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Steinhoff International Holdings N.V.


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Steinhoff Int. Hol. kein aktueller Kurs verfügbar
 
himself81:

Gründe: EK Anpassung 11,5 Mrd. €

6
01.04.18 19:24

Danke für das reichliche Feedback. Erstmal möchte ich die EK Anpassung begründen, auf die anderen Punkte gehe ich später oder morgen noch ein. Dabei muss ich noch betonen, dass ich hier immer noch mit einem dicken Daumen bewertet habe (mangels verlässlicher Informationen ist dies aber nicht unbedingt ein Nachteil).


Es ist dringend davon auszugehen, dass ein wirklich gründliches Bereinigen der Bilanzen erfolgt. Es kommt alles auf den Tisch, sodass die testierten Bilanzen nicht mehr angreifbar sein werden.
Das neue Management wird die tiefroten Zahlen für 2017 natürlich den Vorgängern zulasten, dafür ist die Basis für neue und bessere Ergebnisse und Zahlen entsprechend besser! Im Grunde bedeutet dies, dass die bisher verzögerten Abschreibungen auf einen Schlag erledigt werden, wir dafür in Zukunft eher unterdurchschnittliche Aufwände für Abschreibungen verzeichnen dürfen.

Folgende Quellen kann ich in diesem Zusammenhang empfehlen:







Tricks für legale Bilanzmanipulation: https://diyinvestor.de/bilanzmanipulation/

Goodwill-Impairment: Auswirkungen des Impairment-only-Ansatzes: http://www.zora.uzh.ch/id/eprint/62160/1/Goodwill-Impairment.pdf

Ausgehend von diesen Quellen und den letzten Zukäufen gestehe ich also nicht mehr als 2 Mrd. € als Goodwill für das Konglomerat Steinhoff zu. Im Jahresabschluss 2016 sind da noch 9,2 Mrd. € verzeichnet. Im Halbjahresbericht 2017 wird der Goodwill leider nicht mehr getrennt aufgeschlüsselt, jedoch steigt die Summe aus Goodwill und intangible assets um weitere 1,2 Mrd. € an. In Summe gehe ich hier daher von einer Goodwill-Abschreibung von ca. 8 Mrd. € aus. Welchen Anteil z.B. Poco trägt, spielt bei den Summen dann keine wesentliche Rolle mehr und beeinflusst die Gesamtschätzung nur um einige %.

Des weiteren ist der Punkt im Viceroy-Report für mich plausibel, dass der Posten "trade and other receivables" zum Großteil abgeschrieben werden muss. Das bedeutet weitere 1,7 Mrd. € von 1,8 Mrd. € aus dem HJ2017-Bericht.

Die letzten 1,7 Mrd. € Abschreibung verteilen sich auf die weiteren beweglichen und unbeweglichen Asset-Posten, wobei ich hier noch die größte Differenz bei den "Inventories" ausmache, da ich schlichtweg davon ausgehe, dass die Waren nicht nach dem Niedrigstwertprinzip bewertet wurden. Einzelstücke, Ausläufer und Austellungsstücke sind nur mit einem Bruchteil des ursprünglichen EK zu bewerten. Bilanztechnisch können die Unternehmen aber z.T. den vollen VK ansetzen (hier im Thread wurde kürzlich ein interessantes Video zu diesem Thema verlinkt "Frisieren von Bilanzen").

Wie betont wird ein neues Management grundsätzlich niedrigere Einschätzungen unterstützen, wo diese nicht eindeutig bewertbar sind oder gewissen Schwankungen oder Ermessungspielräumen unterlegen. Vorausgesetzt sie bringen damit das Unternehmen nicht zu Fall...

Zudem ärgere ich mich über die große Intransparenz der Berichte von Steinhoff - selbst kleinere Unternehmen beherrschen dies wesentlich besser und machen keinen bunten Werbeprospekt aus den Jahresabschlussberichten. Dies ist ein zusätzlicher mentaler Grund für die Größenordnung meiner Abwertungen.

