Seit längerer Zeit stelle ich folgende Überlegung an, welche ich mit euch teilen möchte:
Mal angenommen, ihr werdet bombardiert mit Klagen, welche rechtlich nicht eindeutig, aber aufgrund eines Fehlverhaltens gut begründet sind.
Ihr habt 100.000€ und droht durch die langfristigen Klagen alles zu verlieren. Wieviel davon würdet ihr für ein Settlement abgeben, welches in absehbarer Zeit Planungssicherheit für alle gibt?
20%. 50% oder gar 80%?
Fair wäre vermutlich ein Anteil von 50%.
Meine Meinung:
Wenn SNH den Klägern ca. 0,20€ je Aktie zuspricht, dann sollte der verbliebene innere Wert pro Share bei einem Überleben der Holding ebenso mit mindestens 20 Cent angenommen werden. Genau das verstehe ich unter dem oft geschriebenen "fair outcome for all stakeholders" vom Management.
Da die Töcher aber fruchtbar sind, kann die Holding mit langfristigen Prognosen auch irgendwann wieder mit 0,40€, 0,50€ oder mehr bewertet werden.
Ersten Kurs (0,20€) erwarte ich mir daher kurzfristig nach GS und Refinzanzierung. Alles Weitere hängt von den Entwicklungen ab.
Für 0,04€ gebe ich jedenfalls kein Stück her, da riskiere ich lieber, dass es im Worst-Case noch auf 0,02€ fällt.