Natürlich hat man es gewußt, man hat es schon lange gewußt, man hat nur lediglich nicht zugehört und erst recht nicht gehandelt.
Siehe zum Beispiel hier: www.bueso.de/node/6813
Man hört immer noch nicht zu und man handelt immer noch nicht. Es wird zwar gehandelt, der Steuerzahler darf die "Spielschulden" begeleichen, denn Spielschulden sind Ehrensache, aber es wird nicht so gehandelt, dass es etwas nützen würde. Zunächst einmal werden wir es wohl mit einem neuem "New Deal" versuchen, dann mal weitersehen...
Mein Vorschlag wäre: Die Regierungen der Welt sollten einen Teil der gesamten Steuereinnahmen, sagen wir zwischen 10 und 20%, dafür verwenden, diese als Boni den Bankstern zu überweisen. Die Banken sollte dafür aber dann dahingehend kontrolliert werden, dass sie im Sinne des Wachstums der Wirtschaft handeln, nicht im Sinne der Zerstörung der Realwirtschaft.
Vorteil:
- Die Kosten sind kalkulierbar
- Die Bankster müssen nicht bewußt den Staatsbankrott als Risiko einkalkulieren und toxische Papiere in mehrstellen Billardenhöhen handeln.
- Es müssen keine riskanten Wetten abgeschlossen werden die zu Billardenverlusten führen können.
- Banken könnten dann wieder - zumindest marginal - das tun wozu sie eigentlich mal geschaffen wurden: Konten verwalten, Kredit geben usw.
- Und ganz wichtig: Wir müssen keine langwierigen Untersuchungen starten, wie damals die Pecora-Kommission um die Schuldigen ausfindig zu machen oder ggf. an den Pranger zu stellen, zu bestrafen oder so.
"Laut der letzten Statistik des BIZ werden derivate im wert von 596000 Mrd USD$ gehandelt, das entspricht dem 12-fachen der gesamten Weltwirtschaft. 2007 war es "nur" das 3.5-fache der gesamten Weltwirtschaft."
(Quelle: E-Buch Joachim Brunner, Finanzkriese 2008, ISBN: 978-3-9502655-1-4)
Man kann sich vorstellen, was passiert, davon 1/12 ausfällt...
Neulich in der Bank: Ein Kunde wird von einem Mitarbeiter zu einem anderem geschickt und meldet sich dort mit "Ihr Komplize hat gesagt, ich soll mich bei Ihnen melden"
Falls es so weiter geht wie bisher, hätte ich ein paar Gegenvorschläge:
- Wie wäre es mit einem Hebelzertifikat auf Lottozahlen?
- Die toxischen Papier wird man ganz einfach los:
a) Bilde eine neue Rating-Agentur
b) Diese gibt das allerbeste Rating für die gefährlichsten Papiere
c) Banken kaufen diese an der Börse damit der Kurs stetig steigt, die Analysten jubilieren
d) Anleger, Fonds und Rentenversicherungen kaufen diese Papiere
e) Ab einem gewissem Wert, können sich die Banken mit Gewinn vom Papier trennen
- Bilde neue Emmitenten von Zertifikaten
a) Diese müssen gut bewertet werden
b) Monate lang im Wert steigen
c) Anleger kaufen
d) Emmitent wird in den Konkurs getrieben, die Papier bekommen wie bei Lehmann den Wert 0. Das Geld der Kleinsparer und Rentenversicherungen wird als Boni verteilt.
[Wie immer nur meine Meinung, keine Handlungsaufforderung. Jeder handelt auf eigenes Risiko. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Anlageberater.]