Berggruen vor Einigung mit Karstadt-Vermietern
Highstreet und der Investor Berggruen scheinen sich über die Miethöhe für die Karstadt-Warenhäuser einig zu sein. Damit wäre die letzte Hürde für die Übernahme beseitigt.
© Patrik Stollarz/Getty Images
Der Mietpreis für die Warenhäuser ist für Investor Berggruen die letzte verblieben Hürde auf dem Weg zur Karstadt-Übernahme
Der Mietpreis für die Warenhäuser ist für Investor Berggruen die letzte verblieben Hürde auf dem Weg zur Karstadt-Übernahme
In der Frage der Miethöhe für die Karstadt-Warenhäuser steuert der designierte Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen auf eine Einigung mit den Eigentümern der Häuser zu. Die Bedingungen seien in Grundzügen ausgehandelt, sagte eine mit den Gesprächen vertraute Person. "Es sieht aus, als könne man sich einigen", sagte ein anderer Insider. Möglicherweise seien die Verträge schon am Freitag unterschriftsreif.
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Berggruen und das Vermieter-Konsortium Highstreet verhandeln seit Mittwoch in London unter Vermittlung von Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Highstreet gehören 86 der 120 Häuser.
Der Milliardär Berggruen hatte an den Verhandlungen anders als in der vorangegangenen Runde zeitweise selbst teilgenommen. Er muss sich mit den Vermietern bis Mitte Juli einigen, um Karstadt übernehmen zu können.
Am Freitag will Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit der Vize-Chefin der Gewerkschaft Verdi, Margret Mönig-Raane, über den Stand der Verhandlungen sprechen.
Highstreet war Berggruen schon zweimal entgegengekommen. Um von möglichen Gewinnen von Karstadt profitieren zu können, soll Highstreet auch selbst in das Unternehmen investieren. Der General-Mietvertrag für die Häuser solle jedoch im Grundsatz unangetastet bleiben, hieß es. Berggruen hatte eine Öffnung gefordert, um für die Luxus-Warenhäuser KaDeWe und Alsterhaus in Berlin und Hamburg sowie für Karstadt-Sport auch Partner mit ins Boot nehmen zu können.
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