Jetzt haben wir den Euro und die Anleger sind immer noch nicht glücklich. Innerhalb von 3 Monaten das EK auf 1 Euro zu bringen, da sollte man dem Management mal Anerkennung zollen ;)
On a more serious note, monetär müssen die Gläubiger ja lediglich 850-670 mio = 180 mio genehmigen, da die 670 mio ja schon im CVA so mit aufgenommen worden sind.
Auch wird die Vergleichszahlung Anfang 2021 ausgezahlt werden. Also nichts mit mehreren Jahren. Auch kam dieses Angebot durch 12 Monate intensive Verhandlungen zustande, dass hat sich Steinhoff nicht alleine im dunklen Kämmerlein ausgedacht. Dann hat Wiese noch vor Bekanntgabe was zum GP durchblicken lassen und der VEB sagt noch am selben Tag zu.
Die weiteren Zugeständnisse von den Gläubigern müssen mit diesen abgestimmt worden sein, sonst würde man nicht dir nichts mir nicht zusätzlich 180 mio fordern und 18 Monate mehr Zeit verlangen.
Wenn das vorher nicht schon teilweisen/fast vollständig geregelt gewesen wäre, dann würde ich als Gläubiger mit NEIN stimmen. Keine Milliarde für Klagen, schöne PIK-Zinsen und wenn nicht bis Ende 2021 gespurt wird, wars das. Das wäre für Steinhoff viel zu gefährlich. Man wird das erst mit den Gläubigern abgesprochen haben (wir erinnern uns, CVA-Annahme in 8 Minuten mit über 99% Zustimmung) und dann haben sich die Kläger untereinander bekabbelt. Jetzt sieht es so aus, als ob die großen Player mit den Eckpunkten einverstanden sind und Steinhoff haut ne DGAP raus. Kurze Zeit später ist dies auch schon in der Halbjahresbilanz und haut nochmal ordentlich ins EK.
Ich sehe das so, dass man dadurch die unentschlossen dazu bewegen möchte anzunehmen (kann ja jetzt kaum noch schlechter werden die Bilanz). Wenn man Anfang 2021 mit der Auszahlung beginnen will, dann war das nun vermutlich der Aufruf zum letzten Gefecht-Nimm an oder st***.
Mal schauen wies weitergeht.