aus dem Artikel vom Autor E.Wolff / goldseiten.de / nachrichten/ ..../ 26.02.2018, zitiert:
""Die wahren Gefahren sind gar nicht sichtbar
Die Aussagen der Verantwortlichen kann man getrost als Zwecklügen verbuchen. Welche Gefahren im Hintergrund lauern, können auch sie nicht absehen, denn die Deregulierung der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dass der Derivate-Sektor heute zu achtzig Prozent aus Over-the-Counter-Geschäften besteht, die nicht mehr in den Bilanzen von Finanzinstituten auftauchen müssen.
Es kann daher niemand sagen, wie viele Kreditausfallversicherungen in den letzten Wochen von Insidern auf die ABLV abgeschlossen wurden und im Fall ihrer Abwicklung fällig würden. Nur zur Erinnerung: 1998 brach mit Long Term Capital Management (LTCM) ein einzelner Hedgefonds in New York zusammen, dessen Bilanz in etwa der der ABLV entsprach. Die LTCM-Pleite zog Forderungen in Höhe von fast einer Billion US-Dollar nach sich und brachte das globale Finanzsystem fast zum Einsturz.
Selbst wenn der Fall ABLV keine derartigen Dimensionen annehmen sollte, so zeigt er doch die Anfälligkeit des europäischen Bankensystems, rückt die Vertrauenswürdigkeit von EZB-Ratsmitgliedern einmal mehr ins Zwielicht und macht vor allem die Art und Weise deutlich, wie die EZB im Fall eines Crashs auch weiterhin mit Bankkunden umzugehen gedenkt: Indem sie ihnen den Zugriff auf das eigene Geld verwehrt.""
Der Link zum ganzen Artikel:
www.goldseiten.de/artikel/...internationale-Finanzsystem.html
(Ich füge hinzu: auch der Derivatehandel der mittleren und großen europ. Banken allgemein untereinander und auch in seiner internat. Vernetzung wird in seiner Größe, die von niemandem definierbar ist, und seiner risikobezogenen Systemrelevanz völlig unterschätzt. Den ZBs ist das Problem seeehr wohl bekannt. Aber man kann es halt nur noch totschweigen ... nmM)