... vorbei.
Wenn mann 100.000 Zur Verfügung hat ist es theoretisch egal ob man nun mit 100.000 ohne Hebel handelt - oder nur mit 10.000 handelt, einen 10 fachen Hebel einsetzt und die restlichen 90.000 auf dem Konto läßt! (Man muss dies dann aber auch tun, und nicht in andere Investments stecken)
Die möglichen Gewinne und Verluste wären exakt die gleichen, als ob mit den vollen 100.00 ungehebelt gehandelt würde. Das Risiko ist insoweit exakt das gleiche.
Aber: Das gilt natürlich nur, soweit das gehebelte Investment die Entwicklung des Underlyings 1:1 abbildet und keine Finanzierungskosten anfallen.
Bei CFD's fallen in den meisten Fällen overnight Finanzierungskosten an - was die Risikostruktur bei längeren Investments nachteilig verschiebt.
Bei Optionscheinen besteht hingegen das Problem, dass die Entwicklung der Basiswerte eben nicht 1:1 nachvollzogen wird. Selbst bei Scheinen mit einem Delta von +1/-1 ist das nicht dauerhaft gewährleistet, da sich im Verlauf u.U. die Moneyness verändert.
Des Weiteren ist dabei auch noch die begrenzte Laufzeit und der damit verbundene Zeitwertverlust (das theta) zu berücksichtigen. Alleine dieser Umstand verhindert ja schon eine dauerhafte 1:1 Abbildung.
Da könnte man noch weitaus mehr drüber schreiben, aber die Problematik ist denke ich soweit klar geworden.
In der Praxis wird es nicht gelingen, mit OS eine Risikostruktur abzubilden, die dem ungehebelten Investment identisch entspricht.