20*130GWh/a = 2600GWh/a
2600 000 000 kWh/a*0.06$/kWh= 156 000 000 $/a
6Mrd$/0,156Mrd$/a=38a
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@Carlos888 (#4353): Ich muß Dich hier mal korrigieren. "Kauflimit" ist nicht das selbe wie "Kursziel"!
- Kauflimit meint, dass man nicht kaufen soll, solange die Aktie über dem festgesetzten Limit liegt.
- Kursziel dagegen ist ein analytischer Wert, den die Aktie bei Eintreffen der vom Analysten angenommenen Kriterien und allgemein unterstützender Marktentwicklung erreichen oder übertreffen sollte - und ist anders als bei Kauflimit immer auf eine definierte Zeitspanne bezogen.
Meine Meinung zu der DAF-Sendung: Herr Deml muss nur aufpassen, dass er mit seiner Aussage (Kauflimit 12 €) nicht in irgend einem Interessenkonflikt steht. Immerhin empfiehlt er hier allen potentiellen Anlegern, solange die Finger von Solar Millennium zu lassen, bis der Kurs mehr als 30% (!) niedriger ist als er es im Moment ist.
Ich kann mir vorstellen, dass ich nicht der einzige bin, der das für unseriös hält. Und für den Fall des Verdachtes eines Interessenkonfliktes sollte das gegebenenfalls wohl auch juristische Konsequenzen nach sich ziehen.
Schaun wir mal . . .
Die folgende Kalkulation bezieht sich auf ein 242 MW-Kraftwerk. Weil die Sonne auch in Kalifornien nicht 24 Stunden am Tag scheint, rechnet man bei CSP-Kraftwerken mit einem Kapazitätsfaktor von 0,3. Daraus errechnet sich die jährlich produzierte Strommenge als 242 MW x 24 h x 365 Tage x 0,3 = 636 Gwh.
Einspeisung dieser 636 Gwh in das Netz zum unsubventionierten Preis von 7 Cent pro kwh ergibt einen Jahresumsatz von rund 44 Mio. Dollar. Dass in in den USA keine Einspeisesubvention gezahlt wird, habe ich in #4328 quellenmäßig belegt.
Das Kraftwerk koste 1 Mrd. Dollar. Bei Baubeginn vor Jahresende wird ein Cash Grant von 30 Prozent als Subvention gezahlt. Damit sind 700 Mio. Dollar zu finanzieren. Bei einem Zinssatz von 6,5 Prozent, der mit Loan Guarantee erreichbar erscheint, ergibt sich hieraus eine Zinsbelastung von rund 45 Mio. Dollar.
Die laufende Zinsbelastung (45 Mio. Dollar) übersteigt bereits den Umsatz (44 Mio. Dollar). Projektierungs-, Planungs-, Betriebs- und Personalkosten sind dabei noch gar nicht eingerechnet. In den drei Baujahren muss zunächst rund die Hälfte des Bauvolumens finanziert werden, was eine Zinsbelastung von gut 22 Mio. im Jahr ergibt, insgesamt also 66 Mio. Dollar.
Fazit: Auf Grundlage der bekannten Zahlen und unter optimistischen Annahmen, insbesondere einem Baubeginn vor Neujar, ist Blythe wirtschaftlich nicht machbar. Ein Riese wie Abengoa (Eigenkapital über 1 Mrd. Euro) mag ein derartiges Projekt machen und die Durststrecke überwinden. Für SoM ist das unrealistisch. Blythe kann man daher getrost vergessen, ebenso wie Ibersol, das jahrelang angekündigt worden war.
Hier der Link: www.finanzen.net/nachricht/aktien/...llionen-Klagen-vor-900997 .
Der Artikel deutet an, dass Bosler auch bei SoM getrickst hat. Damit können sich SoM-Aktionäre mit Schadensersatzforderungen an das laufenden Verfahren anhängen. Das wäre für manchen hier vielleicht ein Ausweg.
Desertsun, da du ja seit Monaten nichts Positives in diesem Unternehmen siehst, fest davon überzeugt bist, dass hinter all dem ein krimineller Plan steckt und dich so blendend mit den Kursdrückern verstehst, frag ich mich ernsthaft: Warum bist du eigentlich noch investiert???? Oder hast du jetzt endlich verkauft?
1. Der Kapazitätsfaktor von 0,3 berücksichtigt die Nacht, die Zeiten der nicht-maximalen Sonneneinstrahlung, Bewölkung usw. Ich habe mir diesen nicht aus den Fingern gesogen, sondern dies ist ein gewöhnlich unterstellter Wert. Du kannst auch 0,34 statt 0,3 einsetzen, das ändert am Prinzip nichts.
2. Bei den Kosten habe ich mit 1 Mrd. optimistisch gerechnet, weil SoM wiederholt verlautbart hat, die Kosten lägen bei mindestens 1 Mrd. Dollar. Laut Desertsun sollen es sogar 1,5 Mrd. Dollar sein. Dann kannst Du die Sache absolut vergessen, ebenso, wenn nicht bis Sylvester mit dem Bau begonnen wird und der Cash Grant entfällt.
3. Mit dem fehlenden Speicher ist mir Desertsun schon zuvorgekommen. Hier im Forum war schon oft gesagt worden, dass für Blythe kein Speicher vorgesehen ist.
4. Mein Posting nimmt absichtlich allgemein akzeptierte Zahlen und kombiniert diese mit optimistischen Annahmen.
5. Trotzdem ist die Kalkulation völlig hoffnungslos. Bedenke, dass die Kosten erst mehrere Jahre vorfinanziert werden müssen und ab dem Jahr der Fertigstellung Abschreibungen in der Größenordnung 5 Prozent hinzukommen - das sind 50 Mio. pro Jahr!
6. Ich habe nur Eins und Eins zusammengezählt. Wenn SoMs eigene Angaben stimmen, geht die Kalkulation nicht auf.
Ich schätze Deine analytischen Beiträge, kann Dir drüben aber nicht antworten, weil ulm000 jeden, der zu SoM etwas Kritisches bemerken könnte, ausgesperrt hat, um sicher zu gehen.
Deinen Punkt mit den Cash Grants habe ich aber in der obigen Kalkulation des Blythe-Projekts (#4362) berücksichtigt.
Du hast Recht mit dem Verweis auf Deine obigen Postings. Deine Posts haben mich zu meiner Kalkulation inspiriert, aber sie waren vielleicht etwas zu genial formuliert für die normale Leserschaft
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Danke für die beiden Belege. Damit ist jetzt alles glasklar bewiesen, und wer an seinen Illusionen festhält, ist selbst schuld.
... ich habe doch gar nichts über die SoM-Geschäftsleitung gesagt. Wenn Bosler aber den Kurs durch Internetpropaganda usw. hochgejazzt hat, dürfte das auch einige hier im Forum getroffen haben. Deshalb mein Hinweis auf möglichen Schadensersatz.
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