|
sehe ich genauso und wer an den Projektentwicklungsgesellschaften, die einen Türöffner in die Zukunftsmärkte darstellen interesseirt ist, muss in SM slber einsteigen, da reicht es nicht sich ein paar Filetstücke zu schnappen.
Ein Insolvenzplanverfahren soll bisher nur in 1% aller Fälle angewendet worden sein. Dass Aktionäre im Insolvenzfall leer ausgehen, war bekannt und hatte ich auch vorher hier geschrieben. Deloitte als Vermittler einzuschalten ist eine sehr gute Massnahme. Deloitte kann es sich kaum leisten, hier nichts zu liefern. SH kann seine taktischen Spielchen jetzt vergessen.
Unternehmen wird zerschlagen und verkauft
Für ein Insolvenzverfahren, mit dem das Unternehmen als Ganzes gerettet werden soll, sieht Böhm keine Chance. Der Solarthermie-Konzern soll in Einzelteilen verkauft werden. Auch die nicht von der Insolvenz betroffene US-Tochter Solar Trust soll abgegeben werden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters erschwert die komplizierte Firmenstruktur mit rund 60 Projektgesellschaften und Firmenbeteiligungen den Verkaufsprozess. Bei jedem der Projektgesellschafte und Beteiligungen müsse einzeln mit einer Vielzahl von Partnern verhandelt werden.
Solar Millennium hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. Die Aktien sind seither von gut einem Euro auf nur noch knapp 30 Cents eingebrochen. Am Donnerstag geht es erneut um über elf Prozent nach unten. Vor einem Jahr notierten die Titel noch bei fast 20 Euro.
www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_584826
habe ich meinen Fragenkatalog bereits so weggeschickt:
ich bin bei der Solar Millennium sowohl in Aktien als auch in Anleihen in beträchtlicher Höhe investiert. Darüber hinaus vertrete ich auch die Interessen weiterer Anleger.
Mit den Versprechungen, sich mit Investoren bereits in weit fortgeschrittenen Verhandlungen zu befinden sind Anleger mehrfach getäuscht worden. Eine weitere Täuschung sehe ich in der Information, mit dem Verkauf der USA-Projekte kurz vor dem Abschluss zu stehen. Ich fordere den Insolvenzverwalter daher auf, alle rechtlichen Möglichkeiten des Schadenersatzes auszuschöpfen. Mit mehreren Geschädigten besteht einvernehmliche Einigung, einem Schuldenschnitt gegenüber einer Zerschlagung den absoluten Vorrang einzuräumen. Ich bitte Sie diesbezüglich zu einer Stellungnahme und um die Beantwortung folgender Fragen:
1) Warum gibt es für ein Insolvenzplanverfahren keine Anhaltspunkte?
2) Was unternimmt der IV um die entschädigungslose Übernahme der Anteile an Projektgesellschaften zu verhindern?
3) Wird Deloitte auch den Verkauf der USA-Projekte übernehmen?
4) Wie lautet konkret die Zielsetzung in Bezug auf Ibersol und welche Rolle übernimmt Ferrostaal dabei?
5) Gibt es Anhaltspunkte für ein schuldhaftes Verhalten des SM-Vortsands und SM-Aufsichtsrates?
6) Gibt es Anstrengungen eine Rückzahlung von U. C. zu erzielen?
7) Werden Schadenersatzansprüche gegenüber dem Aufsichtsrat in der Angelegenheit U.C. geprüft?
8) Nimmt SM nach wie vor am Ausscheidungsverfahren des sehr lukrativen CSP-Projektes in Marokko teil?
9) Werden derzeit auch weitere Projekte in frühem Stadium vorangetrieben?
10) Wie stehen die Chancen auf eine vollständige Übernahme?
Ich erwarte Ihre geschätzte Stellungnahme innerhalb der nächsten 8 Tage. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
warten wir es ab - ein Versuch ist es Wert. Der IV ist kein Angestellter der SM, sondern ein öffentlich bestellter Vertrauensmann der Gläubiger und es ist sein Pflicht, das Optimum für alle Gläubiger herauszuholen. Da hier fast alle Gläubiger Anleihezeichner sind müssten die relativ einfach unter einen Hut zu bekommen sein. Würden die sich tatsächlich organisieren, dann hätte das eine großen Einfluss. Und dieser sollte eien totale Zerschlagung verhindern. Für mich lautet das Ziel, Verkauf von Projekten bei gleichzeitigem Schuldenschnitt in dem Volumen, dass eine Fortführung des Unternehmens mit einem neuen Management eine Perspektive bietet. Ich denke, dass wäre das Beste für alle - nur scheint es der IV nicht so zu sehen. Mein Vertrauen in diesen Insolvenzguru beginnt zu schwinden. Aber immer erst besser Hoffnungen dämpfen, dann ist alles was er darüber hinaus erreicht sein Erfolg. Soviel PR-Know How hat auch ein IV.
sollten die US-Projekte verkauft werden, kann damit SM wieder auf Kurs gebracht werden oder nicht mehr? weil die Insolvenz schon angemeldet ist? Weil alle sprechen nur davon, wer wieviel kriegen kann..
Als eine der Aufgaben soll der IV prüfen, "...ob eine Zahlungsunfähigkeit und/oder eine Überschuldung des Unternehmens vorliegt..."
Wenn aber die US-Projekte verkauft sind, dann liegt keine Zahlungunfähigkeit mehr, und der Laden kann seine Geschäfte weiterführen.
Oder will man jetzt alle Projekte verkaufen und schauen, ob man die 220 Mio. zusammenbekommt, um das Geld zu verteilen??
Kann mir bitte jemand sagen, was der IV vorhat?
genau das Problem habe ich auch. Der IV sagt nicht genau was er vorhat. Vielleicht weiss er es selber noch nicht, da er die Werthaltigkeit von Projekten noch nicht einschätzen kann - hat er ja auch selber eingeräumt.
Wenn der Verkauf von Projekten wieder Geld in die Kassen spült und da zählt jede Million, ob von U. C. oder vom AR gleichzeitig die Zahlungsverpflichtungen der Anleihen sagen wir mal halbiert werden, dann würde ich stark bezweifeln ob hier noch Zahlungsunfähigkeit vorliegt. Mit der völligen Zerschlagung werden alle Anleihegläubiger wesentlich schlechter wegkommen als nur ein Verlust von 50 %, da hier grob geschätzt viellecht 80 Millionen zu holen sind. Wenn du hier Ferrosstaal und SH abziehst und die Kosten des Insolvenzverwalters dann können die Anleihegläubiger vielleicht noch auf 10-20% hoffen. Aktionäre erleiden dann den Totalverlust. Daher wäre es wirklich wichtig, wenn sich die Anleihegläubiger entsprechend organisieren. Solange das nicht der Fall ist und der IV nicht optimale Ziele erkennen lässt, kann auch jeder Einzelne den IV mit seinen Fragen und Anliegen auf die Nerven gehen.
Wenn es so kommt wie murmeltierchen es beschreibt, dann macht sich der IV zum Handlanger möglicher krimineller Managerfantasien.
Bevor hier wieder das Gerede über irgendwelche Zockermöglicheiten auffachen, sollte man sich mal vergegenwärtigen, was auf SM zukommen könnte.
Da der Insolvenzverwalter ein sog. Insolvenzplanverfahren ausgeschlossen hat ( Siehe Link und Insolvenzplanverfahren)
http://de.wikipedia.org/wiki/Insolvenzrecht_(Deutschland)
dürfte das ganze wohl auf ein sog übertragene Sanierung hinauslaufen.
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbertragende_Sanierung
Eine übertragene Sanierung hat es zum Beispiel bei der Schmack Biogas im Jahre 2009 gegeben. Damals kaufte die Viessmann-Gruppe die Kernassets von Schmack und zwar gleich mehre GmbHs des Schmack-Konzerns. Heute ist die Biogassparte von Viesmann ein recht erfolgreicher Unternehmensbereich der Viessmanngruppe. Einer übertragenen Sanierung müssen die Gläubiger und das sind zum großen Teil die Anleihegläubiger zustimmen.
Eine wirklich Perspektive für die Gläubiger dürfte eigentlich nur dann bestehen, wenn STA, Flagsol und die Projektgesellschaften, die überhaupt einen Substanzwert haben in einem Paket den Eigentümer wechseln.
Wie gesagt, die Gläubiger haben da ein Wörtchen mitzureden.
Allerdings sind jetzt schon so viele Anlegerschutzvereinigungen gegründet worden, dass ich wenig Hoffnung habe, das da eine koordinierte Aktion draus werden könnte.
Der Insolvenzverwalter ist also Master of Desaster. Das sollte jedem hier klar sein.
|
| Wertung | Antworten | Thema | Verfasser | letzter Verfasser | letzter Beitrag | |
| 45 | 10.252 | Solar Millennium vor dem Durchbruch ? | ulm000 | Schnüffel | 26.09.23 20:00 | |
| 246 | # N E W S # | Quokko | M.Minninger | 25.04.21 03:21 | ||
| 9 | 53 | Solarfriedhof | windy k.tor | Gartenzwergnase | 10.12.17 20:50 | |
| 17 | 988 | Alternative Energien | Jorgos | M.Minninger | 04.04.14 10:20 |