PV-Markt wächst beständig
(Freiburg, 4.3.2002) Trotz der reduzierten Einspeisevergütung von 48,1 Cent/kWh, tiefen Temperaturen und massenweise Schnee gibt es auch im Januar und Februar eine stetige Nachfrage nach Solarstromanlagen.
Bei der KfW gingen im Januar 501 und im Februar 486 Anträge für zinsverbilligte Anträge im 100.000 Dächer-Programm ein, dies entspricht einer Leistung von etwa 2,1 MW bzw. 2,2 MW. Da noch einige Anträge aus dem Dezember ins neue Jahr übernommen wurden, konnte die KfW im Januar sogar Zusagen für PV-Anlagen mit 3,8 MW und im Februar mit 3,4 MW erteilen.
Die ungebrochene Nachfrage lässt die Branche sehr optimistisch ins Frühjahr starten. Es wird davon ausgegangen, dass die Antragszahlen wieder deutlich ansteigen, sobald die Frühjahrssonne an Kraft gewinnt. Der DFS sieht auf dieser Basis gute Chancen, dass das Ziel des 100.000 Dächer-Programms, in diesem Jahr 80 MW zu installieren, erreicht wird.
Detaillierte Daten zum 100.000 Dächer-Programm finden sich unter
www.dfs.solarfirmen.de.Quelle: DFS eV.
Europa produziert jetzt mehr Solarzellen als USA
(Berlin, 11.3.2002) Europäische Firmen produzierten im letzten Jahr erstmals mehr Solarzellen (24,6 Prozent) als ihre Konkurrenz in den Vereinigten Staaten (23,6 Prozent). Damit liegt Europa jetzt auf Platz zwei der Weltrangliste gleich hinter Japan (43 Prozent). Insgesamt wuchs die Produktionskapazität im Jahr 2001 um knapp 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Carsten Körnig, Geschäftsführer der Unternehmensvereinigung Solarwirtschaft e.V. (UVS) ist sicher: „Der Wettstreit um einen der wichtigsten Zukunftsmärkte, die weltweite Marktführerschaft in der Solarindustrie, verschärft sich zusehends. Europa liegt gut im Rennen, darf sich jedoch jetzt kein Boxenstopp leisten: Der Vorsprung zu den USA ist dünn. Überholspur für die europäischen Solarunternehmen ist das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb von Solaranlagen.“
Die deutsche Solarbranche mahnt, das erfolgreiche EEG in jedem Falle auch nach den Bundestagswahlen weiterzuführen. Die UVS empfiehlt es zudem europaweit zur Nachahmung. Nur so gäbe es eine Chance, mit der japanischen Konkurrenz mitzuhalten. Vier der zehn größten Solarzellenproduzenten kommen aus Japan (Sharp, Kyocera, Sanyo, Mitsubishi Electric). Dies und die o.g. Marktdaten sind Ergebnisse einer jüngsten Marktanalyse des Fachmagazins Photon International.
In Deutschland wurden im Jahr 2001 über 120.000 neue Solaranlagen installiert. Vor allem Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung verzeichneten einen starken Nachfrageschub. Im Jahr 2001 erzielte die deutsche Solarbranche einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (2000: 790 Millionen Euro). Sie zählt inzwischen rd. 20.000 Beschäftigte. Für dieses Jahr ist der Bau zahlreicher neuer Produktionsstätten in Deutschland geplant. In den nächsten zehn Jahren kann der Jahresumsatz nach UVS-Schätzungen auf rd. 10 Mrd. EUR und die Beschäftigtenzahl auf über 100.000 gesteigert werden.
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Die vollständige Marktübersicht ist in der Märzausgabe von PHOTON International abgedruckt.
Quelle: UVS e.V.