Sollten meine Abschätzungen zu pessimistisch sein, dann lag ich zwar falsch, freue mich aber verstärkt über meine Investition :-)

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#50027

Saravol:

Himself und Stroh

 
01.04.18 19:40
Hallo Ihr, zunächst vielen Dank für eure Mühen. Aber ich sage nur eines...wir wissen gar nichts. Habt ihr die einzelnen Bewertungen, welche vorgenommen wurden, in den Händen?  Schreibe gerade mit jemandem sehr interessanten zu diesem Thema. Bewertung ist teilweise sehr subjektiv. Es geht ja um den gemeinen Wert. Was wäre ein anderer bereit für eine Ware oder eine Firma zu zahlen. Und wer weiss das schon. Bewertungen sind solang zutreffend bis man sie nicht mehr begründen kann.
Antworten
himself81:

Hai

 
01.04.18 19:41
Ob etwas gut klingt, sollte bei einem Investment keine Rolle spielen. Alles andere ist nur Wunschträumerei.
Antworten
StrohimKopp:

Der gemeine Wert ....

3
01.04.18 19:46
... ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Darum geht es hier jedoch nicht.

Ich sehe hier vielmehr eine Frage der Bilnazpolitik: Packt man alle denkbaren Risiken in die Bilanzen der Vorjahre rein, schreibt damit aber das EK in den Keller, oder man behält einen Teil als stille Last in der Bilanz. Mit der folge, dass die Kreditgeber eher geneigt sind, Kredite zu geben, dafür aber die Eigentümer fortan schlechtere Ergebnisse hinnehmen müssen. Zumindest so lange, bis die stillen Lasten abgebaut sind.

Tendenziell halte ich die zweite Möglichkeit für die Steinhoff Aktionäre für die günstigere. Es sei denn, man ist auf einen schnellen Kursgewinn aus, wenn man die Aktien auf Basis eines guten EPS-Resultats schnell verkaufen will.

Die langfristig orientierten Investoren, die auch eher im Aufsichtsrat vertreten sind als die Kleinaktionäre, werden ihre Entscheidung jedenfalls zugunsten der zweiten alternative treffen.
Antworten
Saarlänna:

Diskussion über Abschreibungen

7
01.04.18 19:52
Was ich bei der Diskussion etwas vermisse ist, dass durch den sehr erfolgreichen Börsengang von STAR (immerhin 5 Mrd Euro), der ja erst letzten September erfolgte, wahrscheinlich erhebliche stille Reserven gehoben wurden. Das bedeutet, dass den Abschreibungen hierdurch möglicherweise nicht unbedeutende Zuschreibungen gegenüberstehen, sodass letztendlich das Eigenkapital deutlich höher sein könnte als von vielen befürchtet!
Antworten
himself81:

Saravol

4
01.04.18 19:56
Genau damit triffst Du den wunden Punkt: Die Darstellungen von Steinhoff, wie exakt eine Bewertung zustande kommt, sind weder detailliert noch irgendwie sonderlich transparent. Damit ist aus meiner Sicht eine verstärkte Abwertung zu begründen und auch zu befürchten!

Und genau die Subjektivität von Bewertungen habe ich versucht im letzten Beitrag zu erwähnen: Unter neuem Management werden alle Altlasten bereinigt und eine neue Bilanz wird "objektiv" keine weiteren Abwertungen oder Abschreibungen zulassen. Sonst wird ein vielleicht gerade neu gewonnenes Vertrauen der Anleger unwiederbringlich zerstört und das neue Management angreifbar gemacht. Das möchte niemand. Solange es finanziell in der Gesamtbewertung tragbar ist, werden also höchstmögliche Abschreibungen gemacht. Und dieses Niedrigstwertprinzip wird ein Herr Jooste sicherlich nicht ausgereizt haben, da es ja sein Nachteil gewesen wäre... den neuen CEO wird das erstmal nicht kümmern und eine neue, niedrigere Basis erschaffen lassen. Dann ist es ebenso einfacher, erste Erfolge zu verbuchen.

Das ist alles menschlich und buchhalterisch begründbar.

Um überhaupt bei dieser Informationslage die Investition in Steinhoff begründen zu können, muss ich zwangsweise erstmal vom schlechteren Fall ausgehen und danach sehen, ob diese weiterhin gerechtfertigt ist/wäre. Ansonsten verlasse ich mich auf ein Glücksspiel.
Antworten
TATE:

Ist mir doch alles egal

 
01.04.18 20:03
Leute bei 0,80€ bin ich raus so oder so
Antworten
Saravol:

Him

2
01.04.18 20:12
Genau! Natürlich muss man sein invest bewerten und macht sich selbst ein Bild. Der eine verlässt sich auf sein Glück, ein weiterer errechnet den schlimmstmöglichen Fall. Beides legitim. Natürlich kommen äussere Faktoren noch hinzu, welche die Situation komplett verändern können. Das Beispiel Banken. Egal wie schlimm es in den Bilanzen aussieht besteht dennoch die Möglichkeit, dass die Banken weiter mit sh zusammen arbeiten.
Nicht zu vergessen, wie ein Vorredner schrieb, ist die Möglichkeit, dass aktiva auch nach oben anzupassen wären.

Wir tappen alle im Dunkeln, denn sollte beschönigt worden sein, wissen wir immernoch nicht, zu welchem Zweck.

Wie aber bereits mehrfach geschrieben wurde, ist der aktuelle Kurs, auch bei worst case ein Witz!

Ist doch auch ganz klar, dass sh erst wieder vertrauen aufbauen muss. Meiner Meinung nach ist sh dabei und sie werden den teufel tun durch voreilige Ankündigungen wieder zu stagnieren. Es werden zahlen kommen im Juni, vllt noch vorher, aber diese werden Hand und Fuß haben.
Antworten
himself81:

Saarlänna

 
01.04.18 20:23
Das hängt natürlich davon ab, wie STAR in den Bilanzen von Steinhoff bewertet wird. Ein Kurswert schwankt ziemlich stark und kann eine intrinsiche Bewertung über- oder unterbieten. Ich frage mich außerdem, ob ein Goodwill anhand von Ertragswertrechnungen sinnvoll ist, wenn die physischen Assets sowie die realen Erträge ohnehin ständig einfließen. Das ist doppelt gemoppelt aber an vielen Stellen gesetzlich so gewollt.

Für mich ist die Bewertung von STAR absurd. Der Goodwill von STAR selbst beträgt 49% der Bilanzsumme! Wie soll das begründbar sein? Vielleicht lehne ich mich zu weit aus dem Fenster, aber in diesem Gesamt-Gebilde von Steinhoff International N.V. muss noch an etlichen Stellen Luft entweichen!

Antworten
H731400:

Ihr vergesst etwas

 
01.04.18 20:29
Genauso wie Ahold und alle anderen Firmen die beschissen haben wird SH verklagt !
Deswegen glaube ich nicht das man radikal abschreibt ! Deloitte würde auch dumm dastehen !
Dann hätten sie einen anderen WP genommen ! Es geht um Schadensbegrenzung und Neuanfang, außerdem ist das Star Aktienpaket schon 3,7 Mrd wert und beim Börsengang am 15.9.2017 hatte man 1 Mrd eingenommen. Es wurde hier auch mal etwas von Immobilien gepostet Europa 2.: Mrd oder so...

Also 6 Mrd EK halte ich für einen Witz !
Antworten
himself81:

Saravol

 
01.04.18 20:32

Sehe das so ähnlich wie Du.

Den Zweck der Bilanzbeschönigung kann man sich sehr gut ausrechnen, aber auch hier ist er nochmal erwähnt (siehe Abschnitt "Gründe für Bilanzmanipulation"):
https://diyinvestor.de/bilanzmanipulation/

Wenn man sich dann noch in die Person M. Jooste hineinversetzt, so dürfte ein klares Bild entstehen wie und warum dieser "Sauhaufen" entstanden ist.

Antworten
bernd238:

Zukunft der Holding und somit des Aktienkurses

2
01.04.18 20:32
Werden die einzelnen Unternehmen von Steinhoff überleben?
Ja, die meisten werden überleben, einige werden verkauft und einige werden aufgelöst bzw. abgewickelt werden.
Wird die Holding überleben und somit die Aktie?
Die Holding wird nach dem Veröffentlichen der Bilanz mit Schadensersatzklagen der Altaktionäre in Milliardenhöhe überzogen (Bilanzbetrug der letzten Jahre und Prospekthaftung vom Börsengang 2015), so etwas überlebt keine angeschlagene AG und deshalb wird die Holding im Sanierungsverfahren platt gemacht um sich dem Ganzen zu entziehen und obendrauf den Grundwert der ausgegebenen Aktien noch als Eigenkapital einzuverleiben.
Nochmal in Kurzform: Die Firmenteile werden überleben aber nicht die Aktie!
Antworten
himself81:

H....

 
01.04.18 20:36
Der User StrohimKopp hat es sehr gut ausgedrückt: Letztlich ist die Frage der Abschreibung durch die Bilanzpolitik zu bewerten.

Immobilien können nicht plötzlich auftauchen, diese sind bereits Bestandteil der intangible assets. Und ehrlicherweise habe ich keine Hoffung, dass darin stille Reserven verborgen sind. Eine höhere Bewertungsmöglichkeit z.B. aufgrund höherer Immobilienpreise wird bereits eingeflossen sein.
Antworten
Saarlänna:

@Him

 
01.04.18 20:44
Bzgl. der Immobilienwerte muss ich Dich korrigieren. Abgesehen von den Grundstücken werden Immobilien durchgehend abgeschrieben, auch wenn im Rahmen von neuen Wertgutachten Wertaufholungen erfolgen können.
Das heißt, dass durchaus beachtliche stille Reserven im Immobilienportfolio vorhanden sein können.
Antworten
himself81:

Nochmal Vergleich Ahold

 
01.04.18 20:49
Ahold hat bei nur einer größeren, fehlgeschlagenen Übernahme 55% EK abschreiben müssen. Bei Steinhoff ist leider im schlimmeren Fall von einer gewissen systematischen Beschönigung über etliche Jahre auszugehen. 55% von 16,5 Mrd. € EK wäre alleine eine Abschreibung von über 9 Mrd. €.

Hinzu kommen noch zwischenzeitliche Verkäufe, welche zwar Schulden senken sollten, aber natürlich ebenso das EK verringern. Daher gehe ich davon aus, dass das korrigierte EK im Jahr 2018 deutlich näher an 5 Mrd. € als an 10 Mrd. € stehen wird.
Antworten
H731400:

H....

 
01.04.18 20:52
Am 28.2. wurde beim Trading Update berichtet das etwas mehr als 6 Mrd Bilanzpositionen neu bewertet werden, nicht abgeschrieben sondern neu bewertet ! Deswegen würden mich 8-9 Mrd Abschreibungen etwas überraschen. Nur der Star Anteil ist 3,65 Mrd wert, Tendenz eher steigend !  
Antworten
himself81:

Saarlänna

 
01.04.18 20:55
Ja, in der Theorie sollte das möglich sein. Allerdings vermute ich, dass so ein alter Hase wie der Jooste dieses Potential bereits vom CFO hat heben lassen.
Antworten
Fun_trader99:

Kommentar meinerseits zu obigenBilanzbetrachtungen

8
01.04.18 21:00
Es geht laut offiziellen Angaben von Steinhoff bei den Bilanzunregelmässigkeiten um:
-Central Europe Assets! Es geht somit nicht um Südafrika, USA, Australasien und je nachdem wie man Central Europe auffasst vermutlich auch nicht um UK!

- Es geht um Probleme im Zusammenhang mit Loans, Investments und Cash Equivalents, die zu überhöhten Darstellung von Profiten geführt haben.

- Aufgrund dieser überhöhten Profite offiziell bisher nur (!) im Householdgood Segment ist in diesem Bereichen mit einem Impairment (sprich Wertminderung der Assets) zu rechnen!

So, jetzt könnt ihr mal die obigen Infos kombinieren und dann werdet ihr erkennen, dass beim Goodwill nicht zu 90% betrogen wurde ;-).

Achso und übrigens, von den in Frage gestellten 16 Mrd€ Goodwill und Intagible Assets per 30.6.2016 sind 4 Mrd€ bereits testiert und bestätigt bei STAR gelandet, nachzulesen in deren Bilanz vom 30.9.2017. Das zum Thema, es bleiben nur noch 2 Mrd€ Goodwill übrig...

So und jetzt gibt es noch die Information, dass STAR für nicht mal ein Viertel der Gesamtumsätze bei ca. 400 Mio€ Gewinn sorgt! Warum sollen etwa 75% (bezogen auf den Umsatz, Gewinne leider aktuell nicht verlässlich) von Steinhoff keinen weiteren Goodwill + Intagible Assets haben dürfen?
Antworten
Saravol:

Wow

 
01.04.18 21:07
Bin grad richtig geflasht von der Diskussion.... keine Ahnung wann es das letzte mal so informativ war.

Leider gehen für neue Leser viele liebe Infos und tolle Ideen verloren.

Freue mich auf eine grüne Woche mit der einen oder anderen Info von sh.

Wenn ich es mir wünschen dürfte... Banken öffnen wieder Kreditlinien und Rückzahlung von Star damit die Verbindlichkeiten in 2018 bezahlt werden können.

Schönen Sonntag noch
Antworten
H731400:

himself81

 
01.04.18 21:14
Ich war der 1. hier der den Ahold Fall gepostet hat ! Du vergleichst Äpfel mit Birnen.

Aber Ahold hatte „als learning“ 4,8 Mrd EK noch und oder 15 Mrd Schulden (müßte jetzt nachschauen) und selbst die haben die Kurve bekommen.

Was mich nur bei SH stark wundert ist der Kurs der sich gezwanzigstelt hat, das gab es fast noch nie ! Nur bei Insolvenz, die sehe ich nicht.

Gut Wieses Zwangsverkauf etc sind auch besondere Schmankel :-))

Trotzdem die nur 23 Cent sind unglaublich !!!!! Ahold hatte vor dem Fall eine EK Quote von nur 20% danach noch 10% ! Das sieht bei SH alles ganz anders aus....
Antworten
Viking:

@092 Himself

 
01.04.18 21:15
Zitat:
"Des weiteren ist der Punkt im Viceroy-Report für mich plausibel, dass der Posten "trade and other receivables" zum Großteil abgeschrieben werden muss. Das bedeutet weitere 1,7 Mrd. ? von 1,8 Mrd. ? aus dem HJ2017-Bericht.

Die letzten 1,7 Mrd. ? Abschreibung verteilen sich auf die weiteren beweglichen und unbeweglichen Asset-Posten, wobei ich hier noch die größte Differenz bei den "Inventories" ausmache, da ich schlichtweg davon ausgehe, dass die Waren nicht nach dem Niedrigstwertprinzip bewertet wurden. Einzelstücke, Ausläufer und Austellungsstücke sind nur mit einem Bruchteil des ursprünglichen EK zu bewerten. Bilanztechnisch können die Unternehmen aber z.T. den vollen VK ansetzen.."


-> Das ist mir neu. In meiner GmbH-Bilanz muss das Inventar mit Netto-EK angegeben werden. Kann man noch runter rechnen indem man Skonto-Zahlungsziele reinrechnet, oder eben Abschläge für Ausläufer oder ganz alte Kollektionen.
Wir können z.b. Ware, die älter als 5 Jahre ist, mit Wert "0" ansetzen.
Du schreibst SNH könnte den vollen VK als Inventur -Wert bilanzieren, also lt. Durchschnitts-Kalkulation das 4 bis 5 Fache (dank vertikaler Struktur satte Kalku), das halte ich für Unsinn. Somit fällt mMn nach eine Abschreibung von ca. 1,5mrd bei Inventories NICHT an.

... Ansonsten interessante Gesichtspunkte, in meinen Augen etwas zu pessimistisch was EK und Abschreibungen auf Goodwill angeht. Dieser Punkt wird nur bei den neuesten,
überteuerten Übernahmen (z.b. Matress) ins Gewicht fallen.
Beim Börsengang von STAR wurde der Preis eher vom Markt (Nachfrage) gestaltet,
denke nicht, daß Jooste hier großen Spielraum für Überbewertung hatte.
Ergo ist dieser Core-Asset von SNH alleine schon Beweis genug, daß Deine 6mrd EK von SNH viel zu niedrig angesetzt sind.  
Antworten
__Dagobert:

Haftungen in mrd höhe

 
01.04.18 21:27
Wird es nicht geben. Sie werden unter Umständen nicht alles so abwerten wie von euch angenommen, denn dann würden sie einen möglichen schaden maximieren. Dass bei jooste einiges hängen bleibt ist klsr, aber das werden sie nicht zu einem Maximum bringen, sondern sogar eher bemüht sein, es nicht als Bilanzbetrug darzustellen, sondern noch im Rahmen des Erlaubten. Bei Jooste wird Insiderhandel hängen bleiben, für welchen er mal eben sein gesamtes Vermögen an shf überweisen wird und sonst vielleicht gar nichts weiteres. Jedenfalls würde ich das an deren Stelle machen. Die wollen ja alle ihren Job weiterhin haben und nicht das Unternehmen erledigen.
Antworten
Lazoman:

bernd238

 
01.04.18 21:30
Dein Beitrag finde ich interessant..
Theoretisch würde man so davon gut rauskommen.
Aber wer kann diese Entscheidung treffen ? Der Vorstand ?
Antworten
himself81:

Bilanzbetrachtungen

2
01.04.18 21:34
@ Fun_trader99:
Sehr informative Zusammenfassung. Wobei hier Sonn nur auf den Stand im Dezember referenziert.

Ich gehe nunmal verstärkt von einer Worst-Case Betrachtung aus, da keine weiteren Informationen vorliegen:
Was ist, wenn STAR genauso geschönt wurde wie Steinhoff International? Die Bilanzen lassen auch Gemeinsamkeiten erkennen.

STAR soll 18 Jahre in Folge zweistellige organische Zuwachsraten bei Gewinn und Umsatz erreicht haben. Ohne Einbrüche. Ein Gewinnwert alleine sagt erstmal wenig aus, dieser ist über die Bilanzen beeinflussbar.

Ich frage mich einfach nur, wie Steinhoff zu 17,7 Mrd. € an Goodwill und intangible assets kommt (HJ2017). Im Endbericht 2016 stehen die Daten zum Impairment-Test, dennoch halte ich diese Gesamtsumme für deutlich zu hoch. Hat hier jemand Erfahrung mit der Validierung von Impairment-Modellen?

STAR wurde zuletzt testiert, jedoch "unqualified", auch die früheren Steinhoff Reports waren alle testiert. Daher würde ich mich heute nicht unbedingt darauf verlassen.

@ Viking:
Nicht die gesamten 1,7 Mrd. € ordne ich den Abschreibungen bei inventories zu. Lass es 200-300 Mio. € sein für Werte, die noch überhöht Inventar stehen, aber eigentlich bereits zum Schrott gehören.
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