Also erstmal muss ich leider wieder etwas ironisch werden: Es bahnt sich wieder einer der inzwischen berüchtigten "grünen Freitage" an
Aber noch ist ja etwas Zeit, ohne großartige News heute dürfte es aber in den seit Monaten üblichen Schlusskurs münden (5,2 - 5,4 Cent).
Die Mail von Maxi Weiss hab ich auch erhalten (wurde ja hier schon diskutiert), da ich vor Monaten intensiveren Austausch mit ihm wegen meines möglichen Beitritts zum Musterverfahren gegen Steinhoff hatte und er insofern meine Mailadresse noch hatte. Nachdem er bzw. ein Kollege mir meine möglichen Gebühren (die sich ja an meinem entstandenen Schaden orientieren) präsentierte, hab ich dankend verzichtet (da mein Rechtsschutz dafür auch nicht aufkommen würde - hab ich hier ja schon mal ausführlich geschildert). Für mich galt seither bei TILP das, was der "Aktionär" bislang immer über unser Sorgenkind hier schrieb: "Finger weg !", da in meinen Augen totale Abzocke. Und dabei bleibt es weiterhin. TILP ist ja nicht der "Nabel der Klage-Welt" (auch wenn sie so tun, als seien sie das), es kann sich jeder Geschädigte an den Anwalt seines Vertrauens wenden und dann ebenfalls von einem möglichen Vergleich profitieren (kommt ihn vermutlich sogar günstiger). Zur heutigen Mail von TILP: da kann man viel hineininterpretieren. Die Anmeldefrist, bis wann Geschädigte ihre Ansprüche noch anmelden können, läuft meiner Meinung nach sogar noch bis ca. 6.2.20. Der Grund: der TILP-Musterkläger wurde am 6.8.19 bestimmt, und ab diesem Zeitpunkt begann die 6-Monatsfrist für Alt-Aktionäre zu laufen (Quelle: tilp.de/faelle/steinhoff-bilanzskandal/). Deswegen komme ich eigentlich dann auf den 6.2.20. Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Heißt das dann folgerichtig, dass wir vor dem 6.2.20 keinerlei Nachricht von Steinhoff oder TILP zu erwarten haben ? Ich denke nicht zwangsläufig. Meiner Meinung nach ist die Höhe der Entschädigung die Steinhoff zur Verfügung stellt (ob durch Aktien, Geld oder sonstwas) schon längst klar. Es gibt die Summe "X" und keinen Cent mehr. Wenn eine Mehrheit der Kläger (50% + x oder 2/3 Mehrheit, keine Ahnung) dem angebotenen Vergleich zustimmen, kann das sofort verkündet werden. Die paar Aktionäre, die sich dann im Nachgang noch bei TILP (oder beim Anwalt ihres Vertrauens) anmelden, spielen keine Rolle mehr, denn die überwältigende Mehrheit sitzt doch schon längst im Klage-Boot. Wenn dann noch ein paar dazukommen, wird die "Pro-Kopf-Summe" eben minimal kleiner. Insofern stehen die Kläger irgendwie auch untereinander in "Konkurrenz", wenn man so will. Und natürlich bekommt nicht jeder Kläger das Gleiche, hier geht es nach dem entstandenen Schaden. Und wieviel dann davon prozentuell wieder gut gemacht wird (vermutlich irgendwas zwischen 10 - 20 %) wird man dann sehen. Also: für Steinhoff ist es egal, ob jetzt noch ein paar Kläger im Endspurt dazu kommen, denn mehr als die Summe "x" wird es nicht geben. Das sind meine Gedanken zur Vergleichsproblematik.
Euch schon mal ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ! Und bitte allerspätestens im Januar die Verkündung der "Froh-Botschaft" durch Steinhoff und im Anschluss bitte endlich mal kräftig steigende Kurse ! Wir haben es uns verdammt noch mal sowas von verdient
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