Schweiz hält eisern am Bankgeheimnis fest


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sir charles:

Schweiz hält eisern am Bankgeheimnis fest

 
04.07.02 12:25
Schweiz hält eisern am Bankgeheimnis fest

Die Schweiz legt sich wieder einmal quer, wenn es um eines ihrer „Wahrzeichen“, nämlich das Bankgeheimnis, geht. Dieses soll nämlich nach Wünschen der EU-Finanzminister erheblich aufgeweicht werden, um Steuerbetrug und Geldwäsche wirksam bekämpfen zu können. Gilt es doch, bis Jahresende eines der ehrgeizigsten EU-Projekte der vergangenen Jahre unter Dach und Fach zu bringen: Eine gemeinsame Regelung gegen grenzüberschreitende Steuerflucht, im EU-Sprech einfach „Steuerpaket“genannt.

„Ich schließe aus, dass sich die Schweiz auf Dauer als Fluchtburg für Steuerhinterzieher anderer Länder hergibt.“
Hans Eichel

Ziel ist es, dass alle EU-Bürger ihre Kapitalanlagen nach einheitlichen Regeln versteuern, auch wenn das Vermögen im EU-Ausland, etwa in der Schweiz, liegt. Nach bisheriger Abmachung soll nach einer siebenjährige Übergangsfrist das Bankgeheimnis endgültig fallen und die Banken müssen dann die Heimatländer auswärtiger Sparer über deren Kapitaleinkünfte informieren. Luxemburger Kreditinstitute würden dann zum Beispiel österreichische Finanzämter Auskünfte über österreichische Kontoinhaber erteilen. Damit Länder wie Luxemburg überhaupt bei der Neuordnung mitziehen, muss mit auswärtigen Steuerparadiesen wie die Schweiz entsprechende Regelungen getroffen werden. „Die Verhandlungen mit der Schweiz werden schwierig werden“, kündigte der dänische Finanzminister Thor Pedersen bereits anlässlich der am 1. Juli begonnen EU-Ratspräsidentschaft an.

Quellensteuer

Die Regierung in Bern gab zuletzt unmissverständlich bekannt, auf seinem strikten Bankgeheimnis beharren zu wollen. Die Schweizer wollen keinen Informationsaustausch, bieten allerdings als Kompromiss eine Quellensteuer auf die Zinsen an. In Brüssel wird derzeit darüber spekuliert, ob es nicht besser sei, auf den Vorschlag der Schweizer einzugehen und eine endgültige Lösung auf später zu verschieben. Die Positionen in dieser Frage sind allerdings noch offen, auch ob es angesichts der starren Haltung der Schweiz überhaupt noch zu einer gemeinsamen Regelung kommen wird.

Ein Scheitern des gemeinsamen Vorgehens beim Bankgeheimnis würde die EU-Finanzpolitik um Jahre zurückwerfen, meinen Brüsseler Finanzexperten. Der deutsche Finanzminister Hans Eichel warnte zuletzt beim EU-Gipfel in Sevilla die Schweiz vor einer internationalen Isolierung: „Ich schließe aus, dass ein Land auf Dauer davon leben will, dass es sich als Fluchtburg für die Steuerhinterzieher anderer Länder hergibt“.

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slk306cabrio:

:-)

 
04.07.02 12:35
Na das wolen wir doch alle hoffen, auf einmal wüssten alle noch was May Strauss und Konsorten da für Kohle liegen haben.  
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Mützenmacher:

Spätestens in 5 J. wird´s auch dort fallen. o.T.

 
04.07.02 12:53
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slk306cabrio:

@ Mützen..

 
04.07.02 12:55
Wieso denkst du das? Wo sollen denn sonst alle Verbrecher (und ich meine die im Nadelstriefenanzug mit politischen Ämtern bekleidet) ihr Geld parken?

Wovon lebt die Schweiz in 5 Jahren?

Ich denke die halten daran fest. Ist die einzig logische Konsequenz.
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sir charles:

Die Schweiz war wenigstens nicht so blöd wie wir

 
04.07.02 12:57
Österreicher und sind zur EU gelaufen
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Mützenmacher:

Weil der nächste Schritt einfach zur einheitlichen

 
04.07.02 13:03
EU ist. Warum meinst du, daß so starke Bemühungen der Ost-Erweiterung sind?
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slk306cabrio:

auf die Mütze :-)

 
04.07.02 13:08
Na die Osterweiterung wird vorangetrieben, weil wir (westen) neue Lemminge brauchen, die wir ausbeuten. Nur werden die "Sklaventrieber" immer noch eine Steueroase brauchen und ich sehe keine Veranlassung für die Schweiz, dem Sauhaufen EU beuzutreten.

Mal ein Beispiel aus meiner Branche.

Jede Marke; Jeder Hersteller, der seine Produkte im Media Markt verkauft, weil er dabei sein will, ist entweder nach 3 Jahren Pleite, oder produziert nur noch Schrott. (JBL Harman Pyle Infinity usw usw usw)

Ich halte die Schweizer für intelligent und geildgeil genug, dass sie schön von der EU die Finger lassen.

;-)
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Kabler:

Die Schweiz ist bis anhin mit ihrer Unabhängigkeit

 
04.07.02 13:18
und dem Bankgeheimnis sehr gut gefahren.

Und nur ein kleiner Hinweis; es geht in der Schweiz NICHT ums Bankgeheimnis sondern um die Strafgesetzgebung!!!!!!!!!

In der Schweiz ist einer der Steuern hinterzieht und Schwarzgeld hat nicht einer der ein Offizialdelikt begeht. Sprich die Rechtsauslegung ist nicht wie in Deutschland und andern Ländern!! Bei uns wird Steuerhinterziehung als sogenanntes "leichtes Delikt" angeschaut und es setzt hier "nur" eine Busse. Das es als leichtes Delikt gilt, haben wir Banken auch kein Recht auch bei vorhandenem Wissen die Gelder ausländischen Finanzämtern zu melden!! Das verwechseln viele...Das Bankgeheimnis ist eine gute Sache (ja, viele die das höhren denken sich jetzt; gut du als Schweizer Banker musst das ja sagen) aber hiermit ist die Privatspaehre wirklich zu 100% gegeben. Kriminelle Gelder liegen nach wie vor in der Schweiz (aber nicht nur hier) doch auch wir haben immer strengere Vorschriften und wie man ja vor ca. 3 Monate gesehen hat ist die UBS sogar von allein an die Öffentlichkeit getreten um mitzuteilen, dass sie noch etliche Millionen von "Marcos-Geldern" gefunden hat.

Und so ganz nebenbei, ohne Bankgeheimnis bzw. Gesetzesänderungen würden hier wahrscheinlich x 1000 Arbeitsstellen verloren gehen bzw. Milliarden von Geldern abgezogen!!!

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Mützenmacher:

Ich bleib bei meiner Aussage,

 
04.07.02 13:27
ich möchte mich nicht auf´s Jahr genau festlegen, vielleicht ist´s auch 6 od. 7 J., aber für mich ist der Beitritt sicher.

Mütze
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Kabler:

Mal schauen ob das so sicher ist...wenn die EU

 
04.07.02 13:33
noch weiter so abkakkt...dann sind bald alle Schweizer gegen einen Beitritt und da der Beitritt über eine Volksabstimmung laufen muss, könnten es auch noch Jahrzehnte werden. Welcher Schweizer oder auch in der Schweiz lebender Ausländer senkt freiwillig seine Arbeitsmöglichkeiten sowie allenfalls Lebensstandard. Und hinzu kommt, das wir mit einem sehr komfortablen MWST-Satz ausgestattet sind und warum sollen wird diesen auf 12 - 18 % anheben wenn wir's hier auch mit 7.6% haben können?? Zinsen sind auch sehr attraktiv vor allem die Fremdkapitalzinsen...das sind alles Ueberlegungen die in der Schweiz gemacht werden. Und wie gesagt, bis jetzt sind wir immer gut gefahren und auch relativ Krisensicher gewesen. Nicht umsonst wird die Schweiz auch als "save heaven" bezeichnet...
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hjw2:

Aber ein kleiner Staat versteckt in den Bergen

 
04.07.02 13:42
leistete erbitterten Widerstand.........

hoffentlich bleibt es recht lange so.

Da lohnt sich noch Leistung, die Schweizer wären verrückt würden sie der EG
beitreten.

Sollen unsere Heinis mal vernünftige Steuerquoten machen, dann gäbe es das Problem der Steuerflucht nicht.

Ich wäre gerne schweizer Staatsbürger..
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Kabler:

@hjw, meine Rede!! Kann mich wirklich nicht be-

 
04.07.02 13:45
klagen...
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Webaer:

Ich bin.....

 
04.07.02 13:58
Schweizer und arbeite auch in der Schweiz.
Und soll ich euch etwas sagen, die Schweizer bedauern die Deutschen und fragen sich wie man nur so viel Steuern zahlen kann. Ich kenne die Meinungen der Schweizer zur EU und kann deshalb sagen, der Beitritt erfolgt erst dann, wenn es nicht mehr anders geht. (Ich hoffe noch Lichtjahre).

Ich lebe noch in Deutschland ..... aber nicht mehr lange.

Gruss

Webaer
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Kabler:

Ein riesen Vorteil ist natürlich auch noch das

 
04.07.02 14:14
3. Säulen Konzept in der Schweiz. Wenn das noch einige jahrzehnte so funktioniert, sollte ich im Alter keine Geldsorgen haben.  
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