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Solarmarkt bleibt 2011 stark - wer sind die Gewinner?
Alfred Maydorn
Die Marktforscher von iSuppli erwarten auch für das kommende Jahr ein starkes Wachstum für die Solarbranche, wenngleich sie ihre Prognose leicht reduziert haben. Die chinesischen Anbieter bringen sich mit Kapazitätserweiterungen in Position.
Für 2010 hat iSuppli seine Prognose leicht erhöht. Statt ursprünglich 14,2 Gigawatt wird nun von einer weltweit neu installierten Gesamtleistung in Höhe von 15,8 Gigawatt ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs von 119 Prozent. Allerdings wurde die Erwartung für 2011 leicht reduziert: Von 20,1 auf 19,3 Gigawatt.
Fallende Modulpreise
Hauptgrund für die leicht reduzierte Prognose sind erwartete Kürzungen der Einspeisevergütungen in Frankreich, Belgien, Spanien und der Tschechischen Republik. Insbesondere in den ersten beiden Quartalen dürften die zuletzt recht stabilen Preise für Solarmodule unter Druck kommen. Im ersten Quartal wird mit Abschlägen von neun Prozent gerechnet, im zweiten Jahresviertel sollen es sechs Prozent werden.
Die niedrigeren Preise würden die Nachfrage dann aber wieder beleben, ähnlich wie in den letzten Jahren, in denen es ebenfalls zu Jahresbeginn einen kleinen Nachfrageeinbruch gegeben hatte.
China rüstet weiter auf
Die chinesischen Solarkonzerne sind bestens vorbereitet auf die guten Perspektiven im kommenden Jahr und erweitern unter Hochdruck ihre Produktionskapazitäten. Durch den Einsatz neuer Solarmaschinen, die leistungsstärkere Solarmodule zu niedrigeren Kosten produzieren können, dürften die Gewinnmargen trotz fallender Verkaufspreise unvermindert hoch bleiben.
So hat etwa Yingli Green Energy gerade bekannt gegeben, die Wirkungsgrade seiner Solarmodule durch den Einsatz neuerer Technologien in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Der technologische Vorsprung der deutschen Solarkonzerne dürfte so - sofern er überhaupt noch vorhanden ist - weiter zusammenschmelzen.
Der Trend setzt sich fort
Fazit: Die Solarbranche wird auch 2011 weiter wachsen, wenngleich mit geringerem Tempo. An der starken Marktstellung der chinesischen Solarfirmen wird sich wenig ändern - im Gegenteil, es ist zu erwarten, dass sie weitere Marktanteile hinzugewinnen. DER AKTIONÄR empfiehlt seinen Lesern weiterhin, deutsche Solarmodulhersteller zu meiden und auf die Chinesen zu setzen. Laufende Empfehlungen sind hier Renesola, Trina Solar und Yingli Green Energy.
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