Wenn bei den aktuellen Kurse E.ON oder RWE gezwungen sind eine Kapitalerhöhungen zu machen, dann läuft das auf eine kleine Enteignung der aktuellen Aktionäre hinaus.
Ist die Kapitalerhöhung dann nur für die Atomrückstellungen, haben beide Unternehmen nicht mal Geld für neue Investitionen zur Verfügung.
Eine solche Kapitalerhöhung ist äußert unattraktiv.
Wer mag im Moment überhaupt noch frisches Geld bei E.ON und RWE anlegen?
Nehmen wir E.ON.
Im Moment gibt es 2 Milliarden Aktien die Heute 8,50.- kosten.
E.ON ist an der Börse also 17 Milliarden wert.
Braucht E.ON 8.5 Milliarden neues Kapital (Eigenkapital) müssen entsprechend viele neue Aktien ausgegeben werden.
Das klappt natürlich nicht zum Preis von 8.5 Euro sondern wie bei allen Kapitalerhöhungen nur mit sattem Abschlag.
Sagen wir zu 5,80.- Euro.
Dann müssen ca. 1.5 Milliarden Aktien ausgegeben werden.
Nach der Kapitalerhöhung hat E.ON dann 3.5 Milliarden Aktien, also 75% mehr Aktien.
Das schöne Geld aus der Kapitalerhöhung ist dann auch noch weg in einem Atomabwicklungsfond :-(
Meiner Meinung nach sind 8.5 Milliarden für die Probleme des Stromriesen E.ON nicht mal sehr viel Geld.
Die Politik (naja eher Deutschland) hat das Problem das die Kraftwerke von E.ON und RWE noch gebraucht werden.
Jetzt sollen E.ON und RWE die Netzte stabilisieren, die politisch/ökologisch richtigen Kraftwerke abschalten und zurückbauen. Mit einem immer kleineren Reststrom Markt sollen die beiden auch zurechtkommen.
Sollte es zu Kapitalerhöhungen kommen bin ich gespannt wer da zu welchem Preis mitmacht und ob eine Kapitalerhöhung reicht.
MIIC