Die Experten sind für das Börsenjahr 2002 mehrheitlich "verhalten optimistisch - Standpunkt
Allzu gut sind die deutschen Börsen am Mittwoch nicht aus den Startblöcken gekommen. Dies allein muss zwar nicht bedenklich stimmen. Denn natürlich sind viele der Marktteilnehmer noch im Urlaub und zudem war der schwächere Schluss der US-Börsen vom Sylvestertag zu verarbeiten. Sollte der traditionelle Zustrom frischen Kapitals allerdings auch in den nächsten Handelstagen ausbleiben, ist Grund für erhöhte Aufmerksamkeit gegeben.
Die Experten sind für das Börsenjahr 2002 mehrheitlich "verhalten optimistisch". Aber noch ist nicht entschieden, ob das zuletzt merklich gestiegene Kursniveau durch die Aussicht auf eine baldige Konjunkturwende wirklich zu rechtfertigen ist, oder ob nicht verfrüht unberechtigte Hoffnungen eingepreist wurden.
Gerade in Bezug auf die Situation hierzulande scheint eine gewisse Skepsis jedenfalls nicht unangebracht. Der am Mittwoch vorgelegte Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in der Euro-Zone im Dezember ist zwar insgesamt erneut schwach ausgefallen. Besonders prekär ist die Lage aber offensichtlich in Deutschland, dem einzigen Land, das einen weiteren Rückgang beim Indexstand hinnehmen musste. Die Gefahr, dass die Bundesrepublik einmal mehr zum wirtschaftlichen Nachzügler wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Zumal vor den Bundestagswahlen mit Impulsen von Seiten der Politik kaum mehr zu rechnen ist.
Kein Wunder, dass deutsche Aktien für viele Investoren längst nicht erste Wahl sind. Für die Kurse am heimischen Aktienmarkt verheißt das wenig Gutes.
Gruß Kostolmoney