Wachsender Konjunkturoptimismus
Die konjunkturellen Frühindikatoren haben sich laut WestLB Panmure im letzten Monat deutlich stabilisiert. Geld- und Fiskalpolitik zeigen zunehmend einen positiven Einfluss auf die Erwartungen von Unternehmen und Konsumenten. Die Analysten erwarten ab Jahresmitte eine deutliche Erholung der US-Konjunktur, die deutsche Wirtschaft wird mit einer drei- bis sechsmonatigen Verspätung folgen.
WestLB rät Aktien von Banken und Versicherungen aufgrund der attraktiven Bewertungen überzugewichten. Bei zyklischen Sektoren und Medien sei zunächst mit einem negativen Nachrichtenfluss zu rechnen. In den Branchen Technologie und Telekom werde die Veröffentlichung von Unternehmenszahlen zu einer hohen Volatilität führen, so die WestLB-Analysten. Münchener Rück und die HVB Gruppe halten die Experten für unterbewertet. Siemens und Fraport werden ihrer Ansicht nach von der Konjunkturerholung profitieren.
Wenig Aufwärtsbewegung für Siemens erwartet
Nach den Quartalsergebnissen bei Siemens entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=SIE.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">SIE.ETR sieht JP Morgan nun ein Abebben des positiven Nachrichtenflusses bei dem Konzern. Die Analysten haben daher ihre Gewinnerschätzungen je Aktie für 2001/02 um 28 Prozent (auf 1,30 Euro), für 2002/03 um 16 Prozent (3,61 Euro) gekürzt. Grund sind die schwachen Zahlen in den Geschäftsbereichen Osram, ICN, Automotion & Drives und ICM.
Nach Zusicherungen der Unternehmensleitung, dass die Verlustlage bei ICN und ICM sich stabilisieren würde, hatte JP Morgan die Aktie auf "Buy" hochgestuft. Die jüngste Entwicklung in diesen Bereichen sei jedoch "entmutigend", so die Analysten. Positiv seien dagegen die News aus den Energiesparten. JP Morgan rechnet hier auch weiterhin mit einer Margenerhöhung, zögert jedoch diese Prognosen in die Bewertung der Aktie miteinzubeziehen. Die Lage im amerikanischen Energiemarkt sei dafür gegenwärtig zu unsicher, so die Analysten, die ihr Kursziel zwischen 79 und 83 Dollar, mit Tendenz nach oben, ansetzen. Wegen genannten Bedenken erwartet JP Morgan derzeit jedoch wenig Aufwärtsbewegung für das Papier.
Boss peppt Frauen-Chic auf
Markus Scheer, CEO des Modeunternehmens Hugo Boss entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=BOS3.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">BOS3.ETR, hat in einem Zeitungsbericht eine erste Indikation zur Geschäftsentwicklung 2002 gegeben. Angestrebt wird eine Umsatzsteigerung von fünf bis sieben Prozent. Die Deutsche Bank rechnet dagegen mit einer Verbesserung um 4,5 Prozent. Beim Gewinn je Aktie erwarten die Analysten für 2002 rund 2,2 Prozent mehr. Der Break-Even für den Geschäftsbereich Hugo Boss Woman wird für 2003 erwartet. Die Sparte hat gerade eine größere Umstrukturierung hinter sich. Alle Arbeitsabläufe (Produktions-, Lagerplanung, Logistik, Vertrieb und Marketing) sind nun unter dem Dach der Zentrale in Metzingen zusammengefasst.
Sobald dieser Geschäftsbereich mit Gewinn arbeitet, schließt Boss weitere Akquisitionen nicht aus. Interesse an Joop oder Laurel bestehe jedoch nicht. Die Deutsche Bank bewertet die jüngsten Nachrichten positiv und behält ihre Kaufempfehlung für die Aktie bei. Das Kursziel setzen die Analysten bei 33 Euro an.
Phenomedia bleibt Trumpf in der Spielbranche
Die vorläufigen Zahlen für 2001 bei Phenomedia entrium.teledata.de/entrium/chart/...ym=PNM.FSE&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">PNM.FSE, Hersteller der erfolgreichen Moorhuhnspiele, entsprachen den Erwartungen von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW). Die Aussichten für 2002 seien gut, die Produktpipeline voll, so die Analysten. Phenomedia hat in der Vergangenheit für seine Produkte verschiedene Preise von Fachmagazinen für PC-Spiele gewonnen. Obwohl die Umsätze rund vier Prozent unter den Schätzungen der Aktienexperten lagen, habe sich die Profitabilität weiter verbessert, hieß es bei DKW.
Weiterhin zeigen sich die Analysten wenig besorgt darüber, dass Phenomedia für 2001 vermutlich keine Dividende zahlen wird, da es viele Projekte gebe, die intern finanziert werden müssten. Der Bereich Merchandising kann bereits 15 Lizenzen vorweisen, darunter für Herr der Ringe und die Zeichentrickserie Die Simpsons. Das Spiel Gothic 2, das im Gegensatz zu Angeboten der Konkurrenz bereits sehr gute Kritiken erhalten hat, wird nach Ansicht der Analysten kommerziell überaus erfolgreich sein. Auch für den Bereich Werbespiele sehen die Analysten ausgezeichnete Chancen. Hier wurden Abkommen mit T-Online und Ferrero geschlossen, deren Webseiten täglich mehrere Millionen Hits erhalten. DKW empfiehlt Phenomedia weiterhin ohne Vorbehalten zum Kauf, mit einem Kursziel von 22 Euro.
United Internet konzentriert sich auf Kerngeschäft
United Internet entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=EIE3.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">EIE3.ETR hat bei 1&1 Internet, twenty4help und GMX seine Anteile auf je 100 Prozent aufgestockt und dagegen 5,2 Millionen neue Aktien ausgegeben. Die drei Gesellschaften bilden zukünftig das Kerngeschäft. Die Schweizer Bank Vontobel weist darauf hin, dass im Laufe des Jahres 2001 das Portfolio des Unternehmens durch den Verkauf bzw. Finanzierungsstop von defizitären Minderheitsbeteiligungen optimiert wurde. Weiterhin konnte die Bilanzqualität verbessert werden.
Die neue Strategie des Unternehmens setzt auf Profitabilität und Marktführerschaft, so die Analysten. United sei nun maßgeblich auf die Bereiche Internet-Service, Hotlines & Outsourcing und Portale ausgerichtet. In allen drei habe das Unternehmen in Europa ein führende Stellung inne. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Strategie mache einen Holdingdiscount überflüssig, so dass die Aktie derzeit fair bewertet sei, so die Analysten. Vontobel hält sein Rating bei "Neutral". Die Bewertung der einzelnen Beteiligungen ergibt nach Rechnung der Analysten einen theoretischen Unternehmenswert von 6,3 Euro je Aktie.
Software AG muss an E-Business Produkten arbeiten
Die Berenberg Bank zeigt sich von den vorläufigen Zahlen für das vierte Quartal bei der Software AG entrium.teledata.de/entrium/chart/...m=SOW4.ETR&hist=&bFunds=0 target="_new" rel="nofollow">SOW4.ETR positiv überrascht. Der Umsatz von 160 Millionen Euro lag leicht über den Erwartungen der Analysten (155,3 Millionen). Der Lizenzumsatz fiel dagegen im Rahmen ihrer Prognosen aus.
Bei den neuen E-Business Produkten blieb das Unternehmen allerdings hinter den Erwartungen zurück. Aus diesem Grund bleibt Berenberg bei seiner ursprünglichen Empfehlung zu halten. Sollte es Software auch im laufenden Geschäftsjahr nicht gelingen, die Erlöse für Tamino und EntireX zu steigern, sehen die Analysten weitere Gefahr für die Positionierung dieser Produkte, vor allem durch den Eintritt von Oracle und Microsoft.
