as mit dem "mit einem Bein im Gefängnis" stehen - das tun sehr viele Manager. Das ist auch kein Druckmittel für viele Manager. Wenn man andauernd mit so einer Gefahr leben muss, dann wird diese Gefahr zur Routine und wird ausgeblendet. PwC? Nun, die sind bestechlich. Für 30 Mio Euro kann man ja mal ein paar Bauernopfer bringen, wenn es denn gar nicht mehr anders geht. Die Vereinbarungen, die da unterschrieben wurden mit PwC... die möchte hier bestimmt keiner auch nur mit der Kneifzange anfassen. Und man glaubt nicht, wie dehnbar Gesetzesauslegungen manchmal sind. Wie viele höchstrichterliche Urteile gibt es alleine in Deutschland, die manchmal genau das Gegenteil von dem entscheiden, was in dem konkreten Gesetz steht, weil in einem anderen Gesetz etwas völlig anderes steht? Unser System des Rechts, worauf sich so viele sehr viel einbilden, ist doch schon längst marodiert und nicht mehr kalkulierbar. Man kann schon lange nicht mehr von einem Rechtsstaat sprechen, sondern von einer vogelfreien Gesellschaft. Urteile, die nach 8 - 12 Jahren zu irgendwelchen Themen getroffen werden... so etwas ist kein Rechtsstaat mehr, sondern so etwas ist der Beginn einer Katastrophe (heißt in Deutschland AfD). Darum: das Risiko, ins Gefängnis zu kommen, ist grundsätzlich gegeben, völlig egal, wie man sich verhält. Das Glück, nicht ins Gefängnis zu kommen, ist genau so hoch von der Wahrscheinlichkeit her. Also was soll´s? Man muss sich halt so absichern, dass man das Risiko kleinhält. Aber ausschließen kann man solche Risiken nie hundertprozentig. Daher werden wir sehen, wohin die Dinge Steinhoff bringen. Es ist grundsätzlich alles vorstellbar... wobei ich denke, dass viel zu viel Geld im Spiel ist, um Steinhoff insolvent gehen zu lassen. Menschen bringen andere Menschen manchmal für 10 Euro um. Wieso sollte also bei Milliarden, die auf dem Spiel stehen, Steinhoff zerschlagen werden? Da werden viel zu viele Mitspieler in dem Spiel viel zu viel verlieren. Und da gibt es halt auch Herrschaften drunter, die sich dann nicht groß zurückhalten werden in gewissen Strafausübungen, die nicht unbedingt durch Gerichte angeordnet wurden. Dieses Risiko ist doch viel höher einzuschätzen, als das Risiko, dass ein Gericht jahre- oder jahrzehntelang herumpetert, bevor es dann zu einem Urteil kommt, welches noch nicht einmal für das Gericht befriedigend ist. Schaut auf den NSU-Prozess. Fünf Jahre hat Herr Götzl probiert, die Dinge zu beleuchten. Und was ist herausgekommen? Unbeantwortete Fragen, die dazu führen, dass, egal wie das Urteil ausfällt, dieses Urteil wohl kaum den Kern der Sache treffen wird. Das ist dann unser so viel und oft gelobter Rechtsstaat... der hat sowas von verloren, dass es einen sprachlos macht. Das gesunde Rechtsempfinden von Bürgern (die ja letztlich dieses Recht tolerieren und akzeptieren müssen) wird ignoriert. Wenn aber die Experten nicht in der Lage sind, echtes Recht zu sprechen, sondern nur das Recht, welches in Gesetzen steht, anzuwenden (und das dann auch noch dilettantisch tun), wie kommt dann hier einer auf die Idee, dass es bei Steinhoff legal zugehen könnte? Die Bilanzen... ja, Jooste war ein Bilanzkünstler. Aber wieso sollte Jooste bei den Bilanzen der Steinhoff-Töchter seine Finger davon weggelassen haben, so dass diese Bilanzen in Ordnung sind? Wie kommt man auf solche Ideen? Wie kann man behaupten, dass Conforama Geld verdient oder verliert? Das wissen doch zur Zeit noch nicht einmal die Beteiligten selber! Klar, man sieht die Kontensalden auf Bankkonten. Die sind ja eindeutig. Man kann also sagen, ob es Liquiditätsprobleme gibt oder ob es sie nicht gibt. Aber das war es dann auch schon. Die ganzen Auswüchse gerade bei großen Unternehmen sind von Managern doch schon lange nicht mehr überschaubar. Wie kompliziert ist doch die Rechtsmaterie für jeden einzelnen Buchungsvorfall geworden... und wie soll da eine korrekte Buchführung funktionieren, wenn das Unternehmen eine gewisse Größenordnung überschreitet? Das ist irgendwo auch immer ein Tänzchen auf dem Vulkan, was Manager da hinlegen. Insofern denke ich, dass die Managergehälter nicht überhöht sind, sondern schlicht das Risiko abdecken, welches auftritt, wenn so ein Vulkan mal ausbricht. Und im Fall von Thomas Middelhoff hat die Risikoprämie seine Pleite nicht verhindern können... es war zu wenig an Risikoprämie bezahlt worden. Sicherlich werden Manager auch probieren, sich illegal zu bereichern, ohne dass man ihnen etwas anhaben kann. Das ist aber nicht verwerflich, sondern menschlich. Die Gutmenschen sind in der Menschheit deutlich in der Unterzahl. Darum: wie sich der Kurs von Steinhoff entwickelt, ist eindeutig. Es wird langfristig nach oben gehen, weil eine Insolvenz von Steinhoff zu viele Menschenleben kosten könnte
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