Ganz großes Kino! Steinhoff pfeift auf Corona, das Theater spielt vor zig-Tausend Zuschauern. Die Mitspieler sind meist Statisten und rennen den Tonangebern hinterher. Der Zocker ist der King, er lebt von Differenzen, ganz egal ob von oben oder von unten, alles völlig wertfrei.
Solange sich Steinhoff in diesen Pennystock-Regionen aufhält und die Großen nicht mitspielen (dürfen) wird es immer so weiter gehen. Den Zocker interessiert nicht, WAS für Unternehmensnachrichten kommen, sondern DASS sie kommen. Als Signal, den Kurs erst hochzujagen, um ihn dann um so tiefer fallen zu lassen. Es lebe die Differenz (=Gewinn, Gewinn).
Und wir getreuen Steinhoffjünger schauen mit offenen Mündern und tränenden Augen ungläubig zu und wissen nicht wie uns geschieht. So tolle Nachrichten! So tolle Zukunftsaussichten! Niemals war man zuversichtlicher als heute! Und dennoch macht der Kurs, für uns eigentlich das Spiegelbild des Unternehmenswerts, solche unverständlichen Kapriolen. Das Portfolio wechselt die Farben wie ein Chamäleon.
Doch der Standhafte schluckt seinen Ärger ob dieses Unbills wie schon die letzten Jahre runter und glaubt weiter an das gute Ende, wenn man doch nur dieses ständige Kursbeobachten ausblenden könnte! Das gute Ende wird jedoch erst in Sicht kommen, wenn die Pennystock-Periode hinter uns liegt. Und das kann dauern....Wie war das doch gleich mit dem Kruppstahl???