"fließendes Geld"
Hier gibt es oft Missverständnisse.
Das Geld fließt niemals in einen Markt oder aus dem Markt heraus, es wechselt immer nur den Besitzer, denn wenn einer verkauft kauft gleichzeitig ein anderer.
Es ist daher eigentlich nicht korrekt zu sagen das Geld strömt in die Aktienmärkte, aus den EM oder sonst wo hin. Die Geldmenge bleibt bei jeder Transaktion konstant.
Nur der Buchwert des Vermögenswertes kann schwanken. Ob der Buchwert fällt oder steigt ist nur abhängig vom Sentiment. Wollen mehr verkaufen sinkt der Buchwert, und im umgekehrten Fall steigt er. Er ist aber nicht davon abhängig wohin Geld "fließt". Denn der Umsatz sagt auch nichts aus, ob der Vermögenswert fällt oder steigt. Der Umsatz sagt nur aus wie viel Geld über diesen Vermögenswert transferiert wird.
Man könnte das nicht einmal im übertragenen Sinn sehen. Denn der Buchwert "fließt" auch nicht hinein oder heraus. Der Buchwert entsteht sozusagen aus dem Nichts (in den Köpfen der Marktakteure) und geht auch oft wieder dahin zurück.
Es wird bei sinkendem Buchwert damit auch kein echtes Geld vernichtet, sondern nur ein fiktiver nicht-realisierter Wert.
Wie viele Euros eine Oz- Gold kosten ist in diesem Sinne auch fiktiv, aber eben vom Markt gewählt. So lange es immer mehr Euros gibt, werden die Leute auch bereit sein immer mehr Euros für die alternative Währung Gold (Silber) zu bezahlen. Vorausgesetzt sie legen Wert darauf eine alternative Währung zu besitzen.