- Rio Tinto erzielte 10,87 Milliarden US-Dollar Gewinn.
- Eisenerz-EBITDA fiel um 11 Prozent wegen geringer Preise.
- Kupfer-EBITDA stieg auf 7,37 Milliarden US-Dollar.
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Der Bergbauriese Rio Tinto hat im Geschäftsjahr 2025 die Markterwartungen erfüllt, bleibt jedoch beim Gewinnwachstum auf der Stelle stehen. Während Kupfer- und Aluminiumgeschäfte deutlich zulegten, belasteten niedrigere Eisenerzpreise, Einmalkosten für Restrukturierungen sowie US-Zölle das Ergebnis.
Der weltweit zweitgrößte Bergbaukonzern wies einen bereinigten Jahresgewinn von 10,87 Milliarden US-Dollar aus und lag damit im Rahmen der Analystenschätzungen. Der Non-GAAP-Gewinn je Aktie belief sich auf 6,69 US-Dollar und übertraf die Erwartungen um 0,04 US-Dollar. Der Umsatz stieg um 7,4 Prozent auf 57,64 Milliarden US-Dollar und lag damit um 1,33 Milliarden US-Dollar über den Prognosen.
Eisenerz bleibt Achillesferse – EBITDA sinkt um 11 Prozent
Besonders deutlich zeigte sich die Schwäche im Kerngeschäft mit Eisenerz, das nahezu die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht. Die zugrunde liegenden EBITDA-Erträge der Sparte gingen um 11 Prozent zurück. Hauptgrund waren niedrigere realisierte Preise, insbesondere infolge der verhaltenen Nachfrage aus China.
Demgegenüber entwickelte sich das Kupfergeschäft sehr gut. Dank höherer Produktionsmengen und verbesserter Preise mehr als verdoppelte sich das zugrunde liegende EBITDA auf 7,37 Milliarden US-Dollar.
Auch die Aluminium- und Lithium-Sparte profitierte von starken Marktpreisen. Das EBITDA stieg hier um 29 Prozent. Allerdings musste das Unternehmen rund eine Milliarde US-Dollar an Bruttokosten im Zusammenhang mit US-Zöllen auf Primäraluminiumexporte verbuchen.
25,4 Milliarden US-Dollar EBITDA – Operativer Cashflow überzeugt
Auf Konzernebene erhöhte sich das zugrunde liegende EBITDA um 9 Prozent auf 25,4 Milliarden US-Dollar. Der operative Cashflow erreichte 16,8 Milliarden US-Dollar. Die Produktion, gemessen in Kupferäquivalenten (CuEq), stieg um 8 Prozent.
"Unsere soliden Finanzergebnisse zeigen klare Fortschritte, während wir unsere Arbeitsweise weiter verschlanken und effizienter gestalten", erklärte Konzernchef Simon Trott.
Restrukturierung kostet 600 Millionen US-Dollar
Im Zuge der strategischen Neuausrichtung unter CEO Simon Trott meldete der Konzern einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von 600 Millionen US-Dollar. Der positive Effekt dieser Maßnahmen werde jedoch erst ab 2026 spürbar sein.
Stabile Dividende
Trotz stagnierender Gewinne bleibt die Dividendenpolitik unverändert. Rio Tinto kündigte eine Schlussdividende von 254 US-Cent je Aktie sowie eine ordentliche Dividende von insgesamt 402 US-Cent an. Damit bleibt die Ausschüttungsquote bei 60 Prozent – bereits das zehnte Jahr in Folge am oberen Ende der Zielspanne.
Ausblick: 3 Prozent Produktionswachstum pro Jahr bis 2030
Strategisch setzt Rio Tinto verstärkt auf Kupfer als zentrales Wachstumsfeld. Das Unternehmen rechnet bis 2030 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von drei Prozent bei der Produktion in Kupferäquivalenten.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
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