Als Außenstehender ist es leicht gesagt. Ich tue es trotzdem:
Nach dem Abgang von Jooste im Dezember 2017 hätte Steinhoff schnell reagieren müssen.
- Schnell eine korrigierte Bilanz aufstellen. Notfalls mit Nacht- und Wochenendarbeit
- Um den Vertrauensverlust der Gläubiger zu verhindern hätte man so schnell so viel wie möglich Assets verkaufen müssen. Notfalls unter Wert.
Die Situation war vergleichbar mit einem Trader, der seinen Marginkredit überschritten hat und nun schnell reagieren muss: Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Wenn man mit Verlust verkauft, ist es bitter, aber manchmal geht es nicht anders.
Steinhoff hat den Schwerpunkt auf Aufklärung gesetzt. Ms. Sonn war ganz versessen darauf, alles bis ins letzte Detail aufzuklären. Der sündhaft teure Einsatz von PWC hat Steinhoff nichts gebracht. Im Gegenteil: Das Vertrauen der Gläubiger ging verloren, der Kurs ist ins Bodenlose gefallen. Der Kursverlauf hat Ms. Sonn Lügen gestraft.
Die Firma wurde in den Sand gesetzt. Den Kurs von 0,07 wieder auf 3 Euro zu bringen, dürfte verdammt schwierig sein.