sondern wann und gegen wen und in welchem Räumen man das tut.
Dass der BVB zum gegenpressing in der Lage ist, hat man gegen Freiburg gesehen. Das war nahezu perfektes Gegenpressing.
Das Problem ist, dass man das gleiche gegen Topteams wie Leverkusen auch versucht. Und das ist halt tödlich, denn selbst wenn Freiburg sich mal aus dem Gegenpressing befreien konnte, fehlten die Anspielstationen, während Leverkusen da immer mit 2-3 Spielern zwischen den Ketten wartete und dann schnell umschaltete.
Der BVB scheitert schlicht an seinem hohen Anspruchsdenken. Dafür hat man aber nicht die Spieler. Wenn der BVB weiterhin denkt, er muss die Bayern herausfordern und dann gegen schnelle, spielstarke Teams spielt als wäre man der Krösus neben den Bayern, dann muss man sich nicht wundern, wenn eine nicht kompakte Mannschaft sich dann ständig Konter fängt, die dann entweder direkt zu Toren führen oder nach dem daraus resultierenden Standard, die man dann auch noch oftmals schlampig verteidigt. Der BVB muss langsam mal lernen, seine Taktik und seine gesamte Strategie dem eigenen Kader und dem Gegner anzupassen. Solange man es nicht schafft, kompakt als Mannschaft aufzutreten, wird man ständig Tore durch Konter, Standards oder individuell krasse Schnitzer bekommen. Die Abwehrkette steht oft zu tief, wenn die Stürmer vorne drauf gehen, und wenn die Offensive dann überspielt ist, wird genauso nicht zurückgearbeitet und dann die Abwehrkette allein gelassen. Das hat nicht unbedingt was mit mangelndem (Gegen)PRessing zu tun, sondern mit der Frage wann man presst und wie kompakt man dann dahinter auch steht.
the harder we fight the higher the wall