nächste Badewannenaufenthalt könnte der letzte sein:
Der rosa Riese und seine Partner
Deutsche Telekom ruiniert slowakische Wirtschaft
Der slowakische Verkehrs- Telekommunikations- und Postminister, Jozef Macejko, protestiert gegen drastische Preiserhöhungen für Internet.
Minister Macejko protestierte bei der Slowakischen Telekom gegen die erneuten massiven Preiserhöhungen für das Internet (jetzt um 100 % und im April plant Telekom eine weitere Preisanhebung). 51 % Aktien der Slowakischen Telekom gehören der Deutschen Telekom, und die Preispolitik des Unternehmens wird eindeutig von den Deutschen bestimmt. Es ist eine paradoxe Situation, da Macejkos Ministerium bei der Slowakischen Telekom zwar 34 % Aktien besitzt, es ist jedoch machtlos, weil die Bedingungen von den Deutschen knallhart und ohne jede Rücksicht auf den gegenwärtigen sehr labilen Zustand der slowakischen Wirtschaft diktiert werden.
Der slowakische Minister betrachtet die Preispolitik der Deutschen Telekom in der Slowakischen Republik für kontraproduktiv und schädlich für die slowakische Wirtschaft. Sie ist auch nicht im Einklang mit den Aufgaben und Auflagen, die Slowakei zu bewältigen hat, um die Kriterien für ihren EU-Beitritt zu erfüllen.
Diese Lage ist schwierig vor allem für kleine und mittlere slowakische Betriebe, für die die Kosten für Internet und für das Telefonieren mittlerweile kaum zu bezahlen sind. Will die Deutsche Telekom ihre Gewinnverluste, sowie ihre negative Bilanz, verursacht durch die dramatisch gefallenen Börsenaktien der Telekom, auf Kosten der kleinen Slowakei verbessern?
In diesem Zusammenhang sollte sich z.B. der EU-Kommissar Verheugen, der so gerne die Slowakische Republik kritisiert, zur Slowakei auch in dieser Angelegenheit äußern.
Das Slowakisches Pressezentrum in BRD hatte die deutschen Bosse, die bei der Slowakischen Telekom alles entscheiden, schon mehrmals um eine Stellungnahme gebeten. Bis jetzt ohne Erfolg. Sie bleiben ständig im Hintergrund, in ihren tollen Büros in Bratislava versteckt und reden mit uns ausschließlich über ihre slowakischen Mittelsmänner, die im Prinzip nur ihre relativ gut bezahlten Marionetten sind. Ihre Aufgabe in diesem Fall besteht darin uns auf höffliche Weise hinzuhalten.
Autor: Roman Bednar