Moin Kinners, yo, heute will ich -da die "erste" Frist zur Einholung der Einverständnis auf Seiten der Gläubiger zum anstehenden GP auslaufen wird, noch einen (weiteren) Blick / Gedankengang in Richtung der politischen Dimension werfen / bemühen, doch gleich vorweg noch anmerken, dass, sofern heute (oder über das Wochenende) keine DGAP / Meldung / News in dieser Richtung über die Ticker laufen sollte, dies kein Problem / Weltuntergang / Katastrophe darstellt, einfach schlicht aus dem Grunde, da a) für bestimmte "Finanzinstrumente" eben eine Zustimmungsquote von 100% (nicht 99,99% oder ähnliches in diesem Bereich) erforderlich ist, & b) für den Fall der Fälle der "Plan B" das sog. "UK Scheme" bereits angekündigt wurde (vgl. auch
https://www.ariva.de/news/...holdings-n-v-update-on-steinhoff-8801798 ), dahingehend ist es völlig Latte, ob nun heute Abend eine Verkündung erfolgen wird, oder selbige ausbleibt, denn letztlich werden die notwendigen Zustimmungsquoten -so oder so- erreicht werden, & dies, einzig & allein, zählt ...
Doch genug des Prologs, her mit dem Beef: nun, ich habe des öfteren bereits auf die politische Dimension in der Causa Steinhoff hingewiesen, zur Auffrischung seinen anbei ein paar Links dargereicht welche einen kleinen Einblick, wie die Uhren in SA ticken (nebst historischem Hintergrund), gewähren...
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=8839#jump26817662https://en.wikipedia.org/wiki/Broad-Based_Black_Economic_Empowerment...wie gesagt, is nur 'ne kleine Auffrischung, bei Bedarf kann sich jeder durchs Web graben, doch sollte man sich, zum besseren Verständnis, so manche Aspekte eben nochmals ins Gedächtnis beamen...
Yo, im Grunde genommen sind dies olle Kamellen, zudem beleuchten selbige "nur" die innenpolitische Ebene, jedoch existiert auch eine handfeste, wirtschaftspolitische Ebene, welche letztlich auch betrachtet werden sollte, um nachvollziehen zu können, weshalb es in SA a) ein Interesse und resultierend aus a), b) den Willen gibt, Steinhoff (jenen Pott, an dem hier der eine oder andere User beteiligt (so munkelt man zumindest) ist, nicht zu versenken, sondern eben zu sanieren, bzw. der Sanierung an sich den Boden -bestmöglich- zu bereiten:
Steinhoff zählt (nicht erst seit gestern) zu den größten Firmen, welche in Südafrika existent sind, dies war vor Jahren bereits der Fall (vgl. auch
https://de.wikipedia.org/wiki/...C3%B6%C3%9Ften_Unternehmen_in_Afrika ) und hat sich bis in die jüngere Vergangenheit (siehe auch
https://www.subsahara-afrika-ihk.de/blog/2019/08/...chen-unternehmen/ ) nicht geändert, allen Turbulenzen zum Trotz, auch wenn über diverse Verkäufe Steinhoff "(gesund-) geschrumpft ist / wird, zudem werden wohl über die Ausrichtung / das Geschäftsmodell der Assets im (verbleibenden) Portfolio Steinhoffs die Veräußerungen -früher oder später, soweit nicht bereits geschehen- (über-) kompensiert werden, dies lässt sich recht gut über die Wachstrumsraten der verbleibenden Mainassets (Pepco & Pepkor seien an dieser Stelle als Beispiele benannt) nachvollziehen & sollte über die ökonomischen Auswirkungen der Covid 19- Pandemie auch sukzessiv gefördert werden, schlicht ob der Tatsache, dass letzlich alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie einen gewissen Schwund der Kaufkraft in Teilen der Bevölkerung nach sich ziehen wird, so das die Nachfrage nach günstigen Artikeln des täglichen Bedarfs befeuert werden dürfte.
Nun, um auf die wirtschaftspolitische Ebene zurückzukommen, ist Steinhoff eines der größten (als Holding über seine Assets) Unternehmen Südafrikas, somit wohl auch einer der größeren Steuerzahler & in Form seiner Beteiligungen auch ein wohl nicht ganz unwichtiger Arbeitgeber in diesem (& ggf. weiteren Ländern) Staat, zumindest vermute ich dies, in jedem Falle ist Steinhoff auch ein (wirtschaftliches) "Aushängeschild", dem Skandal zum Trotz, dahingehend dürfte seitens des Staates Südafrika (auch im Kontext innenpolitischer Gegebenheiten) ein gesundes Interesse daran bestehen, Steinhoff zu retten & als südafrikanisches Unternehmen fortbestehen zu lassen, auch da im Falle einer Zerschlagung der Holding / des Untergangs von Steinhoff relevante Assets (hier v.a. Pepkor) die Besitzer wechseln würden & ggf. neue Besitzer von relevanten Assets ggf. Ziele verfolgen würden, welche sich nicht mit den politischen & wirtschaftlichen Zielsetzungen Südafrikas vereinbaren ließen (an dieser Stelle sei ein Blick auf die Fintech- Sparte von Pepkor empfohlen).
Dahingehend ist auch die Anfrage bei der Zentralbank Südafrikas zur Genehmigung der im Zuge des GP notwendigen Transaktionen (aus meiner Sicht) eher 'ne pro forma- Nummer, denn unter Berücksichtigung der vorgenannten Umstände & Rahmenbedingungen dürfte (hinter den Kulissen) das "go" bereits erteilt worden sein... ...so mutmaße ich es zumindest, denn alles andere wäre in diesem Zusammenhang völlig sinnbefreit...
Zugegebenermaßen sind dies teils abstrakte Gedankengänge, jedoch lässt sich (unter Miteinbeziehung der innenpolitischen Komponente) hiermit durchaus erklären, weshalb alle bereits verhängten Sanktionen gegen Steinhoff respektive auch gerichtliche Urteile welche im Zusammenhang mit den Rechssteitigkeiten ergangen sind (z.B. De Bruyn vs. Steinhoff), entweder zugunsten von Steinhoff oder (im Falle der verhängten Sanktionen / Strafen) auch sehr, sehr milde ausgefallen sind. Logo, vor Gericht & auf hoher See ist man in Gottes Hand, doch das wirklich alle bisher verhängten Strafen (jüngstes Beispiel vom 20.10 diesen Jahres vgl. auch
https://www.4investors.de/nachrichten/...?sektion=stock&ID=146895 ) so "unternehmensfreundlich" ausgefallen sind, lässt in mir den Verdacht aufkommen, dass dies keine Zufälle oder glückliche Fügungen sind, sondern eben ein gewisses Interesse am Überleben von Steinhoff als Unternehmen aus Südafrika, besteht.
Mein Fazit:
Klaro, sind dies Vermutungen meinerseits & -logischerweise- kann ich mich auch irren, da wir auch nicht alle Vorgänge hinter dem Vorhang & Verträge sowie Verhandlungsdetails kennen besteht immer noch ein Restrisiko, dies muss ich an dieser Stelle (nochmals) konstatieren, doch komme ich letztlich zu dem Schluss, (um es zurückhaltend zu formulieren) das "wir" als Shareholder von Steinhoff wohl auf der "richtigen" Seite stehen, auch wenn sich dies derzeit (noch) nicht im Aktienkurs von Steinhoff manifestiert, denn um es (zusammenfassend) auf den Punkt zu bringen sind nicht die ökonomischen Perspektiven das Problem von Steinhoff (die Bude läuft bzw. deren wichtigsten verbleibenden Assets laufen), dat (niedrigst) Zinsumfeld wird sein übriges beitragen um die Hütte letztlich zu retten, sofern eben eine Beilegung der Rechtstreitigkeiten gelingt (ich formuliere dies (erneut) deshalb so zurückhaltend, da einfach offiziell noch nichts fix ist), doch sollte selbige bereits in trockenen Tüchern sein, Überlegungen diesbezüglich habe ich hier
https://www.ariva.de/forum/...ings-n-v-531686?page=10871#jump28246185 vor einiger Zeit eingestellt... ...& Gedanken zur politischen Rückendeckung Euch nun in den obigen Zeilen um die Ohren gekloppt... ...aus meiner Sicht geht derzeit die größte Gefahr für das Depot des geneigten Steinhoffaktionärs nicht von vom Depotbestand (bezogen auf die SH- Sharez) aus, sondern eher von der mentalen Verfassung des Depotbesitzers - und dies ist im Kontext der Entwicklung der letzten Jahre schon direkt sexy...
In diesem Sinne wünscht ein gut gelaunter, sich nun ein Bierchen genehmigender, Private happy Halloween & eine gute Zeit @ all...