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Wer nach den US-geführten Luftanschlägen in Syrien mit größeren Börsenturbulenzen gerechnet hat, sieht sich getäuscht.
Der Dax kann im frühen CFD-Handel sogar leicht zulegen. Der Broker IG taxiert die 30 deutschen Standardwerte anderthalb Stunden vor Handelsauftakt auf Xetra 0,4 Prozent höher bei 12.491 Punkten.
Der deutsche Leitindex folgt damit den Vorgaben von den US-Futures: Aktuell notiert der Future auf den Dow Jones 0,5 Prozent höher, die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 liegen jeweils 0,4 Prozent im Plus.
Als erster großer Markt hatte die Börse in Tokio am Montag auf die Entwicklungen in Syrien mit leichten Kursaufschlägen reagiert. Kurz vor Handelsschluss in Tokio notiert der japanische Nikkei 0,3 Prozent höher.
Was die Anleger offenbar beruhigt: Die Angriffe waren begrenzt, weitere Angriffe sind nicht absehbar. Zudem wurden dabei keine russischen Ziele getroffen, was eine weitere Eskalation nach sich gezogen hätte.
Diese Haltung mag recht kurzsichtig sein. Doch solange die Lage in Syrien respektive der Konflikt mit dem wichtigen, aber "schwierigen Partner" Russland nicht weiter eskaliert, rücken geopolitische Risikofaktoren aktuell in den Hintergrund.