hat aber vor zwei Jahren SM schon mehr als in den Himmel gelobt. Außerdem kann ein Brack, noch ich, der West LB Analyst und keine andere Außenstehenden Solar Millennium einschätzen. Das ist schlicht weg ein Ding der Unmöglichkeit. Kommt Ibersol nicht, dann ist SM weg vom Fenster und der Gang zum Insolvenzgericht dürfte dann die logische Konsequenz sein. Schreib ich jetzt aber nicht das erstemal. Dazu brauche ich keinen Brack, der sich übrigens, ich habe seinen Newsletter, schon oft vertan hat, da er über kein Insiderwissen verfügt.
SM ist ein High Risk Investment, mehr denn je, und genau deshalb werde ich erst bei Kursen oberhalb 3 € wieder einsteigen, denn dann dürfte klar sein wo der Weg von SM hingehen wird. Im Prinzip war SM schon seit der Hauptversammlung Ende Mai ein High Risk Investment. Ich bin danach bei 19,20 € raus bei SM und habe auf das große Risiko deutlich hingewiesen. Da brauch ich keinen Brack dazu.
In seinem aktuellen Newseletter schreibt der Brack folgendes über Solarhybrid:
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Wie ein Akt der Verzweiflung mutet es dabei an, dass Solar Millennium nun ausgerechnet mit Solarhybrid gemeinsame Sache machen möchte. Der Kraftwerksprojektierer war in der Vergangenheit nicht eben durch große Solidität aufgefallen. Das ursprüngliche Geschäftsmodell mit Solarhermie-Kollektoren war ein Flop. Die vollmundigen Gewinn- und Umsatzprognosen für 2010 konnten auch bei weitem nicht eingehalten werden und noch im Geschäftsbericht 2010 lag die Eigenkapitalquote von Solarhybrid bei erschreckend niedrigen drei Prozent.
Ebenfalls wenig seriös ist es meiner Ansicht nach, wenn der ehemalige Vorstand im Deutschen Anlegerfernsehen prahlt, man werde den Aktienkurs jetzt auf 20 Euro hoch hieven - was dann natürlich auch nicht gelang.
Etwas Luft verschaffte dem Unternehmen eine Kapitalerhöhung im April, im Zuge derer Solarhybrid zu einem Bezugspreis von fünf Euro je Aktie 7,9 Millionen Euro zugeflossen waren. Auffällig war dabei jedoch, dass keine institutionellen Investoren gezeichnet haben, sondern ausschließlich die bisherigen Altaktionäre.
Der wohl einzige "institutionelle" Investor TFB Capital machte zuletzt mit der Festnahme des Vorstands ebenfalls unrühmlich auf sich aufmerksam, nachdem monatelang versucht wurde die Aktie mittels E-Mail-Verteiler und in einschlägigen Börsenbriefen zu pushen - interessanterweise gemeinsam mit Solar Millennium, die dort ebenfalls aufdringlich zum Kauf empfohlen wurden.
Ähnlich ambitionierte Projekte wie Solarhybrid hatte in der Vergangenheit die Düsseldorfer Systaic in der Pipeline, die inzwischen insolvent sind. Systaic arbeitete übrigens wie jetzt Solarhybrid mit Enerparc als Projektentwickler zusammen. Das muss nichts heißen, ist aber zumindest ein schlechtes Omen und zeigt, wie riskant derartige Großprojekte für kleine, relativ finanzschwache Unternehmen sind.
Ob Solarhybrid der richtige Partner für Solar Millennium ist und die erforderlichen Investitionen für die insgesamt vier US-Projekte stemmen kann, muss daher bezweifelt werden. Zudem ist zu beachten, dass es sich bisher nur um eine vorläufige Transaktion handelt und der Abschluss erst Ende Oktober erfolgen soll.
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Was da der Brack über Solarhybrid schreibt, liest sich auch nicht gerade sehr vertrauenserweckend.
Ohne Frage, Solarhybrid hat mal ganz sicher nicht viel Geld um Solar Millennium überhaupt anständig bezahlen zu können und die US-Projektkosten dürften sich schon in der Größenordnung von 25 bis 30 Mio. € belaufen haben. Die erste Anzahlung kann nicht allzu groß gewesen sein, denn Solarhybrid hat ja geschrieben, dass man diese Summe aus dem laufenden Cash Flow heraus bezahlt hat und der konnte mal ganz sicher keine 5 Mio. € bis Ende September bei Solarhybrid gewesen sein.