Es schrieb Finanztrends am 01.12.2018:
«Steinhoff: Zahlen voraus!
Von Peter Niedermeyer, 1. Dezember 2018
Es kann in Bezug auf die Steinhoff International Holdings (kurz „Steinhoff“) gar nicht oft genug gesagt werden: Eine seriöse Analyse der Aktie ist im Grunde erst dann möglich, wenn zuverlässige = geprüfte Geschäftszahlen vorliegen. Wenn nicht klar ist, was die Assets im Bestand eigentlich wert sind und wie sich Kennzahlen wie Ebitda oder Cash Flow entwickelt haben – wie soll dann mit Hilfe der Fundamental-Analyse bestimmt werden, ob der aktuelle Kurs der Aktie untertrieben, fair oder übertrieben ist?»
Meine Meinung dazu:
Es ist wie immer der gleiche negative Schwachsinn:
Ich kann mich an keinen einzigen Artikel (von auch nur irgendeinem Journalisten) von Finanztrends erinnern, wo gesagt wurde, dass man sich seriöser Weise erst dann zu Steinhoff äußern könne, wenn die Zahlen vorliegen. Nein, stattdessen wurden immer unbelegte Untergangsszenarien, die aus einer tiefverankerten Negativeistellung herrühren müssen, veröffentlicht. Auch heute wieder! Von Finanztrends habe ich noch nie eine Fundamentalanalyse von irgendeiner Aktiengesellschaft, die auf Zahlen basiert, gelesen.
So ist auch die grundsätzlich subjektive und negative Einstellung aus den weiteren Worten leicht erkennbar, wenn man sieht, dass alles infrage gestellt wird, nämlich wann genau werden (endlich) die Zahlen kommen, gibt es wieder eine Terminverschiebung?
Weiter heißt es im Bericht:
«Und bekanntlich könnte es dazu bald – endlich – ein Update geben: Denn Steinhoff will bekanntlich im Dezember die geprüften Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorlegen. Wann genau – das wird sich zeigen.»
Meine Meinung:
Wieso «könnte» es ein Update geben? Ist ein Monat nicht Zeit genug?
Weiter heißt es im Bericht:
«Steinhoff: Bringt der Monat Dezember endlich die lange erwarteten Geschäftszahlen?»
Meine Ansicht dazu:
«Endlich» und «lange erwartet». Schon lange weiß ich, dass die Zahlen von Steinhoff erst Ende des Jahres kommen sollen, worauf wartet Finanztrends denn schon so lange, also bis heute?
Weiter heißt es im Artikel:
«Am 1. Dezember oder am 31. Dezember? Beides wäre nach der Ankündigung „im Dezember“ möglich.»
Meine Frage:
Wo steht das, dass es nur möglich und nicht sehr wahrscheinlich oder sicher ist?
Und dann der dickste Hammer:
«Oder werden wir bei Steinhoff wieder einmal eine Terminverschiebung sehen? Das wäre hier bekanntlich nicht das erste Mal, dass ein Termin verschoben wird. Es sieht so aus, als ob sich der Kurs der Aktie im Vorfeld im Bereich von ca. 12 Cents je Aktie mehr oder weniger stabilisiert hat. Doch je nachdem, wie die Zahlen (und Ausblick?) ausfallen, könnte es sehr bald zu deutlichen Kursbewegungen kommen.»
Meine Ansicht dazu:
Es ist immer wieder dasselbe mit Finanztrends:
Wie schon der Name zu erkennen gibt, sollte sich der Verlag mit Trends aus der Finanzwelt befassen. Und das sollte wertfrei und neutral, also objektiv erfolgen. Aber wozu brauchen wir überhaupt Trendanalysen? Um zu sehen, wie sich ein Aktienkurs in der Vergangenheit bewegt hat? Um etwa daraus ableiten zu können, wie er sich zukünftig entwickeln wird?
Soviel Schwachsinn! Jeder weiß doch inzwischen, wie heute Aktienkurse zustande kommen, nämlich durch mit Algorithmen gefütterte Computerprogramme, also Maschinen, eingesetzt von allen Arten von Vermögensverwaltern, Banken, Fonds und Leerverkäufern.
Daher liebe Autoren von Finanztrends: Versucht doch einmal, zumindest in der Vorweihnachtszeit an Steinhoff ein paar gute Haare zu lassen, denn schließlich sollten die Menschen sich Hoffnung und Freude machen.