Danke für deine Einschätzung, welche ich ebenfalls absolut Teile.
1. Meine Meinung nach den Anhörungen war ebenfalls, dass die südafrikanischen Regulatoren im Zweifelsfall alles dafür tun werden, dass Steinhoff überlebt. Wichtig dabei ist, dass die Restrukturierung sich laut letztem Investor Kommunikee unterhalb der NV abspielen wird, also sowohl in der finanziellen Restrukturierung als auch in der organisatorischen. Implizit rettet man dadurch nicht lediglich die südafrikanischen Wähler / Angestellten, sondern ebenfalls die europäischen / internationalen Investoren.
2. An anderer Stelle hatte ich ebenfalls bereits geschrieben: Durch die aktuelle Struktur sehe ich es als weitestgehend ausgeschlossen, dass es in absehbarer eine Kapitalerhöhung gibt, solange der Kurs nicht (hypothetische) 1-2 Euro sieht:
a) PIC hat bereits Verluste eingefahren, steht bei -80-90% (?) und soll dem Wähler erklären nochmals nachzuschiessen, bevor man die Fremdkapitalgeber soweit es geht in die Pflicht genommen hat; Bezweifel ich stark
b) PIC muss bei einer Kapitalerhöhung de facto mitzeichnen, um nicht verwässert zu werden (und somit geringeren Anspruch auf etwaige Dividendenströme zu haben); Bezweifel ich ebenfalls stark
-> Für realistisch halte ich wenn es nochmals kritisch werden sollte, entweder eine Unterstützung in Form eines zinslosen Darlehens, oder strukturiert als Form eines Shareholder Loans, den man ggf. als Eigenkapital ausweisen kann (weiß nicht aus dem Stehgreif wie hierzu die Richtlinien in NL / ZA sind), und welcher als PIK Struktur mit geringem Zins strukturiert wäre, um die Verschuldungs-Kennzahlen nicht negativ zu beeinflussen.
Persönliche Meinung, keine Empfehlung.