ja das ist Pharma:
Hier geht's nicht nur darum einen netten Wirkstoff zu entwickeln, sondern diesen auch zu vermarkten (Nett ist bekanntlich die kleine Schwester von Sch...)
Ein Beispiel:
Die Entwickler des Medikaments, das Hepatitis C scheinbar heilt, hat seinen Reibach gemacht (www.taz.de/!144349/).
Der Lizenznehmer dürfte indessen nicht ganz so glücklich sein, warum?
In DE hat inzwischen ein, den Krankenkassen nahestehende Institut, "Gutachten" veröffentlicht, welches die Wirtschaftlichkeit des Wirkstoffes komplett in Frage stellt (Warum wohl? Weil Behandlungskosten > 100 K nicht für die KK darstellbar sein)
In GB geht man da noch viel weiter: Hier wird ein gewonnenes Lebensjahr mit 25(etwa) TEUR aufgewogen. Kostet die Therapie mehr, finanziert die gesetzliche Versicherung das einfach nicht mehr.
An diesem Beispiel sieht man recht deutlich, dass die vertriebliche Vermarktung und die Kenntnisse über Lizenznehmer/Zielmärkte erhebliche Auswirkungen, auf den F&E Erfolg eines forschenden Unternehmens hat.
Ich glaube auch, dass die Sano auch aus Galantamin wesentlich mehr Kapital hätte schlagen können; aber damals waren ja noch anderer Vorstände aktiv.
@Lillelou
Mich wundert, das Sie Tolperison so abschreiben, das hat in der aktuellen Bilanz immerhin aktivierte Entwicklungskosten von über 5 Mio EUR, ohne weitere Vermarktung schrumpf die Eigenkapitalausstattung gleich um einiges.