In der Tat wurde das Cashpooling kurz nach dem Crash eingefroren und lag mit dem LUA ebenso wie anderweitige externe Schulden erst mal auf Eis.
Nun war es so, dass im Rahmen des Cashpoolings, welches Hauptsächlich über die österreichischen Holding und Investmentgesellschaften ablief, externe Darlehen aufgenommen wurden und als internes Darlehen an die entsprechende Gesellschaft weiterverliehen wurde.
Beispiel 1: Mattress Firm Kauf.
Hier wurde das bekannte 4 Mrd $ Darlehen seitens SFHG, Steinhoff Möbel Holding Alpha GmbH, SEAG sowie die kleine Facility C durch Stripes US Holding Inc. aufgenommen. Damit SUSHI 2016 dann Mattress Firm kaufen konnte flossen die aufgenommenen Gelder an die SUSHI als interne Darlehen.
Gut ausgewiesen in der SUSHI Bilanz unter Loan due to group entities = 3.204.134.000 $
Selbes vorgehen war beim Kauf der Conforama. SEAG stellte ein internes Darlehen zum Erwerb der Conforama zur Verfügung und dieser Kaufpreis, stand in der zum 31.12.2018 in der Aufstellung der Conforama Holding unter Intercompany Debt to SEAG Entities (1,613.2) Mrd €. Diese internen Darlehen sind marktüblich zu verzinsen.
Die eingefrorenen internen Darlehen wurden nun in den CVA Verträgen auf ihre Einbringbarkeit überprüft und letztendlich stehen diese nun zusammengefassten internen Darlehen den LuxFinco Facilities gegenüber, mit entsprechender Verzinsung.
Der Loan due to group entities = 3.204.134.000 $ wurde im Nachhinein im Rahmen des CH 11 als nicht einbringbar klassifiziert und abgeschrieben.
Ob die SEAG Schuld der Conforama Holding noch existiert, ist momentan nicht feststellbar, wir hängen in der Zahlenveröffentlichung hinterher.
Das oben beschriebene betraf die Europagruppe.
Zwischen Steinhoff Africa und Steinhoff Europa wurden Darlehen nicht als interne Darlehen geführt.
Deshalb entstanden hier auch andere Darlehensränge , 2 die Darlehen aus der Africagruppe erhielten sogar den Status First Rank.