07:30 Uhr
§
Zur News-Übersicht DruckansichtDruckansicht Empfehlung versendenEmpfehlung versenden
Die Lieblingsaktien der Redaktion (Teil 7)
Florian Söllner
2009 war ein erstklassiges Börsenjahr: Dow Jones, Euro Stoxx, DAX und Co verbuchten teils deutliche Kursgewinne. Nun fragen sich die Anleger: Wo sollte man 2010 investiert sein? Welche Aktien werden den Markt hinter sich lassen? In seiner neuen Serie "Die Lieblingsaktien der Redaktion" gibt DER AKTIONÄR auf diese Fragen die richtigen Antworten.
Eine Aktie, die mir im Laufe der Zeit besonders ans Börsianer-Herz gewachsen ist, ist sicherlich Roth & Rau. Schon der erste Kontakt zu dieser damals noch völlig unentdeckten Freiverkehrs-Aktie hätte nicht besser sein können - ein Volltreffer. Ende 2006 klingelte ich beim Firmenchef Dr. Dietmar Roth durch. Dieser brachte die Auftragslage gleich auf den Punkt: "Herr Söllner, bei uns ist die Hölle los". Dieser operative Boom des Solarmaschinenbauers sollte sich bald in der Aktie widerspiegeln: Nach der daraufhin erfolgten Erstempfehlung kletterte das Papier bis Anfang 2008 um rund 580 Prozent ins Plus.
Besonnenes Management
Freilich ging es dann im Zuge der Solarkrise auch mit der Aktie der Roth & Rau AG wieder kräftig bergab. Doch in Hintergrundgesprächen mit dem Management hatte ich stets den Eindruck, dass der Maschinenlieferant für die Solarindustrie die Lage stets im Griff hat beziehungsweise richtig einschätzt. Während andere Solarfirmen noch den Boom predigten, verwies Roth & Rau bereits ehrlich auf die entstandenen Risiken und während die anderen angesichts der Anfang 2009 dann offensichtlich gewordenen Krise in Pessimismus verfielen, blieb Firmenchef Dr. Roth gelassen und optimistisch, dass die Branche aufgrund der anstehenden Grid Parity bald wieder florieren werde. Er sollte recht behalten.
Dass Roth & Rau den Markt richtig einschätzen kann, zeigen auch bereits 2007 und 2008 auf dem Gipfel des Börsen- und Solarbooms in trockene Tücher gebrachte Kapitalerhöhungen. Dank dieser verfügt der Solarmaschinenbauer über eine der robustesten Bilanzen der ganzen Branche.
Asien-Profiteur
Auch dass Roth & Rau einen der ersten wichtigen Indien-Aufträge (Indien-Solar-Boom startet; Roth & Rau gewinnt wichtigen Auftrag) an Land ziehen konnte, spricht für die mittlerweile erlangte internationale Marktstellung. Dabei hatte auch diese Erfolgsstory einmal klein angefangen. Das Technologieunternehmen wurde 1990 von Forschern des Fachbereichs Physik der Technischen Universität Chemnitz gegründet. Erster großer Erfolg der Firma waren Maschinen, mit denen eine Antireflexbeschichtung auf Solarzellen aufgetragen wird.
I spent a lot of my money on booze, birds and fast cars - the rest I just squandered". George Best