USA: Immer weniger setzen auf fallende Kurse. Wenn die Leerverkäufe weniger werden könnte das für runtergeprügelte Werte etwas aufatmen bedeuten:
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von Volkmar Michler
Ist das Schlimmste schon überstanden? Eine Frage, die sich inmitten der größten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten kaum seriös beantworten lässt. Welche Meinung Sie auch vertreten - für jede lassen sich zahlreiche Argumente und Indikatoren finden.
Auch wenn die Börse immer wieder zu Übertreibungen neigt - in beide Richtungen - ist sie letztlich doch ein untrüglicher Stimmungsindikator. Und gerade deshalb gibt es jetzt eine Zahl aus den USA, die aufhorchen lässt:
An den US-Börsen gibt es immer weniger Leerverkäufer, will sagen: immer weniger Anleger setzen auf fallende Kurse. Die Zahl der Leerverkäufer ist jetzt auf 28% gefallen. Das liegt unter dem Rekordhoch vom Juli 2008, als die bereits schwelende Krise mit aller Wucht ausgebrochen ist.
Aufhorchen lässt auch, dass selbst bekennende Pessimisten wie Marc Faber jetzt ihre Short-Positionen aufgelöst haben. Wenn Sie nämlich bei steigenden Kursen noch in Aktien short sind (sprich: auf fallende Kurse setzen), können Sie schlagartig heftige Verluste einfahren.
Der Grund für den Rückgang der Leerverkäufe: Nach dem schärfsten Rückgang der Aktienkurse seit Jahrzehnten haben die Aktien im marktbreiten Index S&P 500 mittlerweile Bewertungen mit einem KGV von rund 15 erreicht - das ist der niedrigste Stand seit 1990. Haben wir bei den US-Börsen vielleicht doch schon das Schlimmste überstanden?