denn wenn mann sich das Kaufangebot von F. Asbeck mal genau anschaut, bietet er zwar1 Mrd € für Opel Deutschland, gleichzeitig will er für die Übernahme der deutschen Arbeitsplätze 40.000,-€ je AP x 25.700 AP = 1,028 Mrd € obendrauf haben. Auf den ersten Blick also Opel von GM für umsonst. Das Problem liegt aber, mal abgesehen von GM's Freigabe, darin, daß Opel mehr Geld in Deutschland kostet als durch den Verkauf von Autos in D erlöst wird. Durch die gewachsene tiefe Verflechtung im GM-Konzern werden in D Dienstleistungen von Opel erbracht die GM weltweit im Konzern nutzt. Daher resultiert auch die 2 Mrd $ - Forderung an die Konzernmutter GM. Das Entwicklungszentrum in Rüsselsheim ist das zweitgrößte im GM-Konzern überhaupt. Von hier kommen die Entwicklungen für den Chevrolet Volt und andere E-Fahrzeuge. Und genau darauf hat Asbeck es abgesehen. Bei einer Herauslösung von Opel aus GM würde Opel in D Verluste von hunderten Mio. € p.a. einfahren. Dies würde dann zu Lasten von SW gehen und es wäre nur eine Frage der Zeit bis die noch vorhandene Nettoliquidität von ca 150 Mio € aufgebraucht ist.
Wie könnte (müsste) die Lösung aussehen ?
Nehmen wir an, Asbeck stellt die Produktion aller Benzin und Dieselmodelle von Heute auf Morgen ein und verkauft alle Restbestände. Weiterhin zahlt er allen Beschäfigten ein Jahresgehalt von 40.000 € abzüglich aller Sozialabgaben, also ca. 31.500,- für den Umbau aller Produktionsstandorte in D. Dann müßte Opel nach 12 Monaten jede Menge an E-Fahrzeugen verkaufen. Und zwar ein vielfaches mehr als jetzt konventionelle in D.
Wenn da nicht die Finanzkrise wär. Von der weltweiten Rezession und der bevorstehen Kreditkartenkrise ganz zu schweigen. Und was ist mit den 2 Mrd $ Forderungen an GM für die bisher geleistete Entwicklungsarbeit ?