Brüssel (vwd) - Spanien will unter seiner EU-Ratspräsidentschaft die Öffnung der Energiemärkte in der Europäischen Union (EU) vorantreiben. Das kündigte der spanische Wirtschaftsminister und Ratsvorsitzende Rodrigo Rato am Dienstag in Brüssel an. "Wir sind uns bewusst, dass wir noch weit entfernt sind von einem richtigen Binnenmarkt bei Energie und Verkehr", sagte Rato bei einer öffentlichen Aussprache über das Programm der zu Jahresanfang begonnenen spanischen Präsidentschaft. Er nannte die Liberalisierung der Energiemärkte in den EU-Staaten "asymmetrisch".
Probleme gebe es vor allem bei der Zusammenschaltung von Netzen. Eine stärkere, gleichmäßige Marktöffnung sei jedoch die Grundlage für mehr wirtschaftliches Wachstum und gebe Impulse für mehr Beschäftigung und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, erläuterte Rato. Spanien sei auch bereit, Anstöße zur Harmonisierung der bisher sehr unterschiedlichen Energiesteuern in der EU zu geben. Dies hatte Madrid in der Vergangenheit abgelehnt.
Bundesfinanzminister Hans Eichel äußerte volle Unterstützung für den spanischen Vorstoß. Die Europäische Kommission strebt eine vollständige Marktöffnung der Strom- und Gasmärkte in der EU im Jahr 2005 an. Gegen eine zeitliche Festlegung stemmte sich aber bislang vor allem Frankreich. Die EU-Behörde drohte deshalb zuletzt, die Liberalisierung mit einer Direktive an Rat und EU-Parlament vorbei durchzusetzen. Vom EU-Gipfel Mitte März in Barcelona erhofft sich die Kommission nun ein Signal der Staatschefs, die Energiemärkte zu öffnen. +++ Dirk Müller-Thederan
vwd/22.1.2002/dmt/gs
Probleme gebe es vor allem bei der Zusammenschaltung von Netzen. Eine stärkere, gleichmäßige Marktöffnung sei jedoch die Grundlage für mehr wirtschaftliches Wachstum und gebe Impulse für mehr Beschäftigung und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit, erläuterte Rato. Spanien sei auch bereit, Anstöße zur Harmonisierung der bisher sehr unterschiedlichen Energiesteuern in der EU zu geben. Dies hatte Madrid in der Vergangenheit abgelehnt.
Bundesfinanzminister Hans Eichel äußerte volle Unterstützung für den spanischen Vorstoß. Die Europäische Kommission strebt eine vollständige Marktöffnung der Strom- und Gasmärkte in der EU im Jahr 2005 an. Gegen eine zeitliche Festlegung stemmte sich aber bislang vor allem Frankreich. Die EU-Behörde drohte deshalb zuletzt, die Liberalisierung mit einer Direktive an Rat und EU-Parlament vorbei durchzusetzen. Vom EU-Gipfel Mitte März in Barcelona erhofft sich die Kommission nun ein Signal der Staatschefs, die Energiemärkte zu öffnen. +++ Dirk Müller-Thederan
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