Ich denke auch im Hinblick auf die Abgeltungssteuer ein guter langfrist Kauf
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Ob das passt die schweizer Zockerbude und der konservative Bergbauriese ?
Ich halte und hüte sie seit Jahren, geh mit durch Hoch und Tiefs..... und Ernte die Dividende und die bringt es.
Mit ca. 80 % im Kursplus und 2x im Jahr die fette Ausschüttungen...... wenn die nicht gefährdet
Ist, dann ist alles gut.
Aber Glencore ist irgendwie " schmierig " .....ich schau mir das argwöhnisch an.
... in meinen Augen eine sehr gute Entscheidung:
www.businesswire.com/news/home/...-intention-to-bid-statement ...
Rio Tinto plc ist für mich zum Stand 11. April 2026 einer der qualitativ besten Großminenwerte der Welt, aber eben kein defensiver Qualitätswert im klassischen Sinn. Es ist ein erstklassiges, sehr kapitalstarkes Rohstoffhaus, dessen Aktie trotzdem zyklisch bleibt, weil der Gewinn noch immer stark am Eisenerz hängt. Die an der NYSE gehandelten ADS, die jeweils eine plc-Aktie repräsentieren, schlossen am 10. April 2026 bei 98,26 US-Dollar. Auf dieser Basis ist Rio Tinto für mich nicht spottbillig, aber klar vernünftig bewertet. (riotinto.com)
Die Geschichte des Unternehmens ist lang und ungewöhnlich. Die Wurzeln liegen in den namensgebenden Rio-Tinto-Minen in Huelva in Südspanien; die moderne Gesellschaft wurde 1873 in London gegründet, nachdem die spanische Regierung die Minen verkauft hatte. Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts lieferten die spanischen Minen nach starkem Ausbau rund 10 Prozent der weltweiten Kupferproduktion. Heute ist daraus ein globaler Bergbaukonzern mit Geschäft in 34 Ländern, mehr als 61.000 Beschäftigten und einem dualen Börsenkonstrukt aus Rio Tinto plc in London und Rio Tinto Limited in Australien geworden. (riotinto.com)
Fundamental steht Rio Tinto solide da. Für 2025 meldete der Konzern 57,6 Milliarden US-Dollar Umsatz, 25,4 Milliarden US-Dollar Underlying EBITDA, 10,9 Milliarden US-Dollar Underlying Earnings, knapp 10,0 Milliarden US-Dollar Nettogewinn, 16,8 Milliarden US-Dollar operativen Cashflow, 12,3 Milliarden US-Dollar Investitionen und 4,0 Milliarden US-Dollar Free Cashflow. Die Nettoverschuldung lag bei 14,4 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig zahlte Rio Tinto eine ordentliche Dividende von 6,5 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 402 US-Cent je Aktie. Daraus ergibt sich grob eine EBITDA-Marge von rund 44 Prozent, ein Nettoverschuldungsgrad von nur etwa 0,6 mal EBITDA, ein KGV von etwa 14 bis 15 auf Basis des 2025er EPS von 6,692 US-Dollar und eine laufende Dividendenrendite um 4 Prozent. Das ist finanziell stark. Man sieht aber auch die Kehrseite: Der Free Cashflow ist durch die hohen Wachstumsinvestitionen deutlich schmaler als die operative Ertragskraft. (riotinto.com)
Operativ war 2025 stärker, als es viele beim Blick auf den Kurs vermuten würden. Die Kupferäquivalent-Produktion stieg um 8 Prozent, die Kupferproduktion um 11 Prozent, getrieben vom Hochlauf von Oyu Tolgoi; allein dort lag das Plus bei 61 Prozent. Bauxit erreichte mit 62,4 Millionen Tonnen ein Rekordjahr. Die Pilbara-Eisenerzverschiffungen lagen 2025 bei 326,2 Millionen Tonnen. Ende März 2026 kam zwar mit Zyklon Narelle der nächste Störfaktor hinzu, doch Rio Tinto hielt die Pilbara-Guidance für 2026 trotzdem bei 323 bis 338 Millionen Tonnen aufrecht, obwohl die jüngsten Wetterereignisse die Verschiffungen um rund 8 Millionen Tonnen belastet haben sollen. Das ist ein Zeichen operativer Robustheit. (riotinto.com)
Trotz aller Diversifizierung bleibt die eigentliche Wahrheit über Rio Tinto aber dieselbe: Das Unternehmen ist noch immer in erster Linie ein Eisenerz-Cashflow-Motor. Im ersten Halbjahr 2025 kamen 6,7 Milliarden US-Dollar des Underlying EBITDA aus Iron Ore, 3,1 Milliarden aus Copper und 2,4 Milliarden aus Aluminium. Eisenerz lieferte damit noch immer deutlich mehr als die Hälfte des operativen Ergebnisses. Genau deshalb ist die Aktie auch kein reiner Kupfer- oder Energiewende-Play, sondern vor allem eine Wette darauf, dass Rio seine Eisenerzdominanz monetarisiert, während Kupfer, Aluminium und Lithium nach und nach an Gewicht gewinnen. Wer das übersieht, versteht die Aktie nicht. (riotinto.com)
Für die nächsten 5 bis 15 Jahre ist die Projektpipeline der eigentliche Grund, warum ich Rio Tinto positiv sehe. Oyu Tolgoi soll von 2028 bis 2036 im Schnitt rund 500.000 Tonnen Kupfer pro Jahr liefern und bis 2030 zur viertgrößten Kupfermine der Welt werden. Simandou in Guinea hat im Dezember 2025 die erste Lieferung geschafft; Rio beziffert die SimFer-Minenkapazität auf 60 Millionen Tonnen pro Jahr, davon 27 Millionen Tonnen als Rio-Anteil, und spricht von einem etwa 30-monatigen Hochlauf. Western Range in Australien mit 25 Millionen Tonnen Jahreskapazität läuft seit 2025 an und stabilisiert die Pilbara-Basis. Im Lithiumgeschäft hat Rio die 6,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Arcadium Lithium abgeschlossen, treibt die Projekte in Argentinien und Kanada voran und nennt als Ziel rund 200.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalentkapazität bis 2028; die Rincon-Erweiterung allein soll ab 2028 auf 60.000 Tonnen pro Jahr kommen. Dazu kommt Resolution Copper in Arizona, das Rio inzwischen für die Mitte der 2030er Jahre anpeilt. Das ist eine echte Langfrist-Pipeline und nicht bloß Folienmaterial. (riotinto.com)
Die Risiken sind trotzdem erheblich. Das erste Risiko ist und bleibt der Eisenerzpreis und damit indirekt China. Das zweite Risiko ist, dass Simandou zwar strategisch stark ist, aber zusätzliches hochwertiges Angebot auch auf den Preis drücken kann; das ist meine Einschätzung, aber sie liegt nahe, weil Simandou als riesiges neues Hochgrad-Projekt in den Weltmarkt kommt. Das dritte Risiko ist die soziale Lizenz. Rio sagt selbst, dass das Unternehmen ohne die Unterstützung der Standortgemeinden nicht erfolgreich operieren kann. Nach Juukan Gorge habe man den Ansatz geändert und arbeite an Co-Management-Modellen, räumt aber zugleich ein, dass einige Beziehungen zu indigenen Gemeinschaften weiterhin belastet sind. Genau solche Themen können Genehmigungen, Ausbaupfade und letztlich Bewertungen beeinflussen. (riotinto.com)
Mein Urteil ist deshalb klar: Rio Tinto ist für mich aktuell kein spektakulärer Tiefstwert, aber ein sehr guter Langfristwert unter den großen Minenaktien. Die Bilanz ist stark, die Asset-Qualität hoch, die Dividendenfähigkeit ordentlich und die Pipeline in Kupfer und Lithium substanziell. Gleichzeitig bleibt die Aktie zyklisch, und die Ausschüttung ist nicht so sicher wie bei einem defensiven Konsumwert, sondern hängt am Rohstoffzyklus. Für die nächsten 12 bis 24 Monate sehe ich im schwachen Szenario etwa 75 bis 85 US-Dollar je Aktie, im Basisszenario etwa 105 bis 120 US-Dollar und im starken Szenario 130 bis 145 US-Dollar. Da jede ADS eine plc-Aktie repräsentiert, ist das wirtschaftlich dieselbe Aktie. Auf 5 bis 15 Jahre halte ich Rio Tinto für klar attraktiv, sofern man die Schwankungen eines Bergbauwerts aushält und nicht so tut, als sei das Geschäft weniger eisenerzlastig, als es in Wahrheit noch immer ist. (riotinto.com)
Autor: ChatGPT
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