Bis auf den letzten Satz stimme ich dir voll und ganz zu.
Finde den Schritt ebenfalls gut und konsequenz
"Buy American" und "Made in Germany". Beides Qualitätsmerkmale die für ein Image/Branding sehr wichtig sind.
Asbeck weiss ja selbst, dass Solarworld sich keine Qualitätsprobleme leisten kann, weil sonst die Strategie mit Premiumprodukten kollabiert. Das wäre der Supergau für Solarworld.
Siehe hier:
www.ftd.de/unternehmen/industrie/...t-asien-den-ruecken/60071695.html
29.06.2011, 20:54
Verkauf einer Fabrik Solarworld kehrt Asien den Rücken
Exklusiv Zwei Jahre nach der Eröffnung wird der Bonner Modulbauer sein Werk in Südkorea wieder los: Die Fabrik lohnte sich für Solarworld nicht. von Kathrin Werner
Hamburg
Gegen den Branchentrend zieht sich
Solarworld aus Asien zurück. Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung der Fabrik in Südkorea verkaufte der größte deutsche Modulbauer am Donnerstag seine Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen an den koreanischen Partner Solarpark.
"Es lohnt sich für uns einfach mehr, in Deutschland und den USA zu produzieren", sagte Konzernchef Frank Asbeck der FTD. Die Fabrik macht gut ein Fünftel der Produktionskapazitäten der Bonner aus.
Kursinformationen und Charts Die meisten anderen Solarunternehmen verlagern große Teile ihrer Produktion nach Asien, vor allem um dem extremen Preisverfall zu begegnen. Schott Solar hat Anfang des Jahres ein Joint Venture in China gegründet. Erst vor wenigen Tagen hatte Bosch angekündigt, 520 Mio. Euro in eine neue Solarfabrik in Malaysia zu stecken - eine der teuersten Fabrikinvestitionen der Konzerngeschichte.
Grund für Solarworlds Meinungsumschwung ist vor allem die Verschiebung der weltweiten Warenströme. Der Transport aus Europa oder den USA in die asiatischen Märkte koste nur halb so viel wie aus Asien in die andere Richtung, erläuterte Asbeck. Weil sonst die Handelsrouten eher aus Asien weg- als nach Asien hineingingen, würden Reeder niedrigere Preise akzeptieren, um nicht mit leeren Frachtern zu fahren. Die wachsende Nachfrage in Asien, für die die Fabrik in Seoul ursprünglich gegründet wurde, werde nun aus den beiden deutlich größeren Standorten in den USA und Deutschland bedient. "Wir hatten uns damals auch sehr viel mehr von dem südkoreanischen Markt versprochen", sagte Asbeck. "Er ist nicht so recht in Schwung gekommen."
Die Produktionskosten in den Fabriken in Deutschland und den USA habe Solarworld in den vergangenen Monaten stark gesenkt. Selbst dort machen Personalkosten weniger als zehn Prozent der Herstellung aus. "Die Transportkosten werden immer wichtiger", so Asbeck. "Zumal die Module aus Asien ja auch vier bis sechs Wochen unterwegs sind." Die Qualitätssicherung sei in Asien zudem schwerer - ein Problem, denn Solarworld versucht, mit besserer Qualität höhere Preise zu legitimieren.
2008 hatte Solarworld 15 Mio. Euro in die Fabrik investiert, die Produktionskapazität dann aber fast verdoppelt. "Wir haben mit der Fabrik drei Jahre lang gutes Geld verdient", sagte Asbeck. "Aber das heißt ja nicht, dass das so bleiben würde." Für den 50-Prozent-Anteil habe er nun "einen ordentlichen Gewinn" bekommen.