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Shortseller abzocken erfordert Geduld/Zeit


Beiträge: 5
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Libuda:

Shortseller abzocken erfordert Geduld/Zeit

 
30.12.12 11:26
Nervenstärke, Disziplin und die Auswahl eines Wertes, wo die Shortseller vermutlich scheitern werden. Der letzte Punkt ist dabei sehr wichtig, denn die Shortseller liegen ja in den meisten Fällen richtig.

Aber wenn sie überwiegend auf negative Emotionen sezten, hat man mit dem Dagegenhalten gute Chancen, insbesondere wenn das angegriffene Unternehmen eine niedrige Verschuldung hat. Dann kocht der Faktor Zeit die Shortseller ab, denn Emotionen haben zwar oft lange, aber keine ewigen Beine.
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Libuda:

Momentan habe ich drei deratige Aktionen laufen

 
30.12.12 17:00
davon die längste bei ICG Group (früher Internet Capital). Wieviel Zeit und Geduld ein Spekulation gegen Shortseller fordert, hat gerade diese Aktie gezeigt, wo ich mit dem Riesenanteil ab 2002 zu $3,40 bis $6 (einige wenige Stück auch teurer) eingestiegen bin und nach einem größeren Ausstieg in 2011 bei ca. $12 vom meinen in der Spitze einmal 20.000 Stück jetzt noch 3.400 Stück habe.  Die will auch durchhalten, da wegen der Kauftermine Kursgewinne steuerfrei sind.

Nun werden sicher einige einwenden, dass eine Kursverdoppelung bei einer durchschnittlichen Haltedauer von ca. 5 Jahren nicht die Welt ist, aber knapp 15% Rendite stellen mich durchaus zufrieden, auch wenn es mit hoher Volatilität verbunden war und die im Eingangsposting angeführten Punkte Nervenstärke und Disziplin in hohem Maß erforderlich war. Wenn die nicht da sind und Zeit dazu und man das Geld nicht übrig hat, sollte man also eher seine Finger vom Abzocken von Shortsellern lassen.
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Libuda:

Denn man darf Shortseller nicht unterschätzen,

 
30.12.12 19:05
die man allen legalen sowie noch tolerierten und/oder nicht/schwer kontrollierbaren illegalen Mitteln agieren.

Das fängt damit an, dass negative Gerüchte in die Welt gesetzt werden bzw. negative Fakten etrem überhöht werden. Vieles davon ist eindeutig illegal, anderes bewergt sich in einer Grauzone - und auch eindeutig Illegales wird selten verfolgt oder es dauert Jahre bis es verfolgt wird. Dass da auch Aktienboards eine wichtige Rolle spielen, dürfte klar sein.

Und das geht weiter über unerlaubte Märktpratiken wie z.B. Wash-Trading (Käufer und Verkäufer sind identisch) oder nacktes Shorten (das in Deutschllan verboten ist und in den USA auch in vielen Fällen), um nur zwei aufzuzählen. Immerhin hat sich auch hier aufsichtsrechtlich einiges gebessert, aber der Fortschritt ist hier immer noch eine Schnecke.

Und dann kommt da noch manch Unverhergehenes. Bei ICG Group bin ich z.B. - nachdem das einmal gelungen war - davon ausgegangen, dass man mit dem sehr hohen vorgehalten Kassenbestand jederzeit die ausstehenden Anliehen, die weit unter 100% notierten, problemlos zurückkaufen könne. Aber dann kamen die Shortseller auf die Idee und trieben die Anleihen durch Anleihekäufe auf 100%, Internet Capital blieb nichts anderes übrig, als seine Aktienzahl fast zu verdreifachen, um sich schuldenfrei zu machen (was vielleicht übertrieben war). Ohne diese Verwässerung wäre mein Kursgewinn warscheinlich doppelt so hoch gewesen.
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Libuda:

Einer meiner unglaublichsten Entdeckungen

 
30.12.12 21:46
bei den Shortsellern von ICG Group (früher Internet Capttal) und auch bei meinem zweiten US-Wert Local Corp (früher Local.com) war/ist, dass die Manipulationen/Beeinflussungen auf Aktien-Boards so ablaufen, wie man sich meinen Jugend-Zeiten die Arbeitszeiten eines Maurers vorstellte: Wenn die Bürozeiten der manipulierenden Hedge-Fonds enden, lassen die von den Hedge-Funds und anderen Short-Institutionen beschäftigen Basher die "Kelle fallen" - und zwar noch extremer als ein Maurer zu Hochbeschäftigungszeiten.

Leichter kann man eigentlich nicht entdecken, dass hier manipuliert wird. Aber Vorsicht - Manipulateure mit einem gewissen finanziellen Hintergrund lassen nervöse Zocker an ihrem kleinen Finge verhungern und auch wesentlich gestandere Investoren noch an ihrem Unterarm. Nur wer glaubt, auch diese Verunsicherungen zu überstehen, ist bei den im Ausgangsposting geschilderten Aktivitäten richtig positioniert.
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Libuda:

Nacktes Shortselling ist in Deutschland

 
12.01.13 16:34
und wenn es auf Marktmanipulation hinausläuft auch in den USA verboten. Die Frage ist allerdings, ob man es kontrollieren will und überhaupt kann.

In den USA habe ich in beiderlei Hinsicht meine Zweifel, die auf Erfahrung beruhen - in Deutschland ist das Verbot noch zu neu, aber die technischen Voraussetzungen der Kontrolle müssten gegeben sein. Hier beobachte ich momentan eine deutsche Aktie, wo ich illegales nacktes Shorten vermute - allerdings in einem Grenzbereich: Es geht hier nämlich um die Frage, ob schon das Einstellen hoher Verkaufsaufträge, für die man keine Deckung hat und die man bei der Gefahr der Erfüllung zurückzieht, verbotenes nacktes Shortselling sind. Ich meine dem Sinn des Gesetzes nach schon, selbst wenn das nicht genau definiert sein sollte, was ich allerdings nicht weiß.

Warten wir es mal ab - aber ich habe auf diese Vermutung hin schon eine Position gekauft, wobei ich mit etwas mehr als 10.000 Euro Einsatz bisher noch nicht weit aus dem Fenster gelehnt habe.
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