dabei gewesen zu sein. und was sagt es Euch.macht euch eure eigenen Gedanken und lasst die Leute reden.von denen haben wir leider genug. es wird losgehen.....
Antworten
Auf neue Beiträge prüfen
Es gibt keine neuen Beiträge.


Börsen-Forum - Gesamtforum - Antwort einfügen - zum ersten Beitrag springen
--button_text--