Danke für diesen sehr interessanten Beitrag. Zuallererst wünsch ich Dir gute Gesundheit, hoffe es geht Dir nach der OP wieder gut.
Meine schlimmsten Verluste hab ich durch Steinhoff erlitten, bin dort immer noch sechsstellig in den Miesen :-( Hoffe aber nach einem möglichen Rebound mit etwas Glück vielleicht sogar noch in den grünen Bereich zu kommen. Hab halt leider viel zu viel dort reingesteckt, und dann kam der große Knall (Bilanzskandal), und ich hatte von jetzt auf gleich einen Haufen Geld verloren. Ich hab dann verzweifelt weiter verbilligt (bei immer noch viel zu hohem Kurs). Hat aber nichts genützt, denn es fiel weiter, bis ich keine Kohle mehr hatte und das Minus noch höher als zuvor schon. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, jetzt sitz ich es halt aus. Aus heutiger Sicht kann ich sagen: immer noch besser Steinhoff als Wirecard oder Thomas Cook, dort wäre alles weg gewesen.
Ansonsten kann ich das nur bestätigen was Du schriebst. Meine größten Fehler waren (abgesehen von der Steinhoff-Nummer, wo ich einfach viel zu viel reingebuttert habe) immer die gleichen zwei. Entweder ich geriet ins Minus, und hab irgendwann die Nerven verloren und mit Verlust verkauft. Folge: irgendwann stieg es wieder, und ich wäre mit mehr Geduld sogar in die Gewinnzone gekommen (oft sogar signifikant). Oder aber: viel zu früh mit zu kleinem Gewinn verkauft. Mein (Negativ)-Paradebeispiel hierfür ist Infineon: Hatte dort den Mut, mich zweistellig einzudecken, als der Kurs bis auf 35 Cent fiel und sogar von Insolvenz die Rede war (ist schon lange her). Hatte 10.000 Aktien zu einem Mischkurs von ca. 45 Cent. Hab dann bei 3, 4 und 5 Euro alles weggehauen, da ich nie gedacht hätte, dass es nochmal so weit gehen könnte. Derzeit ist der Kurs ja bei ca. 35 Euro und niemand weiß, wie hoch er noch klettern wird. Könnte mich sonstwohin treten. Ich habe häufig die richtigen Aktien gehabt, aber leider zum völlig falschen Zeitpunkt verkauft. Darum hab ich mir geschworen: Nie wieder verkauf ich zu früh, und ich versuche auch, nie wieder im Minus zu verkaufen. Entweder im grünen Bereich oder gar nicht. Das werde ich jetzt auch bei Sundial so praktizieren. Zur Not nehm ich das Papier mit ins Grab ;-)