daß man nicht ohne striken Entry- und Exit-Plan ein Investment eingehen sollte. Scheinbar hat mancher Privatanleger noch nie davon gehört, daß man Aktien auch wieder schnell abstoßen kann, wenn der angedachte Plan nicht aufgegangen ist. ( www.aktien-lernen.de/absicherung/money-management/ ). Die traurige und sich ständig weiter verschlechternde Lage der Versorger in Deutschland ist seit langem bekannt bzw. medial für jeden frei ersichtlich der nicht hinter dem Mond lebt. Von daher dürften nur Leute die letzten Jahre eingestiegen und heute noch investiert sein die
=> damals spekulativ eingestiegen sind und sich geschworen haben niemals im Leben Money- und Risk Management bei Investments zu betreiben, d.h. passiv sich immer weiter in die Miesen ziehen zu lassen, wenn er angedachte Plan steigender Kurse nicht aufgehen sollte, auch wenn es ein Leichtes gewesen wäre mit rechtzeitigen Stopps mit nur minimalen Verlusten rauszukommen
=> Leute die sich prinzipiell die Augen und Ohren zuhalten, wenn die harten Fakten in News und Unternehmensberichten genannt werden und sich die Welt einfach lieber schön reden und meinen nur weil etwas stark gefallen ist müßte es bald stark wieder steigen.
Also seit Jahren ist der 180Grad-Wechsel in der Energiepolitik des Bundes doch hinlänglich bekannt. Seit Jahren erzählen EON, RWE & Co. selber regelmäßig, daß es auf lange Sicht keine Besserung gibt beim Geschäft. Und das Atomkraftwerke nicht nur rückgebaut werden müssen, sondern auch die Endlagerung der Mülls noch ansteht, ist ja wohl auch jedem klar der sich mal wenigsten 5 Minuten mit der Materie beschäftigt hat. Und das Thema Atomentlagerung ist ja hochbrisant und extrem kostspielig (die Probleme/Kosten bei Asse &Co. lassen grüßen). Wenn das nicht wieder auf den Steuerzahler abgewälzt wird, sondern man selber alles zu 100% an wer Backe hat, dann ist ein Investment in EON, RWE &Co. erstmal ein Himmelfahrtskommando solange das Damoklesschwert von 30 weiteren Milliarden an nötigen Rückstellungen über den Werten schwebt. Wie sollen die Unternehmen das stemmen bei der stark gesunkenen Marktkapitalisierung. Mit KE? Wandelanleihen? etc., etc. . Zu welchen Zinssätzen müßte man da Geld aufnehmen bei dem hohen Risiko? Wer macht überhaupt eine KE mit bei den mauen Aussichten? Irgendwelche uninformierte Ölscheichs mit zuvielen Petrodollars? Wie extrem wäre die Verwässerung dann für die Altaktionäre? Alles Fragen über Fragen die keiner auch nur halbwegs heute schon beantworten kann. Es gibt soviele gute Werte die kaum verloren haben in der letzten Zeit und weiter in der Nähe von Allzeithochs stehen. Also hier jetzt einzusteigen bei RWE und EON wäre mir viel zu riskant bis nicht mehr klare Entscheidungen gefallen sind bezüglich noch anfallenden Kosten und deren Finanzierung. Nur weil ein Kurs um 80 oder 90 Prozent schon gefallen ist, könnte er vom aktuellen Kurs aus noch immer um ähnliche Größen weiterfallen. Schluß wäre bei Null. Ich gehe zwar davon aus, daß die Regierung es nicht zulassen wird, daß strategisch wichtige Infrastruktur-Industrien wie die Stromversorger vor die Hunde gehen. Aber es könnte trotzdem noch einiges an Ungemach anstehen bei der weiteren Diskussion, ob die bisherigen Rückstellungen reichen. Wer also hier jetzt neu einsteigt oder noch immer investiert ist der darf nicht jammern, da er es ja so gewollt hat bzw. das Risiko hinreichend bekannt war.