Mrd Aufträge, weltweite Rechtsstreitigkeiten und die Frage nach den finanziellen Risiken...
...Mangalia Übernahme hat mich neugirieg gemacht ... Milliardenaufträge auf dem Papier
... Trend finden .. Bestätigung ...oder Änderungen ... Put auf Call ...
Das tatsächliche Ausmaß der bereits gebildeten Rückstellungen und der damit verbundenen finanziellen Risiken bei Rheinmetall war mir in dieser Größenordnung bis heute nicht bewusst.
Zwischen Mrd chancen und Mrd Risiken können sich politische Entscheidungen und geopolitische Entwicklungen schneller ändern, als man denkt.
...solange das Geld nicht tatsächlich in der Kasse angekommen ist, sind Milliardenaufträge noch lange keine sicheren Gewinne.
Vieles geht im täglichen Nachrichtenfluss unter. Man muss wirklich zwischen den Zeilen lesen.
RM wächst ...( ...) ?! doch bei genauerem Hinsehen gibt es auch erhebliche rechtliche und wirtschaftliche Risiken. ...Hatte es so noch nie lesen können ...
Interessant ist , wie viel Geld bereits für mögliche Verpflichtungen zurückgestellt wurde und welche Belastungen noch entstehen könnten.
RM und MSC wollen die insolvente Mangalia-Werft für 138 Millionen E übernehmen.
Der ursprüngliche Angebotspreis lag bei 184 Millionen Euro.
Der bisherige Anteilseigner und Hauptgläubiger Damen hat die Herabsetzung des Verkaufspreises gerichtlich angefochten. Am 4 Nov 2026 steht eine weitere gerichtliche Prüfung an.
Die Übernahme ist also keineswegs frei von rechtlichen Unsicherheiten.
Gleichzeitig zu lesen ...in Medien aus Rumanien ...plant RM in Rumänien eine Munitionspulverfabrik mit einem Investitionsvolumen von über 500 Mi Euro.
Auch dort gibt es einen Rechtsstreit um die Enteignung von rund 370 Hektar Industriefläche.
Das Verfahren muss teilweise neu verhandelt werden. Verzögerungen und zusätzliche Kosten sind damit nicht ausgeschlossen.
In Deutschland hat RM die NVL Marinewerften für rund 1500 Millionen Euro übernommen.
Das problematische F126F regattenprogramm wurde anschließend eingestellt.
Allein für 2026 entfielen dadurch bis zu 300 Millionen Euro erwarteter Umsatz.
Ob sich daraus weitere Wertminderungen oder Vertragsbelastungen ergeben, bleibt eine wichtige Frage.
In Spanien*verhängte die Wettbewerbsbehörde CNMC bereits 2024 ein Bußgeld von 13 Millionen Euro gegen Rheinmetall wegen unvollständiger und irreführender Angaben im Zusammenhang mit der Übernahme von EXPAL.
Hinzu kommen weitere wettbewerbsrechtliche Auseinandersetzungen.
Auch in Italien und Südafrika bestehen beziehungsweise bestanden Konflikte um Umweltgenehmigungen, Produktionsanlagen, Arbeitssicherheit und schwere Betriebsunfälle. Solche Fälle können erhebliche Kosten verursachen, auch wenn die endgültigen Haftungssummen öffentlich nicht feststehen.
Und was steht in der Bilanz?
Im Rheinmetall Konzernabschluss 2025 finden sich unter anderem Rückstellungen
von 135 Millionen Euro für Offset Verpflichtungen,
22 Millionen Euro für Vertragsstrafen,
26 Millionen Euro für Preisüberprüfungsrisiken,
306 Millionen Euro für sonstige auftragsbezogene Kosten
und 35 Millionen Euro für Umweltrisiken.
Zusammen sind das 524 Millionen Euro in diesen fünf Positionen.
Nicht alles davon betrifft Rechtsstreitigkeiten, und diese Beträge sind bereits bilanziert.
Entscheidend ist deshalb die Unterscheidung zwischen bestehenden Rückstellungen, noch offenen Prozessrisiken und möglichen wirtschaftlichen Verlusten.
Ein verlorener Auftrag über mehrere Milliarden Euro ist schließlich nicht automatisch ein Schaden in derselben Höhe.
Ebenso bedeutet eine Investition von 500 Millionen Euro nicht, dass dieser Betrag gefährdet oder bereits verloren ist.
Rheinmetall verfügt über einen gewaltigen Auftragsbestand und große Wachstumschancen. Gleichzeitig entstehen durch internationale Übernahmen, Großprojekte, Gerichtsverfahren und Produktionsrisiken erhebliche finanzielle Verpflichtungen.
Frage ist weniger, wie viele Mrd an Aufträgen verkündet werden, sondern wie viel davon am Ende tatsächlich als Gewinn und frei verfügbarer Cashflow übrig bleibt.
1... Blick auf die Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und möglichen Wertminderungen in den kommenden Geschäftsberichten ...lohnt sich . Eine konkrete zusätzliche Milliardenbelastung aus den bekannten Rechtsstreitigkeiten ist bislang nicht belegt.