Das Problem ist, das dies nicht als Drohkulisse aufgefahren wird, sondern als Implementierungsschritt NACH Annahme aller Parteien beschrieben wird.
Wenn dann die Insolvenz kommt und die Aktien nichts mehr wert sind, soll nur keiner kommen, dass dies nicht absehbar war. Das Unternehmen hat diese Schritte klar formuliert und vor dem Handel der eigenen Aktien gewarnt.
Das Ziel ist nicht die Insolvenz, sondern Rechtssicherheit der Firma gegen zukünftige Kläger. Dazu muss aber die SIHNV und SIHPL _ohne_ Rechtsnachfolger verschwinden. Leider sind unsere Aktien an die SIHNV gebunden und es sieht nicht so aus, dass die Aktien diesen Prozess überleben werden.
Und das Beste: es sind wirklich alle Stakeholder anschließend zufrieden. Auch die Neuaktionäre können sich freuen, dass die Steinhoff 2.0 so wunderbar gedeiht. Dafür schickt man die Aktien gerne zum Altpapier. Auch das Finanzamt ist zufrieden, da es keine Verkaufsverluste gibt.
Wieder schwarz gemalt ? Gerne sehe ich gute Argumente dagegen. Ich habe einige gute Argumente für das Szenario. Sogar Steinhoff sagt, dass dies nur eine Option ist und sie versuchen eine andere zu finden. Kann natürlich erfolglos sein...
Ein Gegenargument wäre, dass dies nach Insolvenzverschleppung klingt und der Vorstand sich strafbar macht. Also braucht Steinhoff noch einen plausiblen Trigger, z.B. Verschiebung von Schulden zur Mutter ?