ich oute mich als Anleger, der bewusst, gegen die Empfehlung zur Streuung, seine Eier häufig in nur ganz wenige Körbe legt.
Mit dieser Strategie bin ich in all meinen Börsenjahren, mittlerweile fast 40 ( habe sehr früh angefangen) mal gut, mal schlechter gefahren, habe hohe Gewinne erzielt, aber auch schmerzliche Verluste erlitten- so, wie viele andere Anleger mit breiter Streuung auch. ( es kann mir keiner erzählen, dass normale Anleger, mit manchmal 15- 20 Werten in ihrem Depot diese genauestens recherchiert haben bzw.ständig detailliert analysieren und neubewerten können - hier wird häufig spontan aus dem Bauch heraus entschieden)
Was spricht gegen eine Strategie, wenn ich mich als Anleger, nach umfänglicher DD bewusst für einen massiven Einstieg, wie hier in Steinhoff entscheide? Ich bin mir der möglichen Gefahren absolut bewusst, mit allen Konsequenzen und könnte sie auch verkraften. Die hohe Risikobereitschaft und die nötige mentale Stärke - eine ganz wesentliche Voraussetzung für solch ein Vorgehen - bringe ich mit.
Ich habe auch in der Phase, in der ich ca. 150 000 € hinten lag hier keinem die Ohren vollgeheult. Im Gegenteil, ich war selbst während dieser Zeit äußerst gelassen und abgeklärt, wie selten bei anderen Werten in vergleichbaren Situationen. Habe mich in dieser Phase stets kritisch hinterfragt und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass Steinhoff aus Chance-Risiko- Aspekten ein überaus lukratives Investment darstellt. Habe daher zur Senkung meines Durchschnittskurses konsequent bis Dezember 20 weiter zugekauft.
Mein Geld - meine Entscheidung!
Ich empfinde es geradezu als lächerlich, wenn hier Kleinstanleger, andere Longies verbal verunglimpfen, nur weil diese eine andere Strategie verfolgen und zwischenzeitlich keine Teilgewinne - manchmal war von 300-500 € die Rede - zzz.....realisiert haben. Ich verurteile diese Trader ja auch nicht.
Ich denke, seine Strategie sollte jeder Anleger für sich selbst entscheiden dürfen.
Jetzt, wo ich mit z.Z. 2,3 Mio Aktien bei einem Durchschnitt von 10,3 schon leicht vorne liege, scheint meine Strategie des Einzelinvestments mal wieder aufzugehen. Aber wir stehen hier gerade am Anfang!
In der Vergangenheit habe ich hier häufiger von einem Marathon gesprochen, die entscheidenenden KM liegen noch vor uns.
Mit mittel- bis langfristig kontinuierlich weiter steigenden Kursen, werden auch die Tagesgewinne deutlich zunehmen. ( 0,5 Cents/Tag werden dann 2-3 oder 5 Cents sein)Es wird hier Phasen geben, wo wir nach längeren Anstiegen in wenigen Tagen wieder 30%- Rückgänge erleben werden, auch wenn die Volatilität langfristig abnehmen dürfte. Jeder Anleger, mit hohen Positionen im siebenstelligen Bereich sollte sich bewusst machen, dass dann schon mal schnell 100 k Euro - Schwankungen oder mehr bedeuten werden.
Klar, jetzt werden die besonders erfolgreichen Zocker ( die mit den 300-500€ Tagesgewinnen;-)wieder ihre Teilverkäufe und Rückkäufe, natürlich zu Höchst- und Tiefstkursen, ins Spiel bringen. Aber mal ehrlich- unter Berücksichtigung der Steuer müsste alles optimal verlaufen, um seine ursprüngliche Aktienzahl bis ins Ziel zu retten. Ich verfolge eine andere, meine Strategie.
Nur, wer die mentale Stärke besitzen wird, die oben beschriebenen Phasen zu überstehen, wird auch erfolgreich sein und das Ziel erreichen! Es wird nicht leichter, sondern schwerer!
Es setzt eine gewisse Überzeugtheit in die weitere Entwicklung Steinhoff voraus- nicht zu verwechseln mit Verliebtheit. Ich prognostiziere mal, dass nur ganz wenige diese Stärke aufbringen und dem Druck standhalten werden. Es werden viele kapitulieren - einen ersten Vertreter - Hai- hatten wir ja bereits.
Also mein Appell an alle Longies: bleibt stark!
So, jetzt hoffe ich mal, dass der „Effzeh“ heute nicht in Mainhattan untergeht.
Einen schönen Sonntag